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Zum Ende der Seite springen Kinderschutz im Netz – und anderswo
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Reica Reica ist weiblich
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Kinderschutz im Netz – und anderswo

Während der Kinder- und Jugendschutz im Netz Topthema beim "Safer Internet"-Programm bleibt (und mit etlichen Millionen Euro zu Buche schlägt) ist der Schutz der Kinder und Jugendlichen im realen Leben der Politik immer weniger wert......


..........mehr Information und Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29002/1.html


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04.11.2008 17:38 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Themenstarter Thema begonnen von Reica

Sicher am PC: Kinder brauchen Regeln im Netz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Sicher am PC: Kinder brauchen Regeln im Netz

Eine besondere E-Mail-Adresse hilft: Wie Eltern den Nachwuchs vor Schmutz im Internet schützen können. Tipps und weiterführende Links für Väter und Müttern, die ihr Kind das Netz nicht allein erkunden lassen möchten.


Nadine ist neun Jahre alt, mag Pferde und findet die Jungs von Tokio Hotel unheimlich süß. Das steht zumindest in ihrem Profil in einem Kinderforum. Im wahren Leben ist Nadine 48 Jahre alt und heißt Horst.

Es ist der Albtraum von Eltern, deren Kinder sich im Internet rumtreiben: dass zwielichtige Gestalten im Netz Kontakt zu den Kindern aufbauen, sich deren Vertrauen erschleichen und sie zu einem Treffen oder zum Austausch von Fotos überreden. Die Angst ist nicht unberechtigt. Denn sich im Netz eine falsche Identität zu verschaffen ist – wie in unserem fiktiven Beispiel – sehr einfach. Und es gibt mehrere Fälle, in denen sich Pädophile ihre Opfer im Internet gesucht haben. Im Juni hatte etwa die Polizei in Goslar einen 31-Jährigen verhaftet, der eine Zwölfjährige missbraucht hatte. Der Mann hatte das Mädchen zuvor in einem Chatroom kennengelernt.

Werbung für Pornoseiten

Um ihre Kinder zu schützen, sollten sich Eltern deshalb dafür interessieren, was sie online treiben und ihnen die umsichtige Nutzung des Internets beibringen. Das beginnt schon bei der Benutzung von E-Mails. Denn allein damit, dem Kind bei einem Freemail-Dienst eine Adresse einzurichten, ist es nicht getan. Selbst neu erstellte Mailadressen werden binnen kürzester Zeit mit unerwünschter Werbung, sogenanntem Spam, überflutet. Darunter befindet sich dann auch häufig Werbung für Pornoseiten im Internet, die wirklich nicht für Kinder geeignet sind.

Mehrere kostenlose Maildienste haben sich auf Angebote für Kinder spezialisiert. Spam wird dort zum größten Teil aussortiert, außerdem schützen Filterfunktionen die Kinder vor unerwünschten Kontakten. Bei Mail4Kidz (www.mail4kidz.de) zum Beispiel erhalten ausschließlich Kinder E-Mail-Adressen. Zur Anmeldung benötigen sie eine Bestätigung ihrer Eltern oder Lehrer. So wollen die Betreiber verhindern, dass sich Erwachsene als Kinder ausgeben und den Dienst nutzen. Standardmäßig können bei Mail4Kidz lediglich Briefe von Absendern empfangen werden, die ebenfalls den Dienst nutzen. Alle anderen Mails werden automatisch gelöscht – sofern das Kind den Absender nicht auf seine Freundesliste gesetzt hat.

Ähnlich funktioniert auch die Grundschulpost der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet (www.grundschulpost.de), die nur von Grundschülern genutzt werden darf. Die Grundschulpost ermöglicht Eltern Kontrolle über das Mailverhalten ihrer Kinder. Denn von allen elektronischen Briefen, die das Kind dort verschickt oder empfängt, wird eine Kopie an die Eltern weitergeleitet. Anders als bei Mail4Kids werden Schreiben von Leuten, die nicht auf der Freundesliste stehen, allerdings nicht gelöscht. Das Kind erhält die Absenderzeile, die Betreffzeile und einen Warnhinweis. Es entscheidet dann selbstständig, ob es sich die Mail anschauen möchte und den Absender seiner Freundesliste hinzufügen will. An die Eltern indes wird die Mail komplett gesendet.

Filter auch fürs Surfen im Netz

Filter gibt es aber nicht nur für E-Mails. Auch für das Surfen im Internet können solche Funktionen aktiviert werden. Windows Vista und XP zum Beispiel beinhalten bereits ein umfangreiches Filterpaket. Der beste Filter allerdings ist ein Erwachsener, der mit dem Kind zusammen surft und darauf achtet, dass es keine ungeeigneten Inhalte zu sehen bekommt. Das allerdings kann keine Dauerlösung sein, denn die Kinder müssen lernen, allein durchs Netz zu surfen. Dafür ist es wichtig, sie über die Gefahren aufzuklären und ihnen Regeln zur Nutzung zu vermitteln.
Zu diesen Regeln gehört zum Beispiel, dass persönliche Daten wie der vollständige Name, die Anschrift, die Telefonnummer oder auch der Name der Schule im Internet nicht preisgegeben werden. Auf den Schutz der persönlichen Daten sollten die Eltern bereits beim Anlegen der E-Mail-Adresse achten. Wer sich für eine Mailadresse in der Art „Vorname.Nachname.Geburtsjahr@Gratis-Maildienst“ entscheidet, gibt damit schon eine Menge von sich preis – und das gegenüber jedem Menschen, dem man seine E-Mail-Adresse verrät. Besser ist also die Verwendung von Pseudonymen.

Eine weitere wichtige Regel ist, dass sich Kinder niemals mit Onlinefreunden verabreden, die sie nur aus dem Internet kennen, ohne dass die Eltern davon erfahren. Ein Treffen sollte es nur geben, wenn die Eltern der Verabredung zugestimmt haben und das Kind zu dem Treffen begleiten. Überhaupt sollten Kinder gegenüber Onlinefreunden vorsichtig sein: Sie sollten ihnen nichts erzählen, was sie anderen Freunden im wahren Leben nicht auch erzählen würden. Besser noch ist eine Regelung nach dem Motto: „Erzähle nichts, was dir unangenehm wäre, wenn es in der Zeitung stünde.“ Schließlich kann man nie wissen, ob die Internetbekanntschaft wirklich vertrauenswürdig ist. Weitere Sicherheitstipps gibt es im Internet unter www.blinde-kuh.de/fbitips.html#kids.

Irgendann landen Kinder auf entsprechenden Seiten – und dann?

Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie ihre Kinder nicht vor allem Internetschmutz schützen können. Sind die Kinder erst einmal allein im Netz unterwegs, werden sie früher oder später schon aus Neugierde auf einer Seite mit pornografischen oder gewalttätigen Inhalten landen. In solchen Fällen oder wenn sie im Netz auf etwas treffen, dass sie ängstigt, ist es wichtig, dass sich die Kinder den Eltern anvertrauen können, ohne Strafe zu fürchten, um über das Gesehen zu reden und es einordnen zu können.

Ohnehin sollten sich Eltern auch selbst mit dem Netz vertraut machen, bevor sie ihre Kinder surfen lassen. Gute Startadressen dazu sind www.klicksafe.de , www.internet-abc.de und www.jugendschutz.net/eltern/surfen



Quelle: http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/medien/art663,741812

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29.11.2008 07:30 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Südliche Weinstraße - Kinderschutz im Landkreis Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Südliche Weinstraße - Kinderschutz im Landkreis

Südliche Weinstraße / Rheinneckar - Spektakuläre Fälle von Kindestötungen, wie beispielsweise der Fall des kleinen Kevin aus Bremen im Jahre 2006, sorgten für eine große öffentliche Diskussion um den Schutz der Kinder. Das Land Rheinland-Pfalz hat im März 2008 ein entsprechendes Gesetz zum Schutz des Kindeswohles und der Kindergesundheit verabschiedet. Das Gesetz soll helfen Problemlagen rechtzeitiger zu erkennen und bietet dem Jugendamt die Möglichkeit frühzeitiger Einzuschreiten.

Bereits im Dezember 2006 beschäftigte sich der Kreistag Südliche Weinstraße mit dem Thema Kinderschutz und beauftragte das Kreisjugendamt einen Bericht vorzulegen. Das Kreisjugendamt erstellte parallel zu den neuen gesetzlichen Regelungen ein Konzept mit verschiedenen Initiativen. „Das wesentliche Ziel ist es, Fälle von Kindesvernachlässigung und – misshandlung frühzeitig aus dem Dunkelfeld der Anonymität in den Fokus der pädagogischen Jugendhilfe zu rücken. Eine Garantie, jeden dieser bedauerlichen Fälle zu vermeiden, wird jedoch nicht möglich sein,“ so der zuständige Kreisbeigeordneter Nicolai Schenk.
Im Juni 2008 startete mit einer Auftaktveranstaltung des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau die Bildung eines lokalen Netzwerkes „Kinderschutz“. In der Vergangenheit fielen vor allem Kinder zwischen null und drei Jahren durch das Netz der Jugendhilfe. „Meistens kommen die Kinder mit Auffälligkeiten – wenn die Familie nicht bereits Hilfe durch das Jugendamt bezieht - erst im Kindergarten in den Blick professioneller Pädagogen“, so Uwe Böttche, Leiter des allgemeinen sozialen Dienstes (ASD). Durch ein Netzwerk zwischen Kinderärzten, Hebammen, Erzieherinnen und Jugendamt soll nun diese Zielgruppe erfasst und möglichen Mängelerscheinungen nachgegangen werden. Beispielsweise wurde hierfür der Elternbesuchsdienst Landau-Südliche Weinstraße in den Landauer Krankenhäuser zusammen mit dem Kinderschutzbund Landau eingerichtet. Erfahrungen haben gezeigt, dass besonders junge Familien auf Unterstützung und Rat angewiesen sind. Mit der Geburt eines Kindes sehen sich Eltern mit völlig neuen Aufgaben, Fragen und Problemen konfrontiert. Der Elternbesuchdienst soll hier mit seinem geschulten Fachpersonal den Eltern helfend zur Seite stehen.
Weiterhin sind die Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9) nach den neuen gesetzlichen Regelungen verbindlich geworden. „Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wird eine gute gesundheitliche Entwicklung von Kindern sichergestellt. Familien, die Hilfe benötigen, werden rascher erkannt und können direkt angesprochen werden“, so Jugendamtsleiter Peter Lerch. Wird die Vorsorgeuntersuchung eines Kindes nicht durchgeführt, ergeht eine Meldung an das Gesundheitsamt, das die Eltern über die Notwendigkeit solcher Untersuchungen informiert. Ist dieser Kontakt erfolglos wird das Jugendamt in Kenntnis gesetzt. Das Jugendamt absolviert ein Hausbesuch und leitet nach Bedarf weitere Maßnahmen ein. „Um möglichst kurzfristig und niederschwellig helfen zu können, soll ein Familienbereitschaftsdienst installiert werden“ kündigt Lerch an.
Angelaufen sind auch Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zum Thema Kinderschutz. Die erste Veranstaltung fand bereits 2007 mit der bundesweit bekannten Gerichtsmedizinerin Dr. Navarro, die dieser Tag den rheinland-pfälzischen Kinderschutzpreis verleihen bekommen hat, von der Uniklinik Mainz statt. Eine weitere Veranstaltung mit Frau Dr. Navarro ist im Februar 2009 geplant. Im November 2008 fand im Kreishaus eine Veranstaltung für alle Kindertagesstätten im Landkreis statt. Der Leiter der Kinderklinik des Vinzentiuskrankenhauses, Dr. Jürgen Bensch informierte über Indizien, welche für Kindesmisshandlung bzw. Kindesmissbrauch sprechen. Damit wurde den Erziehern mehr Sicherheit bei der Einschätzung von Indikatoren gegeben. Für die Sozialarbeiter des Jugendamtes ist im Frühjahr 2009 eine spezielle Fortbildungsveranstaltung zusammen mit dem sozialpädagogischen Fortbildungszentrum des Landes geplant.
Ein weiterer Punkt ist die öffentliche Sensibilisierung. Sobald die Erziehungsberechtigten davon überzeugt sind, in Mangelsituationen Hilfe anzunehmen, können Problemsituationen vermieden werden. Deshalb ist die Aufklärung und Überzeugung von Erziehungsberechtigten von zentraler Bedeutung.
Das Land Rheinland-Pfalz stellt dem Landkreis Südliche Weinstraße jährlich rund 58.000 Euro für die Arbeit und den Aufbau eines lokalen Netzwerken, zum Schutz des Kindeswohl und der Kindergesundheit zur Verfügung. Die in diesem Zusammenhang neu geschaffene Stelle ist halbtags mit der Sozialpädagogin Angelika Klein-Agne besetzt.



Quelle: http://www.luaktiv.de/scripts/cms_rnnews/news.php?id=10679

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10.12.2008 18:34 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinderschutzgesetz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

KINDERSCHUTZGESETZ
Ärzte müssen nicht schweigen


Berlin - Zum besseren Schutz gefährdeter Kinder will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) die ärztliche Schweigepflicht in bestimmten Fällen lockern. Einen entsprechenden Vorschlag zur Reform des Kinderschutzgesetzes will sie dem Bundeskabinett im Januar vorlegen, sagte die Ministerin der Zeitschrift „Super Illu“.

Dabei gehe es um drei große Änderungen: „Wir stellen rechtlich klar, dass Ärzte beim Verdacht auf Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern sich auch ohne Einverständnis der Eltern an die Behörden wenden dürfen, ohne dass sie fürchten müssen, wegen des Bruchs ihrer Schweigepflicht selbst auf der Anklagebank zu landen.“

Außerdem solle für Umzugsfälle die Weitergabe von Daten gefährdeter Kinder durch die Jugendämter verbindlich geregelt werden: „Da muss eine richtige Übergabe gemacht werden – so wie beim Schichtwechsel im Krankenhaus.“ Die Jugendämter würden zudem verpflichtet, ein gefährdetes Kind möglichst in seinem Wohnumfeld anzuschauen anstatt eine Einschätzung nur nach Aktenlage zu treffen.



Quelle: http://apotheke-adhoc.de/index.php?m=1&s...wPage=1&id=4991

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Heidelberg - Ab 2009 schützt „HEIKE“ Kinder Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Heidelberg - Ab 2009 schützt „HEIKE“ Kinder

Heidelberg / Rheinneckar - Heidelberg macht sich stark für den Kindesschutz: Stadt und Universität starten 2009 das Kooperationsprojekt „HEIKE“

„HEIKE – Keiner fällt durchs Netz“ heißt das neue Kooperationsprojekt von Stadt und Universität zur Stärkung des Kindesschutzes. Die Abkürzung steht für Heidelberger Kinderschutz Engagement, das beide Institutionen gemeinsam ausbauen wollen.

Anlass für die Initiative sind die steigenden Fälle sogenannter Kindswohlgefährdungen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Kinder im Alter von null bis drei Jahren, die in noch keinerlei System sozialer Kontrolle, beispielsweise durch Kindergärten oder Schulen, stehen. Bundesweit sind die Zahlen alarmierend: In Deutschland sterben nach wie vor durchschnittlich zwei Kinder pro Woche infolge familiärer Gewalt. Rund fünf Prozent aller Neugeborenen sind potenziell oder tatsächlich gefährdet. Bei Kindern unter einem Jahr werden diese in der Regel Opfer von Gewalt durch ihre leiblichen Eltern. Oft handelt es sich um Frauen, die bei der Geburt Angst vor dem Leben mit dem Kind haben, um Eltern, die mit Beziehungsstörungen, Arbeitslosigkeit, Alkohol oder Drogen zu kämpfen haben.

Auch in Heidelberg ist die Entwicklung besorgniserregend: zählte das Kinder- und Jugendamt im Jahr 2006 noch 125 Meldungen von Kindswohlgefährdung, von denen sich 52 bestätigten, waren es 2007 bereits 223. In 86 Fällen bestätigte sich der Verdacht. „Die Tendenz ist leider weiter steigend“, berichtet Myriam Feldhaus, Leiterin des Kinder- und Jugendamtes der Stadt Heidelberg. Deshalb will die Stadt Heidelberg jetzt ihr Engagement verstärken und hat einen starken Partner an ihrer Seite: die Universität.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Wir haben bislang bereits viel für den Schutz von Kindern getan. Jetzt ist es an der Zeit die bestehenden Kooperationsstrukturen und Qualitätsstandards auszubauen und neue Partner hinzuzugewinnen.“ Eine Lücke sehen die Beteiligten in der Verknüpfung der Hilfesysteme der Jugend- und der Gesundheitshilfe. Die Schwachstelle: nach wie vor herrscht in der Öffentlichkeit und sogar auch bei medizinischem Fachpersonal große Unsicherheit im Umgang mit problematischen Familien. Oft hapert es an zeitigem Austausch zwischen Jugendamt, Ärzten und Kliniken, die mit „Hoch-Risiko-Familien“ oft nicht umzugehen wissen. OB Würzner: „Wir haben das große Glück mit der Universitätskinderklinik bereits einen Partner vor Ort zu haben, der sich punktuell dieser Fälle annimmt. Aber der Bedarf an Unterstützung ist viel größer. Deshalb haben wir mit HEIKE ein umfassenderes System früher Hilfen ins Leben gerufen, in das im Rahmen eines Netzwerks „Soziales Frühwarnsystem und frühe Hilfen“ weitere Partner aus der Jugend- und Gesundheitshilfe eingebunden sind.“

Ziel des Projekts Heidelberger Kinderschutz Engagement (HEIKE) ist es, die Öffentlichkeit und die professionellen Dienste und Einrichtungen – vor allem im Gesundheitswesen – wie z.B. Kinderärzte, Frauenärzte, Pflegepersonal und Hebammen für Kinderschutzbelange zu sensibilisieren. Berufsgruppen und Institutionen, die bislang kaum oder gar nicht mit Kindesschutz zu tun hatten, sollen in die Verantwortungsgemeinschaft Kinderschutz integriert werden. Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schule, Polizei und Familiengericht werden künftig enger zusammenarbeiten. Würzner: „Wir wollen Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch von Kindern möglichst frühzeitig erkennen und verhindern. Eltern, die aus eigenen Kräften nicht in der Lage sind, ihre Kinder ausreichend zu versorgen und zu fördern, sollen so früh wie möglich unterstützt werden.“

Wenn der Gemeinderat am 18. Dezember zustimmt, soll als niedrigschwelliges Angebot am der Heidelberger Kinderklinik sowohl für die Öffentlichkeit als auch für Fachpersonal eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Kinderschutzfragen („Clearing-Stelle“) eingerichtet werden. Insbesondere sollen durch diese Stelle Hilfen für belastete Familien sichergestellt werden. So werden unterstützend beispielsweise sogenannte „Familienhebammen“ für die Zeit der Schwangerschaft und im frühen Kindesalter eingesetzt.

Mit dem Projekt, das vom Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg angestoßen wurde, verbindet sich im weiteren die Einrichtung einer Koordinierungsstelle, die unter anderem für Informationsveranstaltungen und Schulungen im Bereich medizinischer Berufsgruppen zuständig sein wird und beim Institut für psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie der Universität Heidelberg unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Manfred Cierpka angesiedelt sein wird.

Im Rahmen des Heidelberger Kinderschutz Engagement soll außerdem im kommenden Jahr in Heidelberg ein großer Kinderschutztag mit namhaften Referenten stattfinden.



Quelle: http://www.luaktiv.de/scripts/cms_rnnews/news.php?id=10779

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15.12.2008 19:23 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Frühe Hilfen als Schutz vor Vernachlässigung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Frühe Hilfen als Schutz vor Vernachlässigung

Kindesmisshandlungen: Es gibt einen Zeitpunkt, um unglückliche, überforderte, kranke Eltern ausfindig zu machen - direkt nach der Geburt / Leiter des Jugendinstituts warnt vor Dramatisierung

Mannheim. Zwischen zehn und 20 Kinder unter zehn Jahren kommen laut Todesursachenstatistik jedes Jahr durch Vernachlässigung und Misshandlung ums Leben. Fälle wie der tot im Kühlschrank aufgefundene Kevin aus Bremen und die verhungerte Lea-Sophie aus Schwerin haben die Öffentlichkeit besonders aufgeschreckt - zumal die Jugendämter die Eltern kannten und wussten, dass diese überfordert waren.

Nicht zuletzt diese beiden Kindstötungen waren der Anlass für das Bundesfamilienministerium vor zwei Jahren, das Aktionsprogramm "Frühe Hilfen" ins Leben zu rufen und in allen Bundesländern Modellprojekte zu installieren. Leitidee ist eine enge Vernetzung der Institutionen vor Ort: Geburtskliniken, Hebammen, Frauenärzte, Kinderärzte, Jungendämter, Kindertagesstätten, Frauenhäuser, Schwangerschaftsberatungsstellen und Polizei.

Inzwischen liegt eine erste Bilanz der Projekte vor. Danach sind gefährdete Familien leichter zu erreichen, wenn der erste Kontakt über das Gesundheitswesen hergestellt wird, wenn also Geburtskliniken, Hebammen und Kinderärzte Mütter und Väter ansprechen. "Wir müssen gleich die erste Chance nutzen. In die Klinik oder zur Hebamme kommen alle Eltern - die glücklichen, die sich auf ihr Kind freuen, und die unglücklicheren, die unter Depressionen leiden oder wegen anderer Probleme nicht wissen, wie sie nach der Geburt mit dem Baby zurechtkommen sollen", sagt Familienministerium Ursula von der Leyen.

Außerdem gebe es zu diesem Zeitpunkt, kurz nach der Geburt, noch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen und eine große Bereitschaft, Hilfe anzunehmen. "Wenn es gelingt, Mütter und Väter, die überfordert, psychisch krank, alkohol- oder drogenabhängig sind, frühzeitig anzusprechen, sinkt die Gefahr für das Kind deutlich."

Zu lange gezögert

Eine Einschätzung, die Angelika Kempfert von der Deutschen Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung in Kiel teilt. "Die Behörden werden oft erst eingeschaltet, wenn es den Kindern offensichtlich schlecht geht, wenn sie wegen Knochenbrüchen im Krankenhaus behandelt werden oder dem Kinderarzt das starke Untergewicht auffällt", sagt die Familientherapeutin. Das liege daran, dass viele Risikofamilien nicht bekannt seien, und wenn doch, zögerten die Jugendämter einzuschreiten. "In vielen Fällen wird zu lange versucht, die Familien zu stützen, anstatt das Kind zu Pflegeeltern zu geben, und wenn das nur vorübergehend ist."

Der Ärztliche Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm, Jörg Fegert, hat im Auftrag des Familienministeriums Fälle von schweren Kindesmisshandlungen ausgewertet und in einer Expertise die häufigsten Schwachstellen aufgezeigt. So würden sich die Behördenmitarbeiter auf Akten verlassen und sich keinen persönlichen Eindruck von der Familie verschaffen. Es gebe kein "Mehr-Augen-Prinzip", Fehleinschätzungen könnten nicht korrigiert werden; außerdem horteten Zuständige "Geheimwissen", Fallübergaben scheiterten an mangelnder Dokumentation.

Die jüngsten Schicksale getöteter Kinder haben die Behörden immerhin sensibilisiert. Zwar beklagen die Jugendämter zu Recht die dünne Personaldecke, gleichwohl griffen sie im letzten Jahr schneller durch. Das legen zumindest die Zahlen der sogenannten Inobhutnahmen gefährdeter Kinder nahe. 2007 wurden vorsorglich 28 200 Kinder aus den Familien genommen - das waren 8,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Sorgerechtsentzüge durch Familiengerichte wuchs noch deutlicher an - um 12,5 Prozent.

Trotzdem warnt der Leiter des Deutschen Jugendinstituts in München, Thomas Rauschenbach, vor einer Dramatisierung. "Die Zahlen von Kindstötungen durch Misshandlungen sind seit Jahren gleich, im Vergleich zu den 50er und 60er Jahren sogar rückläufig. Das sind alles, wenn auch tragische, Einzelfälle." Zudem könne und dürfe sich der Staat nicht über die Maßen in die Belange der Familien einmischen. "Das Jugendamt sitzt nicht ständig mit am Küchentisch - und das soll es auch nicht."

Quelle: http://www.morgenweb.de/nachrichten/drit...0003519004.html


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Liebe Grüße
Irina


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus

18.12.2008 16:53 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
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Frühes Eingreifen soll Kinder vor Verwahrlosung schützen Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Frühes Eingreifen soll Kinder vor Verwahrlosung schützen

Hebamme kümmert sich um gefährdete Säuglinge



agdeburg ( ddp ). Mit dreieinhalb Monaten wiegt Jessica etwas mehr als 6800 Gramm. " Damit liegt sie noch im oberen Bereich des Normalen ", sagt Susanne Frenzel, " kämen noch 200 Gramm hinzu, wäre die Kleine bereits übergewichtig. " Einmal pro Woche schaut sich die Familienhebamme den Säugling an, wiegt ihn und erklärt seiner Mutter Nancy, wie sie Jessica richtig füttert. " Gib ihr lieber mehr zu trinken, als dass du zu viel Milchpulver ins Fläschen füllst ", rät sie. " Damit nimmt Jessica nur sehr schnell zu, außerdem schadest du ihren Nieren. "

Susanne Frenzel erlebt das Problem der Übersättigung von Babys häufig. Sie ist eine von insgesamt vier Familienhebammen in Magdeburg, die sich um gefährdete Säuglinge kümmern. Seit Beginn des Projekts 2006 hat sie rund 35 Mütter betreut, die meisten von ihnen sind nicht älter als 20, sie haben keinen Schulabschluss. " Für viele dieser Mädchen bedeutet ein Baby zunächst eine Abwechslung von einem doch recht tristen Alltag ", sagt die 30-Jährige. Als wirkliche Aufgabe würden die Kinder jedoch nicht angesehen. Bereits im Alter von drei Wochen sei Brei oftmals schon die Hauptnahrung der Kleinen. " Damit sie nicht so oft schreien ", sagt Frenzel.

Die Familienkompetenz der Mütter zu stärken ist eine Aufgabe der Familienhebammen. Susanne Frenzel beschreibt sich zugleich aber auch als Frühwarnsystem. Wenn das Wohl des Kindes gefährdet scheint, greift sie ein und verständigt das Jugendamt. " In diesem Jahr haben wir in insgesamt 350 Fällen Hausbesuche durchgeführt ", berichtet Detlev Klaus, Leiter des Jugendamtes Magdeburg. Immer mit Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Rund 80 Kinder hätten dabei aus ihren Familien herausgenommen werden müssen und seien zunächst in Heimen oder bei Pflegeeltern untergebracht worden.

" Die Grenze zwischen Beobachten und Eingreifen ist jedoch oft schwer zu ziehen ", sagt Frenzel. Sie habe gelernt, dass es " bis zu einem bestimmten Grad gehen müsse ". Dass eine dreckige, verrauchte Wohnung noch kein Grund sei, ein Kind aus einer Familie zu nehmen. Ihre Erwartungen an die jungen Mütter seien heute im Vergleich zu den ersten Monaten ihrer Tätigkeit viel geringer. " Mein erstes Ziel ist es, überhaupt reingelassen zu werden ", sagt die Familienhebamme. Ein weiterer Fortschritt liege darin, nach einigen Besuchen eine aufgeräumte Wohnung vorzufinden.

Ziel ist Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern

Ihrer Meinung nach muss überforderten Eltern Hilfe nicht nur angeboten, sondern auch gesetzlich verordnet werden. Doch dieser Weg ist im Land nach wie vor nicht geebnet. Zwar können die 27 Familiengerichte im Land seit Mai schon dann eingeschaltet werden, wenn eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt, sagt Klaus. Von den 80 in Magdeburg als akut eingeschätzten Fällen seien zehn vor dem Richter gelandet. " Tendenz steigend. " Das Eingreifen der Justiz sowie die Androhung des Sorgerechtentzugs sei aber die Ultima Ratio. Das erste Ziel ist es immer, die Eltern zu einer Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern zu bewegen.

" Vorerst gestoppt ist in Sachsen-Anhalt allerdings die gesetzliche Verankerung von verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen. Die im Kinderschutzgesetz geplante zentrale Sammlung der Daten von Eltern, die ihr Kind zur Vorsorgeuntersuchung schicken, sei aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht haltbar, lautete die Begründung des Rechtsausschusses des Landtags. Sozialministerin Gerlinde Kuppe ( SPD ) dringt trotz Bedenken auf eine Lösung : Kinderschutz müsse vor Datenschutz kommen. Das Gesetz soll weiter beraten werden.

Wichtiger als die Einrichtung einer zentralen Früherkennungsstelle sei eine Gesellschaft, die überforderte Familien nicht ausgrenzt, sagt Andrea Wegner, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Sachsen-Anhalt. Es sei kein Wunder, dass sich Eltern mehr und mehr auf sich zurückziehen, wenn ständig mit dem Finger auf sie gezeigt würde. " Wir brauchen eine Gesellschaft des Miteinanders, in der alle Kinder willkommen sind ", betont sie.

Susanne Frenzel spricht andere Schritte an, um die Situation von sozial schwachen Familien zu verbessern. " Verhütung ", sagt sie, " ist den Frauen, die oft von, Hartz IV’ leben, einfach zu teuer. " Die Hebamme versteht deshalb nicht, warum Kommunen die Kosten für Pille oder Spirale bei Erwerbslosen nicht übernehmen. " Außerdem wünsche ich mir mehr Kolleginnen ", sagt sie. Die Voraussetzungen dafür bestehen :

Sozialministerin Kuppe kündigte im November an, die Zahl der bisher 32 Familienhebammen zu erhöhen.

Quelle: http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichte...&em_cnt=1247896


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Lobby für junge Mütter Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Lobby für junge Mütter

In Dorsten nimmt Anfang des nächsten Jahres ein zweites Mutter-Kind-Haus seine Arbeit auf. Persepktive als Träger will laut Konzept Frauen langsam an ihre neue Verantwortung heranführen


Dorsten. Kindmütter – selbst oft in ihrer Entwicklung noch gar nicht ausgereift, aber bereits mit einem Baby auf dem Arm – werden in Zukunft in Dorsten eine recht große Lobby bekommen. Nachdem der Wohngruppenverband der Caritas in der letzten Woche die Betriebserlaubnis bekam, sein Angebot im Mutter-Kind-Haus von bisher 14 auf 28 Plätze zu verdoppeln, wird Anfang des Jahres ein zweites Haus in der Lippestadt seine Arbeit aufnehmen. Die Erziehungshilfen GmbH Perspektive hat für diesen Zweck ein dreistöckiges Wohnhaus An der Molkerei angemietet. Auf über 600 Quadratmetern sollen dort ab 9. Januar in erster Linie junge Mütter mit ihren Kindern, aber auch ältere Mütter sowie Kinder unter drei Jahren, die aus ihrer Familie heraus genommen wurden, eine Unterkunft finden.

Perspektive-Geschäftsführerin Hildegard Overfeld: „In unserem Haus wird es nicht Intention sein, die jungen Mütter ganz schnell fit zu machen für ein Leben mit Kind. Die jungen Mädchen sollen auch nicht in ihren Bedürfnissen einzig und allein über ihre Mutterrolle definiert werden. Unsere Absicht ist es eher, der jungen Mutter, die oft in ihrer Entwicklung noch gar nicht soweit ist, die Chance geben, nachzureifen. Sie soll nicht – und kann oft gar nicht – sich nur ums Kind kümmern. Auch ihre eigenen Probleme, Wünsche und Sorgen sollen in den Blickwinkel genommen werden. Gleichzeitig muss natürlich sicher gestellt sein, dass das Baby adäquat versorgt wird.”

Dazu hat sich Perspektive ein vier-Phasen-Modell überlegt, das in dem Haus – geleitet von der Dorstener Diplom-Wissenschaftlerin Susanne Selting (49) – umgesetzt wird.

In der ersten Phase (Intensivbetreuung) werden die aufgenommene Mutter und ihr Kind räumlich getrennt. Das Baby wird rund um die Uhr von einer Kinderkrankenschwester versorgt, die Mutter darf sich an der Versorgung beteiligen – muss es aber nicht. Overfeld: „Hintergrund ist, dass viele junge Mütter sich ein Baby wünschen, um endlich eine Familie zu haben, die ihnen bislang nicht geboten wurde. Emotional sind die Mütter aber gar nicht in der Lage, ihrem Baby das zu geben, was es braucht. Wir wissen, dass die räumliche Trennung von Mutter und Kind ein harter Schnitt ist. Aber dadurch, dass wir ihn hier an dieser Stelle für jede Mutter machen, ist es auch eine Chance für die Frauen, zur Ruhe zu kommen. Wir können sie dann langsam, Schritt für Schritt, an die Aufgaben heranführen, die auf sie zukommen.” So ist für die jungen Mütter die Teilnahme an Gruppengesprächen, an Mutter-Kind-Aktionen, etc. verpflichtend.

Wenn sich die Mutter auf ihr Kind einlässt, kann sie in Phase 2 mit dem Kind ein gemeinsames Zimmer beziehen, das Baby selbst betreuen und versorgen. Eine Mitarbeiterin steht ihr dabei zur Seite, ein Babyphone überwacht die Mutter-Kind-Beziehung Tag und Nacht.

Phase 3 stärkt Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Mutter gegenüber ihrem Kind, das Babyphone wird aus dem Zimmer entfernt, eine Mitarbeiterin ist aber nach wie vor ansprechbar. Die Mütter dürfen jetzt auch mit ihrem Kind alleine spazieren gehen.

Hat sich die Mutter-Kind-Beziehung angemessen entwickelt und stabilisiert, können Mutter und Kind in Phase 4 in ein Appartement innerhalb des Hauses ziehen. Die Bezugsbetreuerin berät die kleine Familie bis zur endgültigen „Abnabelung weiter.”

Weiteres Standbein im Perspektive-Haus ist die so genannte Babyschutzstelle. Persektive, die im Erziehungshilfen-Bereich seit Jahren bereits Kinder in Pflegestellen vermittelt, schafft hier mit vier Plätzen die Möglichkeit, unter Dreijährige nach einer Herausnahme aus der Ursprungsfamilie für einen auf drei bis sechs Monate begrenzten Zeitraum aufzunehmen.

Das Leistungsangebot sieht neben der 24-Stunden-Betreuung auch die medizinische Versorgung, Diagnostik, Einleitung von notwendigen Therapien, Begleitung von Besuchskontakten der leiblichen Eltern oder die Vermittlung in Pflegefamilien vor.
Ein Rundum-Paket

Offiziell startet das Perspektive-Haus am 1. März, eine Belegung kann aber ab 9. Januar bereits erfolgen. Ansprechpartnerinnen sind Perspektive-Geschäftsführerin Hildegard Overfeld ( 02362 / 63 29 3) und Leiterin Susanne Selting (E-Mail: susanne.selting@t-online.de).

In der Intensivgruppe hält die Einrichtung 14 Plätze (7 für Mütter, 7 für Kinder) vor. Als Regelangebot (nach der Intensivbetreuung) stehen zwei Appartements und zwei Wohnungen mit insgesamt zwölf Plätzen bereit. In der Babyschutzstelle können vier Kinder aufgenommen werden.

Mitarbeiter (zum Teil auf Abruf / Honorarbasis) sind neben der Dipl. Wissenschaftlerin Susanne Selting als Leiterin noch Dipl. Sozialpädagoginnnen bzw -arbeiterinnen, Erzieherinnen, Kinderkrankenschwester, Kinderpflegerinnen, Hauswirtschaftskraft, Hausmeister.

Ebenfalls im Haus An der Molkerei wird die Verwaltung der Perspektive GmbH demnächst untergebracht. Zudem sollen dort auch noch Tagungsräume für die Arbeit in der Erziehungshilfe (z. B. für regelmäßige Gespräche mit Pflegeeltern) eingerichtet werden.

Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/stae...709/detail.html


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20.12.2008 11:00 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
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Bundesfamilienministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ein Netz für Kinder

Surfen ohne Risiko?

Ein praktischer Leitfaden für Eltern und Pädagogen

http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Re...de,rwb=true.pdf



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21.12.2008 07:36 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Es war einmal im wilden Netzwesten Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Es war einmal im wilden Netzwesten

Philipp Müller, sechsunddreißig, hat am Morgen eine neue Freundin gefunden. Im Internet. Sie heißt Vanessa, sie ist elf Jahre alt, und Müller kennt auch ihren Nachnamen und ihren Wohnort. Er hat Fotos von ihrer Familie und von ihren Freunden gesehen, er weiß, welches ihre Hobbys sind, welches ihr Lieblingsfilm ist und dass sie gerade verliebt ist. Er weiß, welche Schule sie besucht, er hat herausgefunden, in welcher Straße sie wohnt - und er kennt damit auch ihren Schulweg. Vanessa hingegen weiß praktisch gar nichts über Philipp, schon gar nicht, dass er ein erwachsener Mann ist. Für sie, denn das hat er bei der Registrierung auf der Schülertreff-Website Spickmich.de behauptet, ist er ein Schüler der fünften Klasse.

Ihren Namen, ihre Schule und ihre Hobbys hat Vanessa selbst auf der Seite von Spickmich hinterlassen, die Adresse hat Müller aus dem Telefonbuch. Und es ist ein Glück für Vanessa, dass sein virtuelles Rollenspiel keinem finsteren Plan dient, sondern der Vorbereitung auf ein Mainzer Symposion, bei dem der ZDF-Redakteur Müller eine Moderation übernommen hat. „Ach wie gut, dass jeder weiß“ heißt die Veranstaltung, und sie befasst sich mit dem „Datenouting“, das Millionen kleine und größere Vanessas freiwillig in Online-Communities wie Facebook, StudiVZ oder eben auch Spickmich betreiben - mit unabsehbaren Folgen.

Achtundsechzig Prozent aller Deutschen zwischen vierzehn und neunzehn Jahren verbringen laut einer Studie der ZDF-Medienforschung regelmäßig Lebenszeit in solchen sozialen Netzwerken des Internets, die ihnen natürliches Mittel der Kommunikation sind. Drei Viertel aller Jugendlichen haben bereits Fotos oder Filme von sich ins Netz gestellt, sechsundvierzig Prozent Fotos oder Filme, die Familie, Freunde oder Bekannte zeigen. Darüber, wie viele von jenen zuvor gefragt wurden und ihre Erlaubnis erteilt haben, liegen keine Zahlen vor.

Irritierende Offenherzigkeit

Viele Eltern muss die Offenherzigkeit, die diese neue Jugendkultur auszeichnet, irritieren. Eine Generation, der vor zweiundzwanzig Jahren die an der Haustür klingelnden Herrschaften mit den Volkszählungs-Fragebögen als Abgesandte des Teufels erschienen, muss mitansehen, wie der eigene Nachwuchs die Welt fröhlich über sein Freizeitverhalten oder seine sexuellen Präferenzen informiert. Wobei „mitansehen“ auf die wenigsten Familien zutrifft, da in der Regel die Eltern gar nicht genau wissen, was ihre Kinder im Netz so treiben.

Seit jeher suchen sich Jugendliche von den Erwachsenen abzugrenzen durch eigene Mode, Sprache und Kultur; nie aber schien der Versuch der Eltern, an der Lebenswelt ihrer Kinder teilzuhaben, so aussichtslos wie angesichts des digitalen Grabens, der zwischen den Generationen klafft, zwischen jenen, die über die Jahre den Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen und mit E-Mails erlernt haben, und den „Digital Natives“, deren Vorstellungskraft es übersteigt, dass es einst ein Dasein ohne DSL gab. Wie übt man als Erziehungsberechtigter und -verpflichteter seine Rolle aus, wenn die, die herangebildet werden sollen, einen uneinholbaren Wissensvorsprung haben?

Jeder Vierte kennt Internet-Mobbing

Technische Fertigkeiten allerdings sind das eine, Lebenserfahrungen das andere, weit essentiellere - und solche machen manche jungen Netzwerker früher, als ihnen lieb ist. Achtunddreißig Prozent von ihnen berichten von Ärger mit durch Dritte eingestellten Privatfotos, fünfundzwanzig Prozent kennen Fälle von Internet-Mobbing oder wurden selbst zum Opfer. So wie die Zwölftklässlerin Chantal aus Opladen, die miterleben musste, wie bei der Seite SchülerVZ jemand unter ihrem Namen ein Hitler-Bild veröffentlichte, böse Gerüchte verbreitete und schließlich eine regelrechte Chantal-Hassseite einrichtete. Bis SchülerVZ nach Chantals Beschwerde die Seite löschte, vergingen - auch weil ein Wochenende dazwischenlag - vier Tage. Der Täter wurde nicht gefunden, obgleich Chantal sich mit ihrem USB-Stick zur örtlichen Polizeiwache begab. Leider, so erzählt Chantal, „hatten die Computer dort keine USB-Anschlüsse“.

Der eigenen Popularität scheinen die Plattformen nicht gewachsen. Grobe Mängel in der Datensicherung bescheinigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts nahezu allen Anbietern. Die Netzwerke, sagt der Kaiserslauterer Informatikprofessor Hendrik Speck, befänden sich eben noch in ihrer „Wildwestzeit“. Eine Entschuldigung ist das nicht, gerade angesichts des Erfassungswahns, mit dem ein normales Netzwerk gemäß Specks Zählung sechsundneunzig verschiedene Informationen über seinen Nutzer sammelt - von persönlichen Daten bis zum Browser, mit dem er sich ins Netz begibt. Dagegen wirken die Volkszählungsbögen von 1987 mit ihren achtzehn Punkten und selbst der von Speck präsentierte Stasi-Erfassungsbogen mit achtundvierzig Fragen geradezu diskret. Zu allem Übel fordern die Voreinstellungen angehenden Netzwerkern bei der Registrierung die größtmögliche Offenheit ab; wer mehr Privatsphäre möchte, muss die Einstellungen erst ändern. So flottiert eine Vielzahl persönlicher Daten durchs Netz, wird kopiert, verkauft und ist praktisch nicht mehr zu löschen.

Zwanzig Jahre alte Gesetze

Bei der kleinen ZDF-Plattform tivi.de müssen die Eltern die Registrierung ihrer Kinder per Fax bestätigen. Eine Praxis, die für mehr Sicherheit sorgt, das Ganze für die jungen Surfer gleichwohl weniger reizvoll macht - suchen sie doch gerade den von den Eltern unkontrollierten Raum. Für Plattformen, die auf eine größere Reichweite zielen, wäre dies kaum praktikabel: Ihren Zulauf verdanken sie möglichst niedrigen Hürden. Zudem, argumentiert der Spickmich-Vertreter Thorsten Feldmann, würde die Zahl der erhobenen Daten durch eine Fax-Registrierung noch vervielfacht, wo doch die Plattformen zur „Datensparsamkeit“ angehalten seien. Tatsächlich, so bestätigt der Kasseler Medienrechtler Alexander Roßnagel, stehe ein Netzwerkbetreiber rechtlich um so besser da, je weniger er sich um die Inhalte kümmere.

Auch aus diesem Grund sieht Roßnagel den Gesetzgeber in der Pflicht: „Das geltende Recht ist nicht für die Plattformen gemacht. Es ist zwanzig Jahre alt, da hat noch kein Mensch ans Internet gedacht.“ Dabei böten schon die bestehenden Gesetze womöglich Hebel für eine radikale Durchsetzung des Jugendschutzes: Wer beschränkt geschäftsfähig ist, und das sind Menschen unter achtzehn Jahren, der darf eigentlich keinen Vertrag abschließen - genau das aber geschieht bei der Registrierung in einem sozialen Netzwerk. Doch Verbote, darüber sind sich alle Teilnehmer des Symposiums einig, sind noch nie das richtige Mittel im Umgang mit Jugendkulturen gewesen.



Quelle: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868...n~Scontent.html

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31.01.2009 06:49 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Gute Seiten - schlechte Seiten: was macht mein Kind im Netz? Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Gute Seiten - schlechte Seiten: was macht mein Kind im Netz?

- Safer Internet Day am 10. Februar: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises lädt zu Infoabend ein / Theaterstück -


Was macht mein Kind im Internet? Was ist Second Life und wen treffen Jungen und Mädchen bei Schüler-VZ oder in einer anderen Online-Community? Für Eltern wird es immer schwerer, den Überblick zu behalten. Und viele Jugendliche, die unbeaufsichtigt im weltweiten Netz surfen, sind oft ebenfalls unsicher. Wo darf ich weiterklicken - und was lasse ich besser bleiben? Um dieses Thema geht es beim Safer Internet Day, der auf Initiative der EU in vielen Ländern jeweils am zweiten Dienstag im Februar stattfindet.

Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf beteiligt sich am 10. Februar mit zwei Veranstaltungen. Ein Informationsabend für Eltern und andere Interessierte findet im Familienzentrum Freckenhorst, Kindergarten St. Josef, Im Winkel 3, statt. Beginn ist am Dienstag um 19.30 Uhr. Referent Sebastian Mailahn gibt Auskünfte über für Kinder empfehlenswerte Internet-Seiten und nennt auch solche, die sie meiden sollten. Allgemeine Schutzempfehlungen sowie Straftatbestände im Internet sind weitere Themen. Mit kurzen Spielen und Gruppenarbeit werden die Informationen anschaulich vertieft.

"Ganz schön blöd" - so heißt das Theaterstück für Jungen und Mädchen im Grundschulalter, das ebenfalls am 10. Februar für alle Klassen der Nikolausgrundschule in Sassenberg gezeigt wird. In dem Stück des Vereins Zartbitter geht es darum, wie sich Kinder vor Gewalt und sexuellem Missbrauch speziell im Internet und in anderen Medien schützen können. Zartbitter e.V. will mit seinem Theaterstück bei aller Ernsthaftigkeit des Themas mit Lebensfreunde und Witz die Widerstandskraft von Kindern gegen sexuelle Ausbeutung in den neuen Medien stärken.

Die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Familien will das Jugendamt des Kreises mit verschiedenen Angeboten stärken. So gab es dazu 2008 zwölf Info-Veranstaltungen des Jugendamtes. Der Kinderschutzbund, Kreisverband Warendorf, unterstützt den Kreis bei dieser Arbeit. So findet am 11. März um 20 Uhr ein Informationsabend zum Thema "Computer, PC-Spiele, Internet und Kinder?" statt. Anmeldungen unter Tel. 0 23 82/ 704 28-08 oder E-Mail: dksb-warendorf@ahlencom.biz.

Termine für weitere Elternabende können beim Kreis Warendorf, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Tel. 0 25 81/53-5252, abgesprochen werden. Dort sind auch weitere Informationen erhältlich.

Der Safer Internet Day wird in Deutschland von der Initiative Klicksafe organisiert. Diese hält Informationen über das Verhalten im Internet und über gute und schlechte Seiten bereit.

www.klicksafe.de



Quelle: http://www.kreis-warendorf.de/w1/16188.0...%5BbackId%5D=45

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06.02.2009 16:13 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinderschutzbund kritisiert Forderung nach zweitem kostenlosen Kita-Jahr Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinderschutzbund kritisiert Forderung nach zweitem kostenlosen Kita-Jahr

Der Kinderschutzbund kritisiert die CDU-Forderung nach einem zweiten kostenlosen Kita-Jahr.


Die Vorsitzende des Bundes, Kristin Drechsler, sagte, es sei sinnvoller das Geld direkt in die Betreuung der Kinder zu investieren. Das kostenlose Jahr würde nur einem Teil der Eltern nützen. Der CDU-Vorschlag würde nur mittelständischen Familien helfen. Denen würde die Entlastung zwar auch gut tun, ärmere Familien würden aber nicht profitieren. Für die übernehme sowieso das Jugendamt die Kitagebühren. Prinzipiell sei es zwar gut die Eltern zu entlasten. Im Moment sei es aber wichtiger die Bildung der Kinder zu verbessern. Dafür seien zum Beispiel mehr Betreuerinnen nötig. Der Finanzausschuss hat am Wochenende dem CDU-Vorschlag für ein kostenloses zweites Kita-Jahr zugestimmt. Ob der Entwurf vom Stadtrat verabschiedet wird ist aber unklar, da Linke und SPD den Vorschlag ablehnen.

Quelle: http://mephisto976.uni-leipzig.de/nachri...-kita-jahr.html



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10.02.2009 10:29 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
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Kinder sicher im Internet Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinder sicher im Internet

Kampagnen klären über Gefahren im Netz auf

Hallo, wo wohnst Du eigentlich?" Halt! heißt es bei dieser Frage im Chat. "Begebt Euch nicht in Gefahr, indem Ihr Fremden alles über Euch erzählt", rät Bastian Schweinsteiger. Der Fußball-Profi klärt in einem Spot über die Gefahren im Netz auf - einer der Kampagnen von Polizei, Verbraucherschützern und Computerexperten zur EU-Initiative "Safer Internet Day 2009", die heute in 40 Ländern stattfindet.



Chatten, posten, Nicknames. Für Kinder, wie diese Mädels im Alter von zehn Jahren, ist das alles längst kein Problem mehr. Werden sie doch mit dem Computer groß ...

"Komm', wir gehen mal in den Chat."
"Ja, wie heißt Du denn?"
"Ich hab' mich 'Sternchen99' genannt."
"Cooler Name."

... meist dauert es nicht lange, bis die jungen Userinnen eine Antwort bekommen: "Hallo, wo wohnst Du eigentlich?" "Halt" - heißt es in dem Video der Polizei. Der Ratschlag kommt vom Fußballplatz:

"Hi, ich bin Bastian Schweinsteiger. Ich weiß, beim Chatten geht's manchmal ganz schön krass zu. Begebt Euch nicht in Gefahr, indem ihr Fremden alles über Euch erzählt."

"Wir haben Prominente gewinnen können, die für uns werben",

sagt Rita Salgmann, leitende Beamtin im Landeskriminalamt Niedersachsen.

"Bastian Schweinsteiger, der auf das sichere Chatten hinweist durch einen ganz netten Spot. Also auch das sind Sachen, um dann ganz einfach Jugendliche anzusprechen - weil diese Prominenten vielleicht doch eine höhere Durchschlagskraft haben als die eigenen Eltern, die doch häufiger mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen."

Unter der Adresse "polizei-beratung.de" gibt der Fußballstar Tipps im Umgang mit Chatforen, denn Gefahren lauern auch hier:

"Chatte am Anfang nicht allein. Und such' Dir ein Chat, in dem jemand aufpasst. Das absolut Wichtigste ist aber: Triff' Dich nicht mit den Leuten aus dem Chat und schicke ihnen keine Bilder."

"Es gibt eigentlich einen Satz, bei dem alle hellhörig werden müssen. Der lautet: 'Bist du allein zu Hause?' Da muss man schon fragen, warum ist das so wichtig an dieser Stelle? Ansonsten sind die Kontaktaufnahmen gerade im pädophilen Bereich sehr fließend.

Wobei man aber auch sagen muss, die Schüler - gerade wenn sie jetzt so 13, 14 sind in dem Alter - erkennen das. Sehr viele sind dabei, auch das wird geschildert, die gehen dieses Risiko bewusst ein, gerade vielleicht auch Mädels, um auch zu sagen: Mal schauen, was da noch kommt."

Besonders bedrohlich, jedenfalls aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen, sind die Abzocker im Internet. Ilsemarie Niessen von der Verbraucherzentrale kennt die ganzen Drohbriefe von Inkasso-Unternehmen und Rechtsanwaltskanzleien, die an unsere Kinder adressiert werden. Dabei beginnt es meist sehr harmlos.

"Also sie befinden sich ja häufig in irgendwelchen Chaträumen, ICQ und so weiter. Und da werden sie immer wieder auf Links gestoßen: 'Bist du mit dem Sänger von Tokio Hotel verwandt?' zum Beispiel. 'Dann gehe doch mal auf diese Seite!' Dann klicken die sie an. 'Und Du kannst auch noch einen I-Pod gewinnen' oder ein Handy der neuesten Klasse - irgendwas. Und dann sind die Kinder bereit, ihre Daten einzugeben.

Und dann steht unten im Kleingedruckten: 'Jetzt bist Du Mitglied' oder hast einen 'Vertrag von 12 oder 24 Monaten zum Preis von 9,60 Euro im Monat' - wie auch immer."

435.000mal wurde "DeinDing" - die Jugendseite der Verbraucherzentrale - im vergangenen Jahr angeklickt. Jugendliche, die von Internetabzockern bedroht werden, können sich hier Rat und Hilfe holen. Und Ilsemarie Niessen ist eine von zwei Mitarbeiterinnen, die online im Chat helfen, wie und wo es nur geht.

"Und wir haben gesehen: Wann haben die Kinder gepostet? Mitten in der Nacht. Die konnten nicht schlafen, weil große Rechnungen zu ihnen ins E-Mail-Postfach kamen, und weil sie es ihren Eltern nicht sagen mochten. Weil die Eltern sagen: 'Klickst Du irgendwas an, dann kriegst Du Internetverbot.'

Und heutzutage kein Handy als Jugendlicher zu haben oder nicht ins Internet gehen zu können, das geht gar nicht bei den Jugendlichen."

Nicht antworten, schon gar nicht zahlen, so die Empfehlung der Verbraucherzentrale. Personen unter 18 dürfen nämlich keine Verträge via Internet abschließen. Damit sich die Kinder im Internet nicht verlieren, gibt es für besorgte Eltern sogar Hilfe vom Computer selbst.

Sogenannte "Zeitwächter" sind Programme, die den Zugang zum Rechner begrenzen. Zum Beispiel frühestens ab 9 Uhr - nicht nach 21 Uhr. Und maximal zwei Stunden am Tag.

"Beispielsweise um zu reagieren, wenn die schulischen Leistungen abfallen",

sagt Axel Kossel von der Computerzeitschrift c't - selbst Vater von zwei Jugendlichen.

"Da muss man allerdings aufpassen, dass man nicht überreguliert, dass man nicht zu hart und zu kurze Zeiten vorgibt. Weil sonst kommt es schnell zu einer Abwehrhaltung, zu einem Wettkampf: Wer trickst wen besser aus? Und das ist dann vielleicht ganz interessant, aber nicht im Sinne der Erziehung."

Mit Programmen wie "KidsWatch", "Kindersicherung 2008" oder "WinTimer" lassen sich Zeitfenster für die Computernutzung bestimmen. Nach einer Umfrage des Marktforschungsinstituts "Tfactory" klicken 60 Prozent der Jugendlichen auch schon mal auf Pornoseiten. Mit sogenannten Internet-Filtern lassen sich jugendgefährdende Inhalte verbergen. Die Filter arbeiten allerdings nicht hundertprozentig

" … und alle Maßnahmen, die sie jetzt auf der technischen Seite ergreifen, müssen sie natürlich mit den Kindern durchsprechen. Und müssen mit den Kindern auch abklären, warum sie dies tun, wo die Gefahren im Internet liegen. Das muss einfach besprochen sein.

Und das muss den Kindern auch klar sein, weil diese Programme sonst gar nichts nützen. Dann gehen die Kinder zu den Nachbarn oder irgendwo sonst hin, wo die Kinder unbeobachtet und unkontrolliert das Internet nutzen können, und man hat als Eltern überhaupt keinen Einfluss."

Service

EU-Initiative "Safer Internet Day 2009"
www.klicksafe.de

Merkblätter, Broschüren und Internetberatung der Polizei
www.polizei-beratung.de

Bundesprüfstelle für jugendgefährdenden Schriften
www.bundesprüfstelle.de

Chatten ohne Risiko / Leitfaden für Eltern und Pädagogen
www.jugendschutz.de

Eltern-Medien-Trainer
www.medienkompetenz.polizei-beratung.de

Verbraucherzentrale: Internet-Abzocke bei Jugendlichen
www.deinding.vzniedersachsen.de



Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/916831/

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13.02.2009 06:04 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Bundesregierung will Rechte und Schutz von Kindern und Jugendlichen stärken Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Bundesregierung will Rechte und Schutz von Kindern und Jugendlichen stärken

Die Bundesregierung will den Kinder- und Jugendschutz erheblich ausweiten und hat dazu den Entwurf eines Kinderschutzgesetzes auf den Weg gebracht, der am 21.01.2009 im Kabinett beschlossen wurde. Damit setze die Regierung die Beschlüsse der beiden Kinderschutzgipfel um, heißt es in einer Mitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 18.02.2009. Der Gesetzentwurf sehe unter anderem vor, dass das Jugendamt bei Vorliegen gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung künftig verbindlich in die Pflicht genommen wird, das Kind und in der Regel auch dessen persönliches Umfeld in Augenschein zu nehmen, um sich einen unmittelbaren Eindruck von Kind und Eltern zu verschaffen.

Befugnisnorm für Weitergabe von Daten an das Jugendamt schaffen

Meist nähmen Kinderärzte Anhaltspunkte für die Gefährdung eines Kindes wahr. Bislang befürchteten diese oft, sich wegen eines Bruchs ihrer Schweigepflicht strafbar zu machen, wenn sie dies dem Jugendamt meldeten. Damit der Datenschutz den Kinderschutz nicht behindere, solle nach dem neuen Gesetz für Berufsgeheimnisträger (etwa Ärzte) bei der Abwägung zwischen Schweigepflicht und Kinderschutz eine bundeseinheitliche gesetzliche Befugnisnorm außerhalb des Strafrechts geschaffen werden. Diese würde klarstellen, wann und unter welchen Bedingungen Ärzte und andere Berufsgruppen, die Kinder und Jugendliche erziehen, betreuen oder ausbilden, Daten an das Jugendamt weitergeben dürfen.

Bisher Informationsverlust durch «Jugendamts-Hopping»

Beim Wohnortwechsel sollen künftig dem neuen Jugendamt alle Informationen übermittelt werden, die es zur Weitergewährung der Hilfe und zur Wahrnehmung seines Schutzauftrages benötigt. Denn bei der Auswertung von Kinderschutzfällen habe sich gezeigt, so das Familienministerium, dass dem Jugendamt wesentliche Informationen verloren gingen, wenn Eltern umzögen. Wollten sich Eltern bewusst dem Kontakt mit dem Jugendamt entziehen, könnten sie dies bislang allzu leicht im Wege des «Jugendamts-Hopping» tun. Der Hausbesuch durch Mitarbeiter des Jugendamtes solle als verbindlicher Standard gesetzlich normiert werden.

Kontaktaufnahme zu den Eltern

Das Gesetz sieht zwei Stufen für die Kontaktaufnahme zu den Eltern vor. Auf der ersten Stufe sollen der Arzt oder ein Berater, dem die Eltern vertrauen, den Zugang zu Hilfeangeboten öffnen und das Gespräch mit den Eltern suchen. Nur wenn durch die Kontaktaufnahme mit den Eltern der Schutz des Kindes in Frage gestellt würde, gehe der Schutz des Kindes vor und auf die Kontaktaufnahme müsse verzichtet werden, so das Ministerium. Soweit Berufsgeheimnisträger externe Fachberatung in Anspruch nehmen wollten, um ihren Verdacht auf eine Gefährdung des Kindeswohls zu klären, schaffe der Gesetzentwurf ebenfalls dafür die rechtliche Grundlage. Könnten oder wollten die Eltern erforderliche Hilfen nicht annehmen oder erfordere die Situation ein unmittelbares Tätigwerden, so dürften zum Beispiel der Arzt oder Lehrer das Jugendamt ohne Zustimmung der Eltern informieren. Darüber würden die Eltern laut Gesetz - zumindest nachträglich - informiert (zweite Stufe).

Erweitertes Führungszeugnis für kinder- und jugendnah Beschäftigte

Für kinder- und jugendnah Beschäftigte ist ferner geplant, ein mit Blick auf den Kinder- und Jugendschutz erweitertes Führungszeugnis einzuführen, das Auskunft über einschlägige strafrechtliche Verurteilungen gibt. Zeitgleich mit der Verabschiedung des Kinderschutzgesetzes soll außerdem das Bundeszentralregistergesetz entsprechend geändert werden.



Quelle: http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?...uell&from=HP.10

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Gut gemeint, aber wirkungslos?

Der Kampf der Bundesregierung gegen Kinderpornografie im Internet

Das Internet hat der Kinderpornografie völlig neue Vertriebswege zum pädophilen Kunden ermöglicht. Der Markt für derlei Perversionen wächst zudem täglich, die Opfer werden jünger, die Taten immer brutaler. Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen will nun einschlägige Internetseiten blockieren und stößt damit nicht nur auf Unterstützung.



"Wir tolerieren nicht, dass man das Pfählen, das Schänden, das Abstechen, das Vergewaltigen von Kindern in Bildern zeigt in Deutschland!"

Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen schreckt nicht davor zurück, deutliche zu Worte zu finden, um zu beschreiben, was tagtäglich im Internet vonstatten geht: der massenhafte Austausch von kinderpornografischen Fotos und Videos. Und doch dürften die Worte weit zurückstehen hinter dem, was Kindern an Grausamkeiten angetan wird.

Experten sind sich einig: Die Taten werden immer brutaler, die Opfer immer jünger. Die britische "Internet Watch Foundation" stellte im Jahr 2007 fest: 43 Prozent der dargestellten Opfer sind jünger als sechs Jahre, zehn Prozent sogar nicht einmal zwei Jahre. Zahllose Kinder und Säuglinge werden vor laufender Kamera gequält und vergewaltigt, um einen millionenschweren und immer weiter wachsenden Markt der Perversionen zu bedienen. So hat das Bundeskriminalamt zuletzt innerhalb nur eines Jahres eine Verdopplung der Verbreitung von Kinderpornographie im Internet festgestellt. Und das, worauf das BKA stößt, dürfte nur die Spitze eines Eisbergs sein.

Dieser Entwicklung einen Riegel vorzuschieben, ist das erklärte Ziel der CDU-Ministerin von der Leyen. In Zukunft sollen die Täter, Händler und Konsumenten nicht nur aufgespürt und bestraft werden. Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt sollen zukünftig blockiert werden können. Vorbild für diese Maßnahme sind die skandinavischen Länder, aber auch Großbritannien, die Schweiz, Italien und Kanada. Das Bundeskriminalamt soll dazu befugt werden, nicht nur tagtäglich das Internet zu durchforsten, sondern auch eine Liste der einschlägigen Seiten zusammenzustellen. Die Internet-Service-Provider sollen diese dann sperren.

Schon in wenigen Monaten soll nach den Plänen von der Leyens die erste Kinderporno-Seite blockiert werden. Auf dem Bildschirm eines Nutzers, der versucht, eine entsprechende Adresse anzusteuern, erscheint dann ein Stopp-Schild mit der Information, dass es sich hierbei um illegale Inhalte handelt. Doch die freiwillige Vereinbarung mit den Internet-Providern dazu ist noch nicht unterzeichnet. Erst letzten Freitag blieb ein Treffen der Arbeitsgruppe ohne Ergebnis. Noch immer ist unklar, wie viele Provider sich letztendlich beteiligen. Denn es gibt schwerwiegende Zweifel, inwiefern das Projekt überhaupt sinnvoll ist. Kritiker bemängeln: Es fehle eine rechtliche Grundlage. Und: Die geplante Zugriffs-Sperre ist nach Einschätzung von Experten völlig wirkungslos, weil problemlos zu umgehen.

Das liegt an der Funktionsweise des Internets. Das Internet wurde bewusst so aufgebaut, dass eine Nachricht auf jeden Fall ihr Ziel erreicht, auch wenn Einzelleitungen innerhalb des Netzes gestört oder überlastet sind. Um den Transport einer Nachricht zu gewährleisten, wird sie in viele Datenpakete zerstückelt, die erst am Ziel wieder zur kompletten Nachricht zusammengesetzt werden.

Die Pakete nutzen im Netz die Wege, die gerade frei sind. So kann das Internet bei hoher Belastung zwar langsamer werden, aber niemals verstopfen. Für die sichere Ankunft der Datenpakete sorgt deren Adressierung. Alle Server an den Kreuzungspunkten des weltweiten Netzes arbeiten nach dem sogenannten "Transmission Control Protocol/Internet Protocol", kurz TCP/IP.

Gibt man in seinem Computer den Namen einer Seite ein, wandelt ein sogenannter "Domain-Name-Server" Namen in IP-Adressen. Das sind vier bis zu dreistellige Zahlen, jeweils durch einen Punkt getrennt. Welcher Namen zu welcher IP-Adresse gehört, erfährt der Server im sogenannten "Resolver", dem täglich aktualisierten Adress-Verzeichnis des jeweiligen Internetdienstleisters. Ist dort der Name gesperrt, endet hier bereits die Suche nach der verbotenen Seite. Keine Antwort an den "Domain-Name-Server", kurz DNS, und der sendet auch keine Anfrage ans Internet.

Trotzdem besitzt die verbotene Kinderpornoseite immer noch ihre aus den vier Zahlen bestehende, weltweit einmalig vergebene IP-Adresse. Die Seite wäre demnach erreichbar, wenn man statt des Namens einfach die Ziffern eingeben würde. Für die Organisation der deutschen IP-Adressen und für die Namensvergabe ist das "Deutsche Network Information Center" DENIC in Frankfurt am Main verantwortlich und dort Peter Koch:

"Als Beispiel für die Umgehung dieser sogenannten DNS-Sperre bietet sich an, dass ein potentieller Konsument, statt den sogenannten Resolver des Internetproviders zu benutzen, entweder einen eigenen nutzt, der diese Sperrliste überhaupt nicht kennt und entsprechend auch nicht reagieren kann oder irgendeinen der im Internet frei verfügbaren Resolver nutzt, der auch diese Sperrliste nicht einsetzt und dann eben ohne Umwege das Ziel erreichen kann. Das kann jeder Internetnutzer mit einer gewissen technischen Kenntnis selber ändern."

Eine DNS-Sperrung wäre also vergleichbar mit einer aus einem Telefonbuch herausgerissenen Seite. Alle auf dieser herausgerissenen Seite verzeichneten Teilnehmer bleiben trotzdem nach wie vor erreichbar.

Darüber hinaus gibt es Programme, mit deren Hilfe man nicht nur gesperrte Seiten wiederfinden kann, sie garantieren Internet-Surfern außerdem völlige Anonymität. In Bielefeld sitzt der "Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs", "Foebud". Dort demonstriert der Journalist und Aktionskünstler "Padeluun" das aus privaten Rechnern bestehende Netzwerk "TOR". Das ist ein Verschlüsselungs- und Anonymisierungsdienst:

"TOR ist ein Netzwerk von Rechnern. Da gibt's ein paar hundert, weltweit verteilt. Und wenn ich jetzt eine Verbindung über den Browser aufbaue, dann geht das nicht direkt dahin, sondern zu einem ersten Server im TOR-Netzwerk, von da zu einem zweiten Server im TOR-Netzwerk, dann zu einem dritten Server, und erst von dort aus gehen unverschlüsselte Daten zum Ziel-Server. Der Hintergrund dabei ist: Die können meine IP-Nummer nicht mitbekommen, sondern denken, da kommt jetzt jemand aus Rumänien, aus Kanada oder aus Großbritannien. Das heißt: Damit bin ich anonymisiert! Überall da, wo ich recherchieren will, ohne dass klar ist, wer ich bin und anonym mal hier rumblättere, dafür ist das hervorragend geeignet."

Die eigene IP-Adresse, an der man normalerweise erkennen kann, aus welchem Land und welcher Stadt ein Rechner gerade eine Verbindung aufnimmt, ändert sich im Zehn-Minuten-Takt. Die verschlüsselten Inhalte könnte man nur dann kontrollieren, wenn es gelänge, die Server des gesamten Netzes in allen Ländern gleichzeitig zu überwachen. Das ist zurzeit höchst unwahrscheinlich.

"Ich sehe hier meine eigene IP-Nummer. Ich bin in Deutschland, es sagt mir das auch. Ich starte es jetzt wieder, indem ich einmal drauf klicke. TOR startet. Das dauert einen Moment, bis die Verbindung aufgebaut wird, und jetzt sehen wir eine komplett andere IP-Nummer und das Land dahinter. Ja, jetzt sind wir gerade in Brasilien. Also, wenn ich jetzt irgendwo hinginge, denken die Leute, ich käme aus Brasilien."

Dieses und ähnliche Netzwerke erlauben den Besuch aller im Internet verfügbaren Angebote und helfen, selbst das weltweit am effektivsten zensierte Netz in China zu durchdringen. Beispielsweise erreichen chinesische Internetnutzer mit Hilfe des Anonymisierungsdienstes GAP, der an der Technischen Universität Dresden installiert ist, weiterhin Seiten, die aufgrund ihres politischen Inhalts in China gesperrt sind. Aber auch Nutzer illegaler Internet-Angebote können von der Anonymisierung profitieren.

Ein weiteres technisches Problem erschwert die Suche nach graphischen Inhalten. Weil Programme, die automatisch Inhalte überwachen, noch an verschlüsselten Bilddateien scheitern, müssen Menschen nachhelfen. So lässt man in China vermutlich aus dem Ausland in China eintreffende Seiten zunächst öffnen und vor dem Weiterversenden kontrollieren, sagt Peter Koch vom DENIC:

"Das wäre auch bei den Sperrlisten der Fall, die derzeit in Deutschland zur Diskussion stehen, denn auch da wird nicht auf die Erkennung von Inhalten abgestellt, sondern auf die Reaktion von auf irgendeine Weise ermittelten Domains oder Webadressen."

Und dafür müsste Personal eingestellt werden, das die Inhalte analysieren und gegebenenfalls indizieren muss. Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes "Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien", BITKOM, Dr. Bernhard Rohleder, befürchtet, dass es, wenn es diese - auch personellen - Möglichkeiten erstmal gibt, nicht lange dauern wird, bis der politische Wunsch laut wird, das Überwachungsspektrum auf andere Bereiche zu erweitern, mit technisch spürbaren Konsequenzen:

"In Schweden hat man sich sehr klar begrenzt auf kinderpornographische Inhalte. Man hat also nicht ein umfassendes Filtersystem gegen alle möglichen anderen Inhalte im Internet eingesetzt. Insofern sind die Wirkungen verträglich. Aber es wird in Deutschland über mehr diskutiert, als nur über den Einsatz dieser Systeme gegen Kinderpornografie. Es gibt bereits Vorschläge, sie auch einzusetzen gegen rechtsradikale Inhalte, es gibt Vorschläge, sie einzusetzen gegen terroristische Inhalte, gegen islamistische Inhalte, bis hin zu einfachen Urheberrechtsverletzungen. Und wenn wir eine solche Internetpolizei seitens der Wirtschaft einsetzen, mit solchen umfassenden Filtern, dann kann das dazu führen, wie Versuche in Australien gezeigt haben, dass sich die Breitbandigkeit auf zehn Prozent ihrer Kapazität reduziert. Und das heißt, dass wir wieder auf der Landstraße im Internet in Deutschland unterwegs wären."

Für Bernd Rohleder ist unbestritten, dass Internetseiten, auf denen abscheulichste Verbrechen an Kindern dargestellt werden, aus dem Netz verschwinden müssen. Es sei richtig, dass die Politik endlich handele und Deutschland jetzt mit dieser politischen Entscheidung aktiv werde. Um einen effektiven Schutz bieten zu können, müssten Internetfilter oder technische Sperren allerdings weltweit bei allen Dienstanbietern installiert werden - ausnahmslos - auch in geschlossenen Firmen- und Hochschulnetzen. Das ist aufwendig und teuer:

"Es müssten alle Anbieter von Servern, die Internet Service Provider, die Telekommunikationsfirmen, die Mobilkommunikationsfirmen, sich technisch flächendeckend ausstatten. Wir wissen von den Unternehmen, dass je nachdem wie groß das Haus ist und wie es technisch bereits ausgerüstet ist, dass die Investitionen in die einschlägige Technologie zwischen dreihunderttausend Euro und zehn Millionen Euro liegen werden. Das ist nur die Technologie, sind nur die Investitionskosten. Darüber hinaus muss diese Technik dauerhaft betrieben werden. Wir müssen die Organisation ändern. Wir müssen Personal abstellen. Diese Maßnahme gibt es nicht zum Nulltarif, und da fragt man sich natürlich, ob die einschlägigen Mittel nicht besser eingesetzt wären, zum Beispiel, indem im Internet die Polizei einschlägig aufrüstet und dafür sorgt, dass man an die Wurzeln des Problems kommt."

Denn kein Internetfilter beendet Verbrechen an Kindern. Nur die Polizei, die dann tatsächlich am Tatort erscheint und die Täter festnimmt. Sogenannten Cyber-Cops, die auf Internetkriminalität spezialisiert sind, gelingt es immer häufiger, mit hohem technischem Aufwand und in internationaler Zusammenarbeit, digitale Spuren bis zu den Tätern zu ermitteln.

Bei den Polizeibehörden bewertet man die Initiative der Familienministerin dann auch unterschiedlich. Der Direktor der europäischen Behörde Europol, Max-Peter Ratzel, unterstützt die Initiative uneingeschränkt. Für ihn sind die Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten ein Einfallstor, das geschlossen werden muss. Denn erst hierüber fänden viele Kriminelle den Weg in abgeschottete Bereiche des Internet, in denen der Handel so richtig blüht.

"Sie stoßen an natürliche Grenzen in der Repression. Sie können nicht Hunderte und Tausende von Polizisten dransetzen. Im Übrigen ist das Verbrechen dann geschehen! Und pro Kunde haben Sie ja nicht ein Kind, sondern Sie haben ja pro missbrauchtem Kind Tausende von Kunden. Tausende! Also an der Repression anzusetzen, ist mit Verlaub gesagt, die allerletzte Notbremse. Wir müssen viel stärker in die Prävention gehen; jeder Baustein in der Prävention ist hundertmal wirkungsvoller als die Repression."

Völlig anderer Meinung ist Klaus Jansen, Vorsitzender des "Bunds deutscher Kriminalbeamter". Ursula von der Leyen schätze den personellen Aufwand viel zu gering ein. Und das ist nur der geringste Vorwurf. Denn mit der Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet, so Jansen, habe das ganze Projekt ohnehin nichts zu tun.

"Die Nutzung von Filter-Technologie sollte in einer Demokratie wirklich "ultima ratio" sein. Wir sollten erstmal ernsthaft versuchen, die Kinderpornographie dann auch wirklich zu bekämpfen. Wir haben in der letzten Kriminalstatistik 2007 zirka 8900 Fälle. Da müssen wir verstärkt ansetzen. Es muss für jemanden, der in dem Bereich Videos herstellt, der in diesem Bereich Bilder herstellt, der Verfolgungsdruck höher werden. Der wird nicht höher, indem Sie versuchen, vordergründig Seiten wegzusperren."

Schwerwiegende Bedenken kommen auch von namhaften Juristen. Prof. Ulrich Siebert, Direktor am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, hat im Auftrag der Kommission "Jugendmedienschutz" ein Gutachten erstellt, auf das sich auch das Bundesfamilienministerium beruft. Demnach hält er die Zugangssperre, das sogenannte "Access Blocking", zwar rechtlich für möglich, solange nicht legale Inhalte gleich mitgeblockt werden. Er spricht aber auch von einer eher "symbolischen Politik". Thomas Hoeren, Professor für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster nennt die geplante Vereinbarung "juristisch sinnlos und nicht durchsetzbar". Es sei höchst zweifelhaft, ob eine entsprechende Übereinkunft überhaupt geschlossen werden dürfe.

"Wir sind alle gegen Kinderpornografie! Das ist schlimm, das ist verabscheuungswürdig, aber darum geht es ja überhaupt gar nicht. Es geht darum, dass Teile des Internet abgeriegelt werden, und das auf Zuruf einer Behörde. Das kann schiefgehen, es kann um Seiten gehen, die überhaupt nichts mit Kinderpornographie zu tun haben. Wir haben genug Beispiele aus dem Ausland, wo genau so etwas passiert ist, wo amerikanische Gerichte dann gesagt haben: "Das ist alles nicht richtig, weil das viel zu breit vom Sperrungsansatz ist." Also reden wir auch über eine Art - Kampfbegriff jetzt - "Zensur", über Eingriffe in Informationsrechte der Bürger!"

Aber nicht nur von Seiten der Provider und von Rechtsexperten kommt Kritik. Auch der Koalitionspartner gibt sich zurückhaltend. Der medienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jörg Tauss, spricht von "Mätzchen", mit denen man dem Problem nicht gerecht werde. Auf private Vereinbarungen mit den Providern zu setzen, sei absolut die falsche Strategie:

"Ich würde Frau von der Leyen bitten, endlich tatsächlich auch das zur Kenntnis zu nehmen, was in Bereich von Recht und Wissenschaft geäußert wird, ernst zu nehmen und nicht so zu tun, als ob man mit einfachen Mitteln ein großes Problem zu lösen imstande ist. Und das hat natürlich etwas mit Wahlkampf zu tun! Wenn ich Menschen vorgaukle, sie täte etwas gegen Pornographie mit Kindern, dann muss sie sich kritisch fragen lassen, was in den letzten Jahren geschehen ist beispielsweise gegen Sex-Tourismus, was geschehen ist in der Umsetzung von internationalen Vereinbarungen, wo gerade das Familienministerium aus Deutschland sich nicht gerade mit Aktivität richtig ruhmreich hervorgetan hat."

Er sehe die Gefahr, so Tauss, dass die eigentliche Absicht Kinderporno-Seiten zu blockieren wirkungslos verP**fe, dafür aber die Kommunikationsfreiheit Stück um Stück eingeschränkt werde.

"Das ist eine Vorstellung, die zum Beispiel in den in Ländern überlegt wird - Stichwort Glücksspiel, es wird von Jugendschutz-Leuten diskutiert, es wird von der Kriminalpolizei diskutiert. Immer mehr kommen auf die Idee, irgendwelche Sperren an irgendeiner Stelle anzubringen, und dies alles ohne rechtliche Grundlagen. Und das ist eine völlig verfehlte Entwicklung, gegen die ich mich zumindest als Parlamentarier stelle und, glaube ich, im Interesse der gesamten Gesellschaft stelle."

Bei Ursula von der Leyen trifft er damit auf wenig Verständnis. Eine gesetzliche Änderung im Telemedien-Gesetz strebe auch sie an, betont sie. Das aber dürfe nicht dazu führen, bis dahin die Hände in den Schoß zu legen.

"Es geht um Kinder-Pornografie. Und es macht mich schon zornig, wenn die Diskussion immer wieder versucht wird abzudrängen in allgemeine Diskussionen über Internet- und Kommunikationsfreiheit. Wo die Menschenwürde so mit Füßen getreten wird, wo das Menschenrecht eines Kindes auf körperliche und seelische Unversehrtheit so schwer missachtet wird, kann man nicht mehr über Kommunikationsfreiheit, sich diese Bilder reinzuziehen sprechen. Ich weiß, dass die schwer Pädo-Kriminellen durch so etwas nicht zu stoppen sind. Aber die Frage lautet: "Was toleriert eine Gesellschaft?" Ist es völlig unkompliziert, im Netz diese Seiten zu finden, sagt natürlich auch denjenigen, die über diese Seiten wandern: "Die Hemmschwelle sinkt, es ist in Ordnung, keiner stoppt mich, es scheint OK zu sein!" Und auch dieses Signal einer Gesellschaft, deutlich zu machen, dass Kinderpornografie ein schweres Verbrechen ist, und dass jeder - egal von welcher Seite er sich beteiligt: ob er es anklickt, ob er zahlt oder ob er der Täter ist - mit dazu beiträgt, die Kinder zu misshandeln."

"Man muss sich immer im Klaren werden, dass in einem weltweiten Netz die Sperre eben nicht wirksam Kriminalität behindert und verhindert, sondern von Kriminellen umgangen werden kann. Sie kann allerdings natürlich hilfreich sein, auch in dem ein oder anderen Punkt auf ein Problem aufmerksam zu machen, aber ich bleibe dabei: Nicht die Sperre ist die Notwendigkeit, sondern die Ermittlung von Tätern, das bleibt die Aufgabe. Und mit Sperren davon abzulenken, hielte ich auch gesellschaftspolitisch, polizeitechnisch und insgesamt auch was das Verständnis von Rechtsstaat - wie ich sie habe - anlangt, für äußerst problematisch."

Dass eine Blockierung des Zugriffs das Ziel haben soll, von der Strafverfolgung gegen Anbieter und Konsumenten von Kinderpornographie abzulenken - eine absurde Vorstellung aus Sicht der Ministerin. Ursula von der Leyen will das "Access-Blocking" als eine Maßnahme von vielen verstanden wissen, und wird dabei auch von der Deutschen Kinderhilfe und aus der Kinderkommission des Bundestags heraus unterstützt. Dass die Internet-Provider offenbar nur zögerlich bereit sind, mitzumachen, dadurch will sie sich nicht entmutigen lassen. Im Gegenteil.

Ob Ursula von der Leyen sich am Ende durchsetzt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet wäre damit allerdings noch lange nicht beendet - zumindest so viel lässt sich jetzt schon sagen.



Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hinte...politik/924677/

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Verschärfter Kinderschutz: Wer übernimmt die Kosten? Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Verschärfter Kinderschutz: Wer übernimmt die Kosten?

Aachen. Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2008 registrierte das Jugendamt 860 Verdachtsfälle auf Misshandlungen und Vernachlässigung von Kindern. Das ist fast eine Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2006. Das liegt laut Stadtdirektor Wolfgang Rombey auch an der Verbesserung des Erfassungssystems.

In rund zwei Dritteln der Fälle haben sich so genannte Sozialraumteams persönlich ein Bild von der Situation Vorort gemacht. In Zukunft werden die Sozialarbeiter wohl gezwungen sein, weitaus mehr Familien zu besuchen. Denn genau das fordert der Gesetzesentwurf für die Novellierung des Kinderschutzparagraphen.

So soll zukünftig jedem Hinweis ein verpflichteter Hausbesuch von zwei Sozialarbeitern folgen. Bislang konnte das Amt selbst entscheiden, wann das Sinn macht. «Wir können selbstbewusst behaupten, dass wir über die Jahre ein gut funktionierendes System erarbeitet haben», sagt Elke Münich, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen. «Doch die neue gesetzliche Vorgabe hilft nicht, sie hemmt uns», erklärt sie. Münich befürchtet, dass die Sozialarbeiter dann bald zu Feuerwehrleuten werden, «die zwar raus fahren, wenn sie gerufen werden, dann aber nicht mehr zum Löschen kommen».

Wie eine Folie lege sich die Theorie hier über die Praxis und ersticke sie damit, kritisiert Oberbürgermeister Jürgen Linden. Würde wirklich bei jeder Meldung ein Zweier-Team zum Hausbesuch verpflichtet, müsste die Stadt zirka zwölf zusätzliche Stellen einrichten. Doch weder das Land noch der Bund stellen dafür finanzielle Mittel bereit. «Ich hoffe, dass uns niemand missversteht, wir wenden uns nicht gegen den Kinderschutz, auch nicht grundsätzlich gegen Veränderungen des Gesetzes, aber die Praxis muss im Vordergrund stehen», sagt Linden, der eine Beteiligung und ein Mitspracherecht der Kommunen bei Gesetzesänderungen reklamiert.

Die Neuerung sieht auf zusätzlich Landesebene vor, dass zukünftig jedes Kind im Alter zwischen sechs und sieben Monaten sowie fünf bis fünfeinhalb Jahren insgesamt sechs Untersuchungen wahrnehmen muss. Darüber hinaus sollen Ärzte, Rechtsanwälte und beispielsweise auch Lehrer von ihrer Schweigepflicht entbunden sein, um Notsituationen überhaupt melden zu können.

«Es ist also nicht alles schlecht, was jetzt auf uns zukommt, diese Punkte halten wir zum Beispiel für sehr wichtig», so Linden. «Doch wer die Musik bestellt, der soll sie auch zahlen.»

Als bundesweit erste Stadt hat Aachen im Jahr 2004 eine zentrale Kinderschutzhotline eingerichtet, um Hinweise auf die Vernachlässigung oder Misshandlung von Kindern entgegenzunehmen. Die zentrale Notrufnummer 0241/4325151 ist rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres erreichbar.



Quelle: http://www.az-web.de/lokales/aachen-deta...immt-die-Kosten

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05.03.2009 06:58 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Internet und Kinderschutz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

ALZEY-WORMS (red). Die neuen Medien sind Bestandteil der Lebenswelt auch von Kindern geworden. Kompetenter und kritischer Umgang mit den digitalen Medien ist für Eltern jetzt besonders wichtig. Zu dieser Thematik bietet die Kreisvolkshochschule (KVHS) ab kommenden Dienstag, 17.März (20-21.30 Uhr), in Alzey den Kurs "Internet und Kinderschutz - Sicher im Internet und Chatroom" an. Themenschwerpunkte des drei Unterrichtsabende umfassenden Kurses sind der kindersichere Familien-PC, der Umgang mit Suchmaschinen für Kinder, die Gefahren und Möglichkeiten von Chatrooms und Communities und das Herunterladen von Musik und Spielen auf PC und Handy. Außerdem werden wertvolle Seiten für Kinder im Internet vorgestellt.
Der Kurs richtet sich an Eltern, die Anfänger in Fragen der Computer- und Internetnutzung für Kinder sind. Die beiden Dozenten, Andrej Schwabauer und Joachim Schuh, sind Medienkompetenzberater für das Landesprogramm "Medienkompetenz macht Schule". Der Kurs wird vom Kreisjugendamt Alzey-Worms finanziell gefördert.

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung in der Geschäftsstelle der KVHS erforderlich unter Telefon (06731)494740.


Quelle: http://www.main-rheiner.de/region/objekt...ikel_id=3664130

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12.03.2009 10:00 peutetre ist offline E-Mail an peutetre senden Homepage von peutetre Beiträge von peutetre suchen Nehmen Sie peutetre in Ihre Freundesliste auf

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„Computersüchtig - Kinder im Sog“ Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

„Computersüchtig - Kinder im Sog“

Borghorst - Wolfgang Bergmann wird am Mittwoch (18. März) um 20 Uhr Gast der Familienbildungsstätte und des Gymnasiums sein. Wolfgang Bergmann, Kinder- und Familienpädagoge mit eigener Praxis in Hannover, ist als Autor von Büchern wie „Das Drama des modernen Kindes“, „Die Kunst der Elternliebe“ und „Gute Autorität“ weithin bekannt. Die FBS und das Borghorster Gymnasium wollen mit diesem „pädagogischem Highlight“ Eltern, Erzieherinnen und Lehrern sowie pädagogisch Interessierten Anstöße und Impulse für den Erziehungsalltag geben. Das Thema des Vortrages: „Computersüchtig - Kinder im Sog der modernen Medien“.


Der Computer ist für viele Kinder die liebste Freizeitbeschäftigung. Doch der Übergang vom harmlosen Spiel zum exzessiven Konsum ist fließend und endet schlimmstenfalls in der Sucht. Computersucht kann Folgen für Kinder haben: Verlust der Freunde, Verschlechterung der Schulleistungen, körperliche Vernachlässigung. Schulen und Eltern erkennen die Warnzeichen oft zu spät und reagieren hilflos auf den Rückzug in die virtuelle Welt. Bergmann setzt sich mit den Ursachen von Computersucht und ihren Folgen für Psyche und Hirnentwicklung von Kindern auseinander. Dabei geht er folgenden Fragen nach: Was macht PC-Spiele so attraktiv? Wer ist besonders gefährdet und wann beginnt die Sucht? Er versucht das Phänomen Computersucht zu erklären und zeigt Wege auf, wie Eltern, Erzieherinnen und Lehrer helfen können.

» Anmeldungen in der Familienbildungsstätte (Telefon 02552/93550).



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.mv-online.de/lokales/kreis_st...der_im_Sog.html

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13.03.2009 05:26 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Frühwarnsystem zum Kinderschutz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Frühwarnsystem zum Kinderschutz

Leichlingen (RP) Immer wieder werden Kinder Opfer von Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung – auch in der sonst so beschaulichen Blütenstadt. Damit der Nachwuchs in Leichlingen besser vor solchen Taten geschützt wird, arbeitet das Jugendamt gerade ein Handlungskonzept aus. Unter dem Titel "Maßnahmen zum Schutz von Kindern" finden sich aber auch Hilfsangebote für alle Eltern, nicht nur die in Problemfamilien. Die Planungen stellte Jugendamtsleiter Hubert Knops nun im Jugendhilfeausschuss vor. Sie beinhalten nicht zuletzt auch Ansätze, wie das Jugendamt überhaupt erfahren soll von Verdachtsfällen und wie der Informationsfluss verbessert werden kann.


"Es hat sich gezeigt, dass Personen und Institutionen frühzeitig erste Anzeichen von Gefährdungen wahrgenommen haben, diese Wahrnehmungen aber entweder gar nicht, zu uneindeutig oder an die falschen Adressen weitergegeben haben", betonte der Amtsleiter. Sein Ziel ist der Aufbau eines sozialen Frühwarnsystems. Dafür hält er es für unabdingbar, dass sich alle Beteiligten auf gemeinsame Standards verständigen und ein einheitlicher Meldebogen entworfen wird.

"Je nach Meldung und Lage müssen wir dann im Einzelfall entscheiden, wie schnell die Situation eine Reaktion erfordert. Die Entscheidung müssen wir im Amt treffen und können das nicht an einen freien Träger delegieren. Wenn es geboten ist, dann werden wir sogar am selben Tag noch tätig", versicherte Knops. Er weist auf die städtische Nummer 02175 992-555 hin. "Wer glaubt oder weiß, dass es einem Kind schlecht geht, kann und sollte sich an uns wenden", betont er. In der Woche ist das Telefon wie folgt besetzt: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Montag bis Donnerstag zusätzlich von 14 bis 16 Uhr. Am Wochenende steht für Notfälle die Rufbereitschaft zur Verfügung.

Schon bald soll zudem in Zusammenarbeit mit den Trägern und Institutionen ein Paket "Frühe Hilfen" angestoßen werden. Ob es auch sinnvoll ist, dass in Leichlingen eine Vermittlung für Leihomas und -opas eingerichtet wird (ein SPD-Antrag), dazu will die Verwaltung noch keine Empfehlung aussprechen.

Erhöht werden sollen nach Wunsch des Ausschusses die Kindpauschalen für Tagesmütter. Die lagen bislang weit unter denen in der Nachbarschaft. Nun erhalten Tagesmütter (und -väter) pro betreutem Kind und Stunde zwischen 3,60 Euro (mit Basisqualifizierung) und 4,60 Euro (bei Beendigung einer Aufbauqualifizierung) brutto. Dieser Antrag der CDU wurde einstimmig beschlossen.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.rp-online.de/public/article/l...nderschutz.html

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Kammer Westfalen-Lippe: Kinderschutz geht vor Datenschutz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kammer Westfalen-Lippe: Kinderschutz geht vor Datenschutz

Münster – Im Vorfeld des 2. Forum Kinderschutz, das die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) am 28. März in Recklinghausen durchführt, wies die Kammer auf die Bedeutung von Früherkennungsuntersuchungen und die Etablierung von sogenannten Frühen Hilfen beim Schutz von Kindern vor Misshandlung und Vernachlässigung hin.

„Hilfen müssen möglichst früh sowie niedrigschwellig unmittelbar nach der Geburt zur Verfügung gestellt werden, weil die Gefahr von Kindeswohlgefährdung bei Säuglingen und Kleinkindern am höchsten ist“, sagt Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. So werde die Ärzteschaft auch in Zukunft bei der gesunden Entwicklung der Kinder eine zentrale Rolle einnehmen.

Entsprechend begrüßt der Kammerpräsident den Vorstoß der Bundesregierung für ein neues Kinderschutzgesetz. Darin soll die ärztliche Schweigepflicht bei Anhaltspunkten für eine Kindswohlgefährdung gelockert werden. Zukünftig sollen Ärztinnen und Ärzte umgehend und ohne Zustimmung der Eltern bei Verdacht auf eine Gesundheitsgefährdung das Jugendamt informieren können.

Dies sei bislang nur bei akuter oder nicht abwendbarer Gefahr für das Kind möglich gewesen. Theodor Windhorst: „Wer Kinderschutz im ärztlichen Alltag realisieren will, darf nicht von der Schweigepflicht ausgebremst werden. Kinderschutz geht vor Datenschutz.“ © hil/aerzteblatt.de



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/35...Datenschutz.htm




Terminhinweis:

2. Forum Kinderschutz

Fortbildungsveranstaltung der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe

28. März 2009, Beginn: 10 Uhr

Recklinghausen, Kreishaus, Kurt-Schumacher-Allee 1, Großer Sitzungssaal

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.aekwl.de/index.php?id=home

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21.03.2009 06:11 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Zauberer, Jäger und Elfen an die kurze Leine Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zauberer, Jäger und Elfen an die kurze Leine

Tausende Kinder und Jugendliche in Deutschland sind süchtig nach Computerspielen, Zehntausende sind gefährdet. Eltern sollten die schillernde Welt auf den Festplatten jedoch nicht verteufeln, sondern sich damit beschäftigen - oder sogar einmal mitspielen. Ein Leitfaden


Die virtuelle Welt der Krieger, Elfen und Magierinnen aus Computerspielen greift in der Realität immer weiter um sich - jedenfalls den Zahlen nach. Neuntklässler in Deutschland spielen heute mehr als zwei Stunden täglich am Computer, an Wochenenden sogar drei Stunden. 2005 waren es an Schultagen noch eineinhalb Stunden. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen fragte bundesweit fast 45 000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren nach ihrem Spielverhalten und fand außerdem heraus: 14 000 von ihnen sind süchtig nach Computerspielen, weitere rund 24 000 gelten als stark gefährdet.

Zwar ist längst nicht jeder, der regelmäßig und intensiv durch virtuelle Landschaften streift, gleich als suchtgefährdet einzustufen - auch das betonen die Wissenschaftler. Doch viele Spiele funktionierten mit Belohnungssystemen, die zum ständigen Weitermachen einlüden. Das sei ein "risikoverstärkender Faktor". Dies gelte besonders für "World of Warcraft", mit 11,5 Millionen Spielern weltweit das meistverkaufte Spiel in diesem Genre.

"WoW", so die Kurzform, ist eine im Internet gespielte sogenannte persistente Welt, die parallel zur Alltagswelt des Spielers existiert und in der sich ständig etwas ändern kann - unabhängig davon, ob der Spieler am Spielgeschehen teilnimmt oder nicht. Man kann rund um die Uhr einsteigen. Ziel ist es, die gespielte Figur immer weiter zu verbessern, Punkte zu sammeln, an Ereignissen teilzunehmen, Anerkennung durch Mitspieler zu erlangen. Ähnlich einem Abhängigen an einem Glückspielautomaten kann der Spieler unter ständigen Erfolgsdruck geraten, weil er immer der nächsten Belohnung hinterherjagt.

Noch ist die Computerspielsucht nicht als eigenständige Krankheit anerkannt, doch sie wird stärker wahrgenommen. So wurde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor einem Jahr das erste ambulante Zentrum für Computerspielsüchtige eröffnet. "2008 hatten wir rund 300 Patienten", sagt Diplom-Psychologe Klaus Wölfling. "Die Spannbreite reicht von verwahrlosten Menschen, die nichts anderes mehr machen, als vor einem Spiel zu sitzen bis zu Jugendlichen, die gerade eine Abhängigkeit entwickeln", sagt Wölfling.

Damit es nicht so weit kommt, sollten Eltern auf Warnsignale achten und rechtzeitig eingreifen:


Typische Zeichen für Abhängigkeit


* Lebensmittelpunkt: Gespräche drehen sich nur noch um das Spiel. Das beginnt schon beim Frühstück. Sofort nach dem Aufstehen oder nach der Ankunft zu Hause wird der Computer angeschaltet, um zu schauen, ob es Neuigkeiten gibt und wer gerade online ist.

* Kontrollverlust: Abhängige Computerspieler können selbst nicht mehr kontrollieren, wie lange sie spielen wollen. Häufig werden sie aggressiv, wenn die Eltern sie etwa dazu auffordern, den Rechner abzuschalten. Immer gibt es gerade noch etwas zu tun, stets wartet noch eine schnell zu erledigende Aufgabe. Die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern ist stark gestört, die Jugendlichen ziehen sich zunehmend zurück.

* Physische Merkmale: Verbringen sie täglich viele Stunden intensiv vor dem Bildschirm, können Computerspielsüchtige unter körperlichen Entzugserscheinungen wie Nervosität, Schweißausbrüchen, Angst und Schlaflosigkeit leiden. Die körperliche Hygiene wird zunehmend vernachlässigt.

* Einfallslosigkeit: Wenn Ihr Kind zum Beispiel aus technischen Gründen nicht am Computer spielen kann, fällt ihm nichts ein, was es sonst tun könnte. Seine sozialen Kontakte sind sehr begrenzt.



Das können Eltern tun:

* Zeiten: Wichtig sind von vornherein klare Regeln, feste Uhrzeiten oder Stundenkontingente. Wer glaubt, die Entscheidung über die Spieldauer den Kindern überlassen zu können, liegt falsch. Wenn nach der völligen Freigabe ein Leistungsabfall in der Schule mit komplettem Computerverbot bestraft wird, gehen die Kinder meist auf Konfrontationskurs. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der Blog-Eintrag eines erwachsenen World-of-Warcraft-Spielers auf der Internetseite gwyddyn.de: "Falls Du Kinder hast, die WoW spielen, trägst Du einen Großteil der Verantwortung. Stelle klare Regeln auf im Umgang mit dem Spiel und seinen Auswirkungen im realen Leben. Schule, Sport, Freunde, geregelte Essens- und Schlafenszeiten haben Vorrang!" Das gilt freilich auch für Ego-Shooter wie Counterstrike oder Far Cry.

* Nutzung: Es geht nicht nur um Onlinespiele. Eltern sollten offen über bestimmte Zeiten für Chatten, Surfen, aber auch Lektüre und Recherche am Computer sprechen. Drei Stunden oder sogar mehr am Computer müssen nicht zwangsläufig schädlich sein, erwachsene Büroangestellte verbringen auch bis zu acht Stunden am Bildschirm, und abends noch einmal zwei Stunden am Fernseher.

* Altersfreigabe: Es klingt simpel, aber Eltern sollten auf die Altersfreigabe bei Computerspielen achten. Schon bei Filmen wird diese Altersgrenze oft übergangen, bei PC- und Konsolenspielen können die Eltern meist noch weniger einschätzen, ob das Angebot altersgerecht ist oder nicht.

* Kommunikation: Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kind über die Spiele. Finden Sie ernsthaft heraus, worum es geht und was Ihr Kind daran so fasziniert. Dabei ist Geduld gefragt: Jugendliche haben unter Umständen lange gebraucht, um ein Spiel komplett zu verstehen und im Spiel einen Charakter aufgebaut. Dieses Wissen wollen sie sich nicht in fünf Minuten abkaufen lassen. Bei den ersten Gesprächen und Annäherungsversuchen sollten Eltern deshalb nicht zu viel erwarten.

* Technik: Eltern haben jede Menge technische Möglichkeiten, den Internetzugang ihrer Kinder zu beschränken. Doch bei den meisten Varianten müssen die Kinder mitziehen - etwa bei der "Parental Control" von World of Warcraft. Hier wählen sich beide in den WoW-Account des Kindes ein. Dort gibt es einen Bereich für "elterliche Freigabe". Eltern erstellen ein eigenes Passwort, erhalten eine Bestätigungs-E-Mail und können in einem detaillierten Stundenplan festlegen, wann und wie lange der Spielerzugang genutzt werden darf. Änderungen an dem Stundenplan sind nur über den telefonischen Kundendienst möglich. Das klingt todsicher - nur können die Kinder das Ganze leicht umgehen: Indem sie sich einen neuen Account zulegen.

* Internet-Stopp: Wer in seinem Haus einen zentralen Internetzugang hat, beispielsweise per DSL-Router, kann hier natürlich um 22 Uhr den Stecker ziehen. Doch wie soll man verhindern, dass das Kind um 24 Uhr den Stecker wieder einstöpselt? Raffinierter ist ein passwortgeschützter Internet-Stopp beispielsweise in der aktuellen Version der Fritz-Box. Hier lässt sich per PC der Internet-Feierabend einstellen, der nur mit dem richtigen Codewort wieder aufgehoben werden kann.

Wer schließlich die heimische Internet-Welt perfekt abgesichert hat, sollte sich aber nicht wundern, wenn das Kind dann nachmittags und abends öfter mal ausbleibt. Im Internet-Café kann man für einen Euro ebenso gut stundenlang spielen. Ohne eine Absprache mit dem Kind helfen die Technikschranken also nur wenig.

* Freunde: Jugendlichen sollte klar werden, dass sie in den Mitspielern eines Online-Rollenspieles höchstens Gleichgesinnte, aber keine Freunde finden. Online-Rollenspiele bieten hier nur eine Illusion - es sei denn, man trifft die Mitspieler in Fanklubs einmal persönlich - das hebt die virtuelle Welt dann einmal in die reale und kann auch einer Sucht entgegenwirken. Eltern können in Absprache mit anderen Eltern so ein Treffen organisieren.

* Therapeut: Viele Spielsüchtige wünschen sich wieder die Kontrolle über ihr Spielverhalten zurück, um dann das geliebte Spiel weiterzuspielen und sich selbst zeitliche Grenzen setzen zu können. Genau das aber können Therapeuten nicht leisten. Das ist ähnlich wie beim Tabak oder Alkoholkonsum: Wer wirklich aufhören will, muss auch wirklich aufhören. Das muss vorher genau feststehen.

Prävention gegen Online-Spielsucht muss nicht unbedingt Privatsache sein. In China hat die Regierung 2007 ein ausgeklügeltes System zur Begrenzung der Online-Spielzeit für Minderjährige eingerichtet. Zur Aktivierung beispielsweise des WoW-Zugangs muss man seine Ausweisnummer eingeben. Nach drei Stunden ununterbrochenen Spielens werden nach und nach Restriktionen zugeschaltet, die den Spaß gehörig verderben. Zunächst werden die Spieler aufgefordert, aufzuhören und "körperlichen Übungen" nachzugehen. Wer trotzdem weitermacht, dem werden die gewonnenen Punkte um die Hälfte gekürzt. Nach fünf Stunden werden alle Punkte gelöscht.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.welt.de/wams_print/article342...urze-Leine.html

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22.03.2009 07:05 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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„Internet kann kein rechtsfreier Raum sein“ Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ursula von der Leyen im Gespräch
„Internet kann kein rechtsfreier Raum sein“


Zu Jahresbeginn hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) einen Vorstoß unternommen, um Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt sperren zu lassen. Wer solche Seiten ansteuert, soll ein Stoppschild zu sehen bekommen. Zur Verwirklichung fährt die Ministerin zweigleisig: Ein Übereinkommen mit Internetprovidern soll dazu führen, dass diese freiwillig entsprechende Seiten sperren, deren Zugangsnummern vom Bundeskriminalamt übermittelt werden sollen.

Gleichzeitig wird an einer Änderung des Telemediengesetzes gearbeitet, deren Eckpunkte diese Woche ins Kabinett kommen sollen. Doch hat Bundesjustizministerin Zypries (SPD) in einem Brief, der vor einer Woche bekannt geworden war, schwere rechtliche Bedenken geltend gemacht. Auch Interessenverbände der Internetwirtschaft leisten Widerstand; sie führen unter anderem die Sorge vor Rechtsunsicherheit für die Unternehmen an.

Frau Ministerin, wie weit sind Sie mit Ihren Verhandlungen mit den Internet-Providern?

Wir kommen voran. Es sind zum Teil konstruktive Verhandlungen mit einzelnen Anbietern und schwierige mit anderen. Man sieht, dass die Interessenlage gemischt ist. Entscheidend ist, dass viele Anbieter sich darüber klar werden, dass dahinter eine grundsätzliche Frage steht: Ob sie weiterhin uneingeschränkt die Vergewaltigung von Kindern zeigen lassen. Oder ob sie gemeinsam mit uns die Ächtung dieser Vergewaltigung vorantreiben wollen.

Kritiker aus der Internetwirtschaft führen an, es gehe ihnen nicht nur um geschäftliche Interessen, sondern um die Sorge vor Zensur im Internet.

Diese Sorge ist unbegründet. Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, dass es ausschließlich um die Sperrung von Kinderpornographie geht. Ein zweites Argument, das immer wieder vorgeschoben wird, sind technische Hürden. Wenn man sieht, dass Internetanbieter in den skandinavischen Ländern, in der Schweiz, England und sogar in Italien das technisch beherrschen, dann muss man sich fragen, ob wir in Deutschland dazu nicht fähig sind. Die meisten Anbieter sind kooperativ. Diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, eine Blockadehaltung einnehmen, schmeißen eine Nebelkerze nach der anderen.

Eine „Nebelkerze“, um Ihr Wort zu gebrauchen, hat ja zuletzt auch Ihre Kabinettskollegin, die Justizministerin Zypries (SPD), gezündet.

Die Justizministerin hat in einem Brief an mich erstens klargemacht, dass ich diese Verträge mit den Anbietern schließen kann. Sie hat zweitens Bedenken geäußert wegen des Fernmeldegeheimnisses. Aber der Bundesinnenminister als Verfassungsminister hat klargemacht, dass das Fernmeldegeheimnis hier nicht berührt ist. Denn es geht nicht um Telefonate zwischen zwei Menschen, sondern es geht um ein Massengeschäft. Wir sprechen in Deutschland von 300 000 bis 400 000 Klicks am Tag. Es geht darum, den Aufbau der Verbindung zu diesen kinderpornographischen Seiten zu sperren, und nichts weiter.

Warum haben Sie die Justizministerin in die Vorbereitung Ihres Vorstoßes nicht eingebunden, sondern nur den Wirtschafts- und den Innenminister, die zufällig beide, wie Sie, der Union angehören?

Ich habe im November den Bundesinnenminister als den Vorgesetzten des BKA eingebunden und den Bundeswirtschaftsminister wenige Wochen später, weil er federführend für das Telemediengesetz ist. Mit dem Justizministerium haben wir im Dezember Kontakt aufgenommen, wie es für alle Gesetzesvorhaben notwendig ist. Inzwischen sitzt es regelmäßig in den Arbeitsgruppen, in denen alle vier Ministerien mit dem BKA und den Zugangsanbietern über die Entwicklung der Eckpunkte des Gesetzes sprechen.

Was wird in den Eckpunkten stehen?

Die Eckpunkte sollen am Mittwoch dieser Woche im Kabinett beschlossen werden und befinden sich derzeit in der Ressortabstimmung.

Wann und wie sind Sie darauf gekommen, diesen Vorstoß im Wahljahr zu unternehmen?

In der Vorbereitung einer internationalen Konferenz zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung in Rio, die im November stattgefunden hat. Da ist mir zum ersten Mal klar geworden, was eigentlich Kinderpornographie ist. Ich habe das Ausmaß des Grauens vorher nicht gekannt. Mir war nicht klar, dass die Kinder vor laufender Kamera geschändet werden, sie zum Teil getötet werden, die Schreie der Kinder im Internet hörbar sind. Dass diese bewegten Bilder in Massen im Internet gezeigt werden. Und mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, dass europäische Länder um uns herum, aber auch Kanada und Neuseeland seit Jahren dagegen kämpfen und an uns vorbeigezogen sind. Sie haben die Internetsperren eingebaut, mit großem Erfolg.

Ein anderes Thema: Sie haben Ihre Kandidatur für den Bundestag angesprochen. Vor zwei Jahren haben Sie noch mit großer Überzeugungskraft dargelegt, warum Sie nicht kandidieren wollen. Woher der Sinneswandel?

Eine Mischung von Faktoren. Da ist der Lernprozess, dass es wichtig ist, in der Bundestagsfraktion verankert zu sein und über das Mandat an der Basis. Der zweite Punkt ist ganz pragmatisch: Meine Kinder werden älter. In der nächsten Legislaturperiode werden alle entweder im Studium oder auf einer weiterführenden Schule sein. Außerdem liegt mein privater Lebensmittelpunkt in Hannover, wo ein Wahlkreis seit dem Ausscheiden von Friedbert Pflüger für die CDU vakant ist. Am Anfang – erst dreieinhalb Jahre ist das her – war ich noch die Neue. Seither war es die niedersächsische Landesgruppe, die mich am stärksten eingebunden hat, aber mir auch klargemacht hat: Wir brauchen dich.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1D...?rss_googlefeed

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23.03.2009 06:02 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinder im Netz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinder im Netz
Die Wendung mit der Maus


Ihr Schlüsselerlebnis liegt schon ein paar Jahre zurück, aber Nina Bewerunge hat es nicht vergessen. Moritz, ihr Ältester, besuchte die fünfte Klasse. Das Thema der Hausaufgabe lautete: Asien. Wie üblich saß die Mutter neben dem damals elf Jahre alten Jungen, und gemeinsam sammelten sie Fakten im Internet ein. Das Titelbild des Referats sollte typisch asiatisch gestaltet werden - wie wäre es mit einer Lotusblume?, schlug sie vor. Sekunden später öffneten sich unter dem Schlagwort Websites pornographischen Inhalts. „Da ist mir zum ersten Mal die Dimension der Gefahren deutlich geworden, denen Kinder im Netz ausgesetzt sind“, erinnert sich Nina Bewerunge. „Und dabei habe ich ja noch danebengesessen . . .“

Keiner hat gesagt, dass es einfach wäre. Da wächst in den Kinderzimmern eine Generation von Jungen und Mädchen heran, die als „digitale Eingeborene“ bezeichnet werden, weil der Computer in ihrer Welt so selbstverständlich ist. Da gibt es Vierjährige, die selbständig Papas Rechner anschalten und sich ins W-Lan einwählen, um sich durch den Internetauftritt der Sendung mit der Maus zu navigieren. Gleichzeitig existieren wenige Erziehungsfelder, auf denen selbstbewusste, souveräne Mütter so regelmäßig ratlos sind. „Ich fühle mich zwiespältig“, sagt eine Politikwissenschaftlerin aus Potsdam, deren Söhne - neun und zwölf Jahre alt - so viel öfter und lieber an den Bildschirm wollen, als ihr geheuer ist. „Ich bin nicht mit Computern aufgewachsen. Und das mit dem Internet finde ich total gefährlich. Aber manchmal frage ich mich auch: Halte ich meinen Kindern einen Entwicklungsschritt vor?“

Für die Eltern die „Kammer des Schreckens“

Sex, drugs and Rock 'n' Roll war gestern, keine Herausforderung mehr für aufgeklärte Eltern von heute. Aber ein Chat? Ballerspiele? Die unüberschaubaren Weiten des Netzes? Entzündet sich am Computer der Generationenkonflikt der Gegenwart? Die Unsicherheit ist größer, als Fachleute für nötig halten. „Viele Schüler können gar nicht so gut mit dem Internet umgehen, wie wir immer dachten, während Erwachsene kompetenter sind, als in der Öffentlichkeit diskutiert wird“, sagt der Medienpädagoge Stefan Aufenanger, was letztlich heißen soll: nur Mut. Mit ein bisschen Zeit, Augenmaß und einer Handvoll Grundsatztipps zum Einstieg ist der Umgang mit den neuen Medien auch nicht schwieriger als Erziehung sonst auch - ein Balanceakt, bei dem jede Familie zwischen Verbot und Laissez-faire ihren persönlichen Stil finden muss.

„Kammer des Schreckens“ nennen die Eltern Bewerunge das drei Quadratmeter große Kabuff unter dem Dach. Dort wartet der Kinder-Computer, der alte, vom Vater ausrangierte Rechner. Ikea-Sessel davor, Regal mit CDs hinter der Tür. Es ist der Ort, den die Geschwister automatisch aufsuchen, kaum sind mittags die Schulrucksäcke in die Ecke geflogen. Um den Platz auf dem Sessel tobt tagtäglich ein subtiler Verdrängungskampf. Die Regel für den 13 Jahre alten Moritz, die elf Jahre alte Josephine und den neun Jahre alten Kaspar lautet einheitlich: Eine Stunde Medienkonsum am Tag ist gestattet, Fernsehen inklusive. Jedem der drei hat der technikaffine Vater ein eigenes Benutzerprofil eingerichtet, mit E-Mail-Adresse und MSN-Messenger. Der Jüngste nutzt altersgemäße Suchmaschinen wie „Hamsterkiste“, die Schwester tauscht sich im Netz mit Freundinnen aus („Morgen Klassenarbeit - würg“), der Große lenkt sich ab beim Spiel oder guckt schräge Clips auf Youtube an.

Den Nachwuchs vor dem Bildschirm zu parken kann verlockend sein

Grundsätzlich gilt: Ein ideales Einstiegsalter gibt es nicht. „Man sollte gucken, wann die Kinder Interesse zeigen“, empfiehlt Hartmut Warkus, Professor für Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Wer sich nicht um Computer schert, macht spätestens in der Schule damit Bekanntschaft und hat bis dahin noch nichts verpasst. Wer früher wissen will, was Mama am Rechner macht, hat schon dann eine ernsthafte Antwort verdient. „Die Kinder finden ihren Weg“, glaubt Warkus. Dann allerdings geht es erst richtig los. Denn den Nachwuchs vor dem Bildschirm zu parken kann zwar verlockend sein, weil plötzlich so schön Ruhe herrscht. Medienerziehung heißt aber, die Kinder auf ihrem Weg zu begleiten, hinzuschauen, Interesse zu zeigen - und altersgemäße Grenzen zu setzen.

Zum Beispiel, was die Zeit angeht, die Jungen und Mädchen vor dem Rechner verbringen, damit weder die Hausaufgaben noch das Toben zu kurz kommen. Die Eltern tragen die Verantwortung, dass ihre Kinder sich nicht überfordern. Denn der Computer ist ein anstrengendes Medium. Während bei Vorschulkindern eine halbe Stunde täglich als Maximum gilt, darf es bei Grundschülern schon das Doppelte sein, am Wochenende vielleicht sogar mehr: „Die Kinder müssen Zeit haben, was zu entwickeln“, sagt Warkus voller Verständnis für die Bedürfnisse der Spielwütigen. Aber auch das gilt nicht immer und für alle: Wer zappelig oder angestrengt wirkt, ist mit einer kürzeren Spanne besser bedient. Und wenn draußen die Sonne scheint, braucht es Flexibilität - etwa eine Wochen-Bildschirmzeit -, damit die Kleinen nicht stur auf ihrer Computerstunde beharren.

Es ist schon vorgekommen, dass Nina Bewerunge das Haus verließ mit Tastatur und Maus in der Tasche - damit die Kinder in ihrer Abwesenheit nicht vor der Kiste hockten. Die Favoriten der Jüngeren heißen „SimCity“, „Zoo Tycoon“, „Mein Ponyhof“. Moritz besitzt eine ältere Version von „Tomb Raider“, gemeinsam mit dem Vater hat er auch schon das actionlastige „Top Gun“ getestet.

Selbst die Maus in die Hand nehmen

„Ich lasse mich darauf ein, es auszuprobieren, und bilde mir eine fundierte Meinung“: Christine Brasch, Fachfrau für Kinder und Computer bei der Zeitschrift „Eltern family“, erzählt, dass sie sich an der Spielkonsole Wii schon einen Schluckauf gelacht hat. Und sie erinnert die glänzenden Jungenaugen im Freundeskreis ihres Sohnes, wenn der berichtete, wie seine Mutter mit ihm Counterstrike gespielt hat. Nur wer sich auskennt, kann mitreden, und nur wer die Leidenschaft der Kinder nicht von vornherein verteufelt oder beim ersten Blick auf den Bildschirm am Design herummäkelt, wird respektiert.

„Meine Verbote wurden dadurch ernster genommen“, erinnert sich Brasch an die Zeit, als ihre Kinder noch jünger waren: „Löwenzahn“, „Wii Fit“ und „SingStar“ hat sie erlaubt, „Counterstrike“ und „World of Warcraft“ kamen ihr nicht ins Haus, weil beim einen auf Menschen geschossen wird und sie findet, dass das andere süchtig macht. Zwar koste es vielleicht Überwindung, selbst die Maus in die Hand zu nehmen, und aufwendig sei es natürlich auch. Aber vielleicht, so Brasch, mache es sogar Spaß, und zumindest sei es gemeinsam mit dem Kind verbrachte Zeit. Später dann, in der Pubertät, wenn Jugendliche zum Rückzug neigen, könne ein Gespräch über Computerspiele sogar erstaunliche Nähe herstellen.

Nie alleine ins Netz

Hardware zu konfiszieren ist bei Bewerunges nicht mehr notwendig, seit die Eltern einen Verbündeten gefunden haben: „Parents Friend“. Ein kostenfreies Software-Programm, das automatisch den Bildschirm abriegelt, wenn die erlaubte Zeit abgelaufen ist. Kurz vor Schluss öffnet sich ein Fenster auf dem Monitor: „Noch fünf Minuten . . . noch drei“, und schon heißt es: aus die Maus, Schluss für heute. „Big Brother“ nennt der Vater den technischen Support halb im Scherz. Tatsächlich ermöglicht er Eltern eine Menge Kontrolle: Unerwünschte Programme lassen sich sperren, bestimmte Suchbegriffe blockieren, und mit Hilfe des „Logbuchs“ können sie überprüfen, auf welchen Websites die Kinder unterwegs gewesen sind.

„Technische Filtersysteme bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Als ein Baustein sind sie trotzdem sinnvoll“, sagt Stefan Linz, der für Jugendschutz.net arbeitet. Das Internet, wo so viele andere Regeln gelten als in der realen Welt, ist delikat: Weil hier tatsächlich potentiell hinter jedem Mausklick Sex- und Gewaltdarstellungen lauern, empfiehlt Medienpädagoge Linz spezielle Suchmaschinen für Kinder sowie sichere Surfräume, bei denen ausgeschlossen ist, dass plötzlich ein Banner mit Erotikwerbung aufpoppt. Darüber hinaus ist sich die Fachwelt einig: Kinder im Grundschulalter dürfen nie alleine ins Netz. Besondere Wachsamkeit ist außerdem beim Chatten geboten, weshalb moderierte Kinderforen empfohlen werden. Gerade Mädchen werden sonst schnell von Pädokriminellen belästigt. Und weil aller Schutz seine Grenzen hat, gilt es, die Kinder vorzubereiten auf die Risiken des Netzes, wobei das wichtigste ist: eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, die auch trägt, wenn es schwierig wird. Denn wer Angst hat vor einem Computerverbot, verschweigt womöglich, wenn er ängstigende Erfahrungen macht.

Nina Bewerunge sagt ihren Kindern: „Wenn euch in einem Chatroom Fragen gestellt werden, die euch komisch vorkommen, dann brecht das sofort ab. Denkt daran: Alles, was ihr im Netz von euch preisgebt, habt ihr nicht mehr unter Kontrolle.“ Der Appell ist das eine, die Erfahrung etwas anderes. Kürzlich hatte Moritz ein Foto von sich auf SchülerVZ veröffentlicht, prompt folgte der aggressive Kommentar eines Jungen aus einem anderen Berliner Stadtteil. Moritz gab Contra, die Beschimpfungen schaukelten sich hoch, und hätte die Mutter nicht eingegriffen, wäre es womöglich noch zu einer Prügelei gekommen - ganz real.



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24.03.2009 07:53 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinderschutzgesetz noch in diesem Jahr - Kommunen wollen mehr tun Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinderschutzgesetz noch in diesem Jahr - Kommunen wollen mehr tun

Berlin/MVregio Um Kindstötungen und Misshandlungen wirksamer zu verhindern, wollen die Kommunen ihre Zusammenarbeit verstärken.


In 50 Modellkommunen in ganz Deutschland sollen die häufigsten Fehler beim Schutz von Kindern und Jugendlichen systematisch untersucht werden.

Familienministerin Ursula von der Leyen sagte, meist werde das Mehraugenprinzip nicht beachtet, die Kinder würden nur nach Aktenlage beurteilt und Informationen über die Familien in den Jugendämtern nicht ausreichend weitergegeben.

Das Gesetz zum besseren Kinder- und Jugendschutz werde noch in diesem Jahr verabschiedet, sagte die Ministerin am Dienstag in Berlin.




Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.mvregio.de/198208.html

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24.03.2009 14:48 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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