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Pflegeeltern.de » Das schwarze Brett » Medien » Welt- Aids Tag: "Mein Kind ist HIV-positiv" » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Welt- Aids Tag: "Mein Kind ist HIV-positiv" Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

"Mein Kind ist HIV-positiv"

Für HIV-positive Kinder in Deutschland ist nicht das Virus der größte Feind, sondern die Unwissenheit und Angst der anderen. Viele Familien schweigen, weil sie Ausgrenzung und Repressionen fürchten. Sabine Rockhoff geht dagegen ganz offen mit der Krankheit ihrer Pflegekinder um.


An diesem Abend sitzen im Kindergarten nur Erwachsene. Sabine Rockhoff ist aufgeregt, ihr Herz geht schnell. Sie ist neu ins hessische Weilrod gezogen, eine beschauliche Gemeinde aus 13 Dörfern. Sie kennt hier noch niemanden. Gleich soll es um ihren vierjährigen Pflegesohn gehen. Dennis ist HIV-positiv, und die Betreuerinnen des Kindergartens haben darauf bestanden, dass alle zu diesem Treffen kommen. Der Bürgermeister ist da, die Pfarrerin, viele Eltern und der Arzt aus der Frankfurter Uniklinik. Er soll berichten, warum für die anderen Kinder keine Gefahr besteht.

Der Streit entbrennt, als ein Gymnasiallehrer um das Wort bittet: Man lebe schließlich in einer Demokratie, deshalb solle abgestimmt werden, ob Dennis im Kindergarten bleiben kann. Überhaupt sollten solche Kinder bis zur Schulzeit nicht in sozialen Einrichtungen sein. Der Bürgermeister kontert: "Wenn wir darüber abstimmen, sind wir bald wieder bei den Hexenverfolgungen." Immer wieder wettert der Lehrer. Sabine Rockhoff muss zwischendurch den Raum verlassen, weil ihr Tränen in die Augen treten. Um halb zwölf ist die Diskussion beendet. Dennis bleibt im Kindergarten.

Es ist viel Mut nötig, wenn Eltern die HIV-Infektion ihrer Kinder offen ansprechen. Mut, den viele nicht haben. Denn sie fürchten Repressalien oder Ausgrenzung. HIV-infizierte Kinder leben heimlich, oft wissen sie selbst nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Auch wenn in Deutschland nur rund 500 Kinder betroffen sind - der Umgang mit ihnen wirft ein Licht darauf, wie sehr die Krankheit stigmatisiert, selbst 25 Jahre nach ihrer Entdeckung.

Die Gefahr einer Infektion ist gering

Klar ist: Das HIV-Virus kann nur durch Blut, Sperma oder Vaginalflüssigkeit übertragen werden. Dazu muss das Virus in den Körper gelangen - wie beim unwahrscheinlichen Fall, dass ein HIV-positives Kind an der Lippe blutet und dann ein anderes Kind beißt, bis dort ebenfalls Blut fließt. Die Gefahr einer Infektion ist gering: Nur bei jedem 100. riskanten Kontakt wird das Virus auch übertragen. Weil die erkrankten Kinder regelmäßig Medikamente gegen HIV erhalten, haben sie nur noch sehr geringe Mengen des Erregers im Blut - das Risiko einer Übertragung ist dadurch noch kleiner.

Monika Hildebrand (Name geändert) lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort in Niedersachsen. Ihre Pflegetochter Liza ist jetzt neun. Mit einem halben Jahr kam das Kind aus dem Heim, die leibliche Mutter arbeitete wohl als Prostituierte. Liza war sehr viel krank, hatte dauernd Mittelohrentzündungen. Weil sie sich nur zögerlich entwickelte, musste sie Tag und Nacht Windeln tragen. Sie bekam einen heftigen Ausschlag, die Ärzte wussten keinen Rat. Sie machten Tests auf alle möglichen Krankheiten und wurden schließlich fündig. Lizas Blut enthielt Antikörper gegen HIV. Eine Woche vorher ahnt Monika Hildebrand bereits etwas. In einem Telefonat mit ihrer Mutter sagt sie: "Was tun wir, wenn es HIV ist?"

Als sie die Diagnose erfährt, ruft sie ihren Mann an, der gerade auf einer Konferenz einen Vortrag halten soll. Er kommt sofort nach Hause. "Wir haben lange geheult und uns dann überlegt, wie es weitergehen soll", sagt Monika Hildebrand. Beide beschließen, nur wenigen Menschen die Wahrheit zu sagen. Die Familie und einige Freunde wissen Bescheid. Eine sehr gute Freundin zieht zufällig ins Dorf. "Sie ist meine erste Ansprechpartnerin, wenn ich etwas besprechen möchte", sagt Monika Hildebrand.

Die Eltern weihen auch die Betreuerinnen des Förder-Kindergartens ein, in den Liza geht. Schließlich müssen die ja mittags die Medikamente geben: Das Pulver aus einer gelben Kapsel, das auf einem Löffel zwischen zwei Schichten Joghurt versteckt wird. Und zwei flüssige Medikamente, die mit einer Spritze ohne Nadel aufgezogen und dann in den Mund gespritzt werden. Es klappt sehr gut, die Betreuerinnen machen mit. "Das ist schließlich ein Kindergarten für alle Kinder", sagen sie.

"Lehrer geben hier keine Medikamente"

Das Problem beginnt, als Liza in die weiter entfernte Förderschule kommt: Die Erzieher und Lehrer weigern sich, ihr mittags die notwendigen Arzneien zu geben. Sie begründen das mit einer Grundsatzentscheidung: Lehrer geben hier keine Medikamente. Die Hildebrands sprechen mehrmals mit dem Kollegium und laden dazu auch einen Berater der Aidshilfe ein. Doch die Fronten bleiben hart. Durch Zufall erfährt Monika Hildebrand, dass die Lehrer auch einen Arzt vom Gesundheitsamt zum Gespräch bitten - ohne sie und ihren Mann einzuladen. Schließlich muss eine Gemeindeschwester der Caritas jeden Mittag kommen und Liza die Medikamente geben. Anfangs zog die Schwester dazu noch Plastikhandschuhe an.

Unwissenheit schürt die Angst - das hat auch Sabine Rockhoff erfahren. Deshalb hat sie sich entschlossen, ganz offen mit der Krankheit ihrer Pflegekinder umzugehen - auch ihre Ziehtochter Amanda ist HIV-positiv. Eine der Folgen: Ihre Kinder durften nicht mehr ins Planschbecken auf dem Grundstück nebenan. Ihre Nachbarin Bärbel hatte irgendwo gelesen, dass HIV auch durch Wasser übertragen wird. "Ich bin dann jedes Mal mit den Kindern weggefahren, wenn die das Planschbecken herausholten", erinnert sich Sabine Rockhoff. Schließlich hat sie sich überlegt: Warum tue ich mir das an? Sie suchte Artikel zu HIV und Wasser heraus, gab sie Bärbel und drehte den Spieß um: "Bärbel, ich weiß gar nicht, was Deine Kinder so alles in sich tragen, die werden so selten geimpft, gehen selten zum Arzt..." Die Antwort: "Sabine, hör auf - ich habe verstanden." Von da an planschen die Kinder wieder gemeinsam.

Die Angst befällt auch diejenigen, die es eigentlich besser wissen müssten. Sabine Rockhoffs Bruder ist Anästhesiepfleger in einem Krankenhaus. Obwohl er weiß, dass keine Gefahr droht, hat er ein "mulmiges Gefühl", als seine Kinder das erste Mal mit Dennis und Amanda spielen. Nach wenigen Wochen haben sich seine Bedenken gelegt.

Der Augenarzt will nicht behandeln

Noch schlimmer ergeht es einem Aids-kranken 16-Jährigen. Wegen einer Netzhautinfektion liegt er in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover. Anschließend soll er zur Kontrolle zum niedergelassenen Augenarzt. Der liest den Entlassungsbrief aus der Klinik und ruft sofort erbost den Kinderarzt an, bei dem der Jugendliche in Behandlung ist. Das ginge nicht, dass ein Aids-Patient zu ihm geschickt wird, das müsse sofort öffentlich gemacht werden. Außerdem wirft er dem Kinderarzt Fehlverhalten vor und lehnt die Behandlung ab. Auch mehrere Gespräche fruchten nicht.

Oder der 12-Jährige Nils, der mit Aids auf der Station in Hannover liegt. Er hat vor kurzem von seiner Krankheit erfahren und sagt es seinem gleichaltrigen Bettnachbarn. Der erzählt es seinen Eltern, die sofort mit Panik reagieren. Zuerst beim Stationsarzt, dann beim Chefarzt dringen sie darauf, dass ihr Sohn unverzüglich in ein anderes Zimmer verlegt werden muss. Alle vernünftigen Argumente nutzen nichts, die Eltern geben erst Ruhe, als ihr Sohn aus der "Gefahrenzone" entfernt ist. "Die Eltern waren beide Lehrer und haben in allen anderen Lebenslagen differenziert reagiert - nur hier nicht", sagt Oberarzt Ulrich Baumann, der die HIV-Ambulanz für Kinder in Hannover betreut.

Vor Beginn der Pubertät sollten die Kinder vom Virus erfahren

Weil sich die Reaktionen der anderen nicht vorhersehen lassen, rät er den Eltern, das Geheimnis zu bewahren - auch gegenüber den Kindern. Erst wenn sie reif genug sind, so ab neun oder zehn Jahren, klärt er die Patienten gemeinsam mit den Eltern auf. "Sie sollen die Tragweite verstehen können", sagt Baumann. Er sucht dieses Gespräch auf jeden Fall vor der Pubertät, in der viele Jungen und Mädchen labil sind und die Wahrheit nur schlecht verkraften können. Die Eltern sind nicht immer bereit zu diesem Schritt. Zwei Drittel von ihnen sind selbst HIV-positiv. Wer sein Kind dadurch angesteckt hat, kämpft mit eigenen Schuldgefühlen. Manchmal geht es auch anders: Ein 15-jähriges Mädchen aus einer Kleinstadt erfährt in der Kinderklinik die Diagnose. Nach kurzer Überlegung wagt sie einen großen Schritt. Sie beruft im Gymnasium eine Vollversammlung ein und sagt es allen. Erstaunlicherweise ist die Resonanz positiv, sie lebt dort weiter ohne Probleme.

Dennis spuckt mit sieben Jahren ein anderes Kind an. Dessen Eltern sind sehr besorgt und wenden sich an die Schulleiterin. Die ruft alle Lehrer, die Eltern und Pflegemutter Sabine Rockhoff zusammen. Auch der Arzt aus der Frankfurter Uniklinik ist wieder da und sagt: "Selbst wenn Ihr Kind zehn Liter Spucke trinken würde, wäre es immer noch fraglich, ob es sich überhaupt ansteckt." Drei Tage später flattert Sabine Rockhoff ein Brief ins Haus. Dennis ist zum Geburtstag des anderen Jungen eingeladen. "Es war ein langer Kampf, aber es hat sich gelohnt", sagt Sabine Rockhoff heute. Und ihre Nachbarin Bärbel ist jetzt ihre beste Freundin.



Quelle: http://www.stern.de/kinderkrankheiten/ak...tiv/647270.html

__________________
Liebe Grüße von Reica



Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.....also auf Kosten unserer Kinder!!!
01.12.2008 16:32 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
Dieser am 01.12.2008 um 16:32 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Reica wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

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