Menü
» Portal
» Forum

» Registrieren
» Mitglieder
» Team

» Literaturliste
» Datenbank
» Treffen
» Seminare
» Galerie
» Landkarte
» Musteranträge
» Lexikon
» Abkürzungen

» Chat (direkter Zugang)

» Regeln
» F.A.Q
» Impressum
» Datenschutzerklärung

Private Nachrichten
Benutzername:

Passwort:

(Passwort vergessen ?)


Designauswahl
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Sie unterstützen unsere Arbeit wenn Sie hier bestellen:

Unterstützen Sie uns durch Ihren Einkauf bei Amazon

Boardsuche
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Wer ist Online ?
Zur Zeit im Forum unterwegs:
- 6 Mitglieder
- davon 4 unsichtbar
- 2 Besucher
- 8 Benutzer gesamt

btik04
Rosenköpfchen

Wer ist wo online?

Wer ist im Chat ?
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Geburtstage
Wir gratulieren zum Geburtstag:

dostephjesus (39)
Gabriele Schulz (52)
Lysun (32)
Manu42 (50)
mausepuppelienchen (43)
menolly (40)
Seattle (30)

neuste Mitglieder
» Elli08
registriert am: 20.11.2019

» carina
registriert am: 19.11.2019

» Sabine82
registriert am: 19.11.2019

» Peter H
registriert am: 19.11.2019

» Lenek
registriert am: 17.11.2019


Team
Administratoren:
fausball
miwi

Moderatoren:
Lexa

UserFragenAnonym:
UFA

Fachkraft:
Henrike Hopp
Heribert Giebels
Klaus Wolf
MuKiHilfswerk
Scharlotte


Links
zur Linkliste
- Anwälte des Pflegekinderwesens
- Erzieherische Unterstützung
- Fachkräfte des Pflegekinderwesens
- Ferienfreizeiten
- Forschung etc.
- Humor / diverse Links
- Kindergarten, Schule & Co.
- Pflegekinderwesen
- sonstiges
- Sport, Spiel und Freizeit
- Störungen/besondere Krankheiten von Kindern

Ihr Avatar
Sie sind nicht eingeloggt und können so diese Funktion nicht nutzen.

Datenbank
10 Neuste DB-Einträge:
- Checkliste zur Aufnahme von Kindern
- Newsletter 02/2014 zum Camp
- Aktualisierte Broschüre “Kinder- und Jugendhilfere
- Flyer
- Newsletter Dezember 2011
- Newsletter Dezember 2010
- Newsletter September 2010
- Bereitschaftspflegefamilie - Pflegeeltern.de
- Newsletter August 2009
- Newsletter April 2009


Top10 DB-Einträge:
- Offener Brief von Bereitschaftspflegeeltern
- “Nähe zulassen” – Ein Dokumentarfilm
- aktuelle Informationen zum Elterngeld
- Fragebogen
- Auswahl & Rolle des Gutachters im familiengerich..
- Verlinkung - Banner
- Handzettel
- Kick
- Newsletter August 2007
- Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vor


Literarturbox
hier klicken um zur
Literaturliste zu wechseln.


Das Forum sagt Danke
Ihnen fehlen die Rechte dazu um den Inhalt dieser Box zu sehen.

Pflegeeltern.de » Das schwarze Brett » Medien » Streit um Spätabtreibung » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Streit um Spätabtreibung
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Irina Irina ist weiblich
gehört zum Inventar



[meine Galerie]


Dabei seit: 18.04.2005
Beiträge: 12.457
Bundesland: Nordrhein-Westfalen


Streit um Spätabtreibung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Streit um Spätabtreibung

Die Politik will Ärzte in die Pflicht nehmen, schwangere Frauen rund um vorgeburtliche Untersuchungen besser zu informieren. Wie dies gelingen soll, ist aber umstritten.


Die Fälle zum Thema Spätabtreibung machen fassungslos. Zum Beispiel Tim: Er überlebte vor elf Jahren seine eigene Abtreibung und wurde zehn Stunden ohne medizinische Versorgung liegen gelassen. Der Junge ist schwer mehrfach behindert und lebt heute in einer Pflegefamilie. Es gibt viele TV-Reportagen über ihn, in denen ein glücklicher Junge zu sehen ist.

Die andere Geschichte handelt von Sebastian, der heute zwölf Jahre alt ist und ohne Arme und Beine zur Welt kam. Die Eltern des Kindes verklagten die Gynäkologin, die die Mutter während der Schwangerschaft betreut hatte, auf Schadenersatz. 2005 gab der Bundesgerichtshof den Eltern Recht und verpflichtete die Medizinerin, dauerhaft den Unterhalt des Kindes zu zahlen. Die Ärztin wurde für ihren Kunstfehler verurteilt. Sie hatte den Eltern nach elf Ultraschalluntersuchungen gesagt, dass sie ein gesundes Kind bekommen würden.

In diesem Spannungsverhältnis der Schicksale von Tim und Sebastian diskutieren Politiker seit mehr als zehn Jahren eine gesetzliche Neuregelung der Spätabtreibung. "Wir haben immer wieder Fälle, in denen Ärzte bei Verdacht auf Behinderung sehr schnell zum Abbruch raten", sagte Kerstin Griese (SPD) gestern im Bundestag.

Die kontroverse Debatte zeigte, dass sich im Bundestag eine Mehrheit für eine Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes abzeichnet. Ziel der Befürworter einer Gesetzesänderung ist es, den Ärzten mehr Beratungspflichten aufzuerlegen und den Eltern neben der medizinischen auch eine psychosoziale Beratung anzubieten. Zwischen der Diagnose und einer möglichen Abtreibung soll zudem eine dreitägige Bedenkzeit liegen. Die Befürworter einer Gesetzesänderung hoffen, damit auch ein gesellschaftspolitisches Signal zu setzen. Sie wollen Mut machen, sich auch für ein Leben mit behinderten Kindern zu entscheiden.

Befürworter und Gegner einer Gesetzesänderung lassen sich parteipolitisch nicht eindeutig sortieren. Insgesamt liegen fünf Gruppenanträge im Bundestag vor. Eine Mehrheit von SPD und Grünen sowie die Linke sprechen sich gegen eine Gesetzesänderung aus. "Keine Frau entscheidet sich in dieser Situation leichtfertig, deshalb dürfen wir keine Gesetzesänderung vornehmen, die den Frauen dies unterstellt", sagte die SPD-Abgeordnete Christel Humme. Die Befürworter einer Gesetzesänderung wehrten sich heftig gegen den Anwurf. "Ich warne davor, daraus einen Kulturkampf zu machen", sagte Griese. Zu den Befürwortern einer Gesetzesänderung zählt eine Mehrheit von Union und FDP sowie zahlreiche Grüne und SPD-Abgeordnete.

Kirchen und Behindertenverbände drängen schon seit Jahren auf eine Gesetzesänderung. "Angesichts des Schocks einer solchen Diagnose scheint mir zuallererst eine mindestens dreitägige Bedenkzeit notwendig, damit in Ruhe eine Entscheidung getroffen werden kann", sagte Landesbischöfin Margot Käßmann unserer Zeitung. Käßmann fügte hinzu: "Zusätzlich zur ärztlichen Beratung, die ja meist über die Behinderung aufklärt, halte ich eine psychosoziale Beratung für wichtig, damit eine Frau Gelegenheit hat, auch über das Leben mit einem behinderten Kind und das Trauma einer Abtreibung nach der 22. Woche zu sprechen."

Weitgehend einig sind sich Befürworter und Gegner einer Gesetzesänderung, dass die Beratung vor Untersuchungen des Embryos im Mutterleib besser werden soll. Die große Mehrheit der Redner im Bundestag betonte, dass auch das Recht auf Nichtwissen und die Möglichkeit auf Untersuchungen zu verzichten, gestärkt werden müssten. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ilse Falk sagte: "Ich träume manchmal von der guten alten Zeit des Nicht-Wissens." Falk, Jahrgang 1943, ist vierfache Mutter.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/p...abtreibung.html


__________________
Liebe Grüße
Irina


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus

20.12.2008 08:20 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
Dieser am 20.12.2008 um 08:20 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Irina wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

yadzia yadzia ist weiblich
Wirbelwind


images/avatars/avatar-20.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 12.11.2007
Beiträge: 247
Bundesland: Nordrhein-Westfalen


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ab der 22.SSW werden Frühgeborene auf Wunsch der Eltern intensivmedizinisch betreut´und WAhrscheinlichkeit einer Behinderung ist sehr hoch. Spätabtreibung sind auch noch in der 3o.SSW bei Behinderungen gesetzlich erlaubt.
Mir alles nicht verständlich..............

__________________
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht."
(Václav Havel)
20.12.2008 10:12 yadzia ist offline E-Mail an yadzia senden Beiträge von yadzia suchen Nehmen Sie yadzia in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 20.12.2008 um 10:12 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User yadzia wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Martha74
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

rechtlich dürfte man sogar einen Tag vor ET noch abtreiben. Ich verstehe das nicht ?!
20.12.2008 10:16
Dieser am 20.12.2008 um 10:16 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Martha74 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Irina Irina ist weiblich
gehört zum Inventar



[meine Galerie]


Dabei seit: 18.04.2005
Beiträge: 12.457
Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Themenstarter Thema begonnen von Irina

Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

noch ein Artikel zum Thema:

Bessere Beratung bei Spätabtreibungen
Im Zweifel für die Kinder

Die einen sprechen von unmenschlicher Auslese, die anderen fürchten einen Angriff auf das Recht der Frauen, selbst über eine Schwangerschaft zu entscheiden. Es geht um Spätabtreibungen, ein schwieriges Thema, das gestern im Bundestag auf der Tagesordnung stand. Viele Ärzte hoffen auf eine Verschärfung der gesetzlichen Regelung. Die Verfechter des Status quo warnen dagegen vor einer neuen Debatte über den Paragrafen 218. Nur selten wird im Bundestag nach dem Gewissen abgestimmt. Im Regelfall herrscht Fraktionszwang, und die meisten Parlamentarier folgen bei der Abstimmung der Parteilinie. Beim Thema der Spätabtreibungen wird es dem einzelnen Abgeordneten jedoch freigestellt sein, ob er für eine Neuregelung der gesetzlichen Regelungen votiert oder alles beim Alten lassen will. Es ist eine ethische Entscheidung, und der Ausgang des parlamentarischen Verfahrens, das gestern mit der Einbringung fünf unterschiedlicher Anträge begann, ist völlig offen.

Als Spätabtreibungen gelten Abbrüche nach der 23. Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kinder dank moderner Medizintechnik außerhalb des Mutterleibs bereits überlebensfähig. Jährlich werden einige wenige Hundert Fälle registriert, in denen eine so weit fortgeschrittene Schwangerschaft unterbrochen wird. Experten sprechen allerdings von einer deutlich höheren Dunkelziffer. In jedem Fall liegt die Zahl der Abbrüche, die ab der 16. Woche erfolgen, bei einigen Tausend. Zu diesem Zeitpunkt wird üblicherweise das Downsyndrom diagnostiziert.

Für werdende Eltern bricht meist eine Welt zusammen, wenn sie erfahren, dass ihr Wunschkind, auf das sie sich schon seit Monaten freuen, behindert oder schwer krank ist. Auf den Augenblick einer solchen Diagnose durch den Arzt kann sich niemand seelisch vorbereiten. Viel zu oft wird dann fast automatisch der Termin zum Abbruch festgesetzt. Frauen durchlaufen den Prozess im Schockzustand und klagen später oftmals über mangelnde Hilfsangebote. Auch fehlt es den meisten Paaren an Informationen darüber, wie ein Familienleben mit einem behinderten Kind tatsächlich aussieht. Die Entscheidung für das Baby fällt - nicht nur den Eltern, sondern der gesamten Gesellschaft - viel schwerer als der Abbruch.

Den Automatismus von Diagnose und Abbruch zu durchbrechen ist das erklärte Ziel der Verfechter einer Neuregelung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Den Abgeordneten geht es erklärtermaßen nicht darum, die Frauen in der Krise zusätzlich unter Druck zu setzen oder ihnen gar das Recht abzusprechen, über Fortgang oder Abbruch der Schwangerschaft selbst zu entscheiden. Doch die Ärzte sollen dazu verpflichtet werden, konkrete Hilfsangebote aufzuzeigen. Die Frauen aber können weiterhin die Beratung ablehnen. Um zu verhindern, dass die Eltern im Schock eine Entscheidung treffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, soll zudem eine Drei-Tages-Frist eingeführt werden, die nach der Diagnose eingehalten werden muss. Nicht nur Frauenrechtlerinnen, sondern auch dem Gros der Sozialdemokraten, vielen Grünen und Liberalen gehen schon diese moderaten Änderungen am bestehenden Schwangerschaftskonfliktgesetz zu weit. Dabei gibt es sowohl die Drei-Tages-Regelung als auch die Beratungspflicht schon längst bei Abtreibungen, die in den ersten zwölf Wochen durchgeführt werden.

Die Kritiker einer Neuregelung sprechen stets von den Rechten der Frauen. Aber es geht in diesen Fällen eben auch um das Recht eines Ungeborenen auf Leben. Natürlich gibt es die Fälle, in denen der Fötus ohnehin dem Tode geweiht ist, etwa weil ihm lebenswichtige Organe fehlen. Doch gerade die Kinder mit Downsyndrom besitzen in der Regel eine große Lebensfreude.

Ist es den bedauernswerten Müttern und ihren Partnern zuzumuten, sich drei Tage lang mit ihrer schlagartig veränderten Lebenssituation auseinanderzusetzen, möglicherweise mit Selbsthilfegruppen zu treffen oder sich über Möglichkeiten zu informieren, das Baby nach der Geburt an eine Pflegefamilie zu geben? Dies ist in der Tat eine Gewissensfrage. Doch weil die Chance besteht, dass auf diesem Wege manche Paare vielleicht doch Ja sagen können zu ihrem behinderten oder kranken Kind, wäre unsere Gesellschaft mit dem geänderten Gesetz ein wenig menschlicher.

Quelle: http://www.welt.de/welt_print/article290...die-Kinder.html


__________________
Liebe Grüße
Irina


Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus

20.12.2008 10:56 Irina ist offline Beiträge von Irina suchen Nehmen Sie Irina in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Irina: locotanz1
Dieser am 20.12.2008 um 10:56 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Irina wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Griseldis Griseldis ist weiblich
Privatschüler


images/avatars/avatar-1199.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 21.02.2006
Beiträge: 1.819
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Herkunft: linker Niederrhein, Xanten


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Hallo!
Ich bin für die 3- Tages- Frist! Die werdene Mutter, die schon vor der Schwangerschaft ein behindertes Kind ausschließt, wird auch nach 3 Tagen den Abbruch machen. Die anderen aber werden sich in den 3 Tagen vielleicht für das Kind entscheiden. Ich sehe das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung nicht eingeschränkt durch die 3- Tages- Frist. Und das behinderte Kinder eine große Lebensfreude haben, kann ich nur bestätigen.
Gruß Griseldis

__________________
Griseldis BJ 56 "flügge": Ado-T 82, PT 91, PS 97 u. PT 97 "Nestlinge": PS 03, PT 10
20.12.2008 11:08 Griseldis ist offline E-Mail an Griseldis senden Beiträge von Griseldis suchen Nehmen Sie Griseldis in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Griseldis in Ihre Kontaktliste ein
Dieser am 20.12.2008 um 11:08 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Griseldis wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Sasa Sasa ist weiblich
Professor


images/avatars/avatar-95.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 21.10.2006
Beiträge: 8.949
Bundesland: Niedersachsen


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ich stehe - nur für mich!- auf dem Standpunkt, ich wachse an meinen Aufgaben. Ich hätte auch ein behindertes Kind bekommen. Wenn mir im Laufe der Schwangerschaft gesagt worden wäre, eines meiner Kinder hätte eine Behinderung, dann hätte ich versucht, so viel wie möglich über diese Behinderung zu erfahren. Denn: wie das Leben mit einem kranken Kind ist, kann man sich, bevor man in der Situation ist, kaum vorstellen. Auch ist jede Behinderung anders.

Im Fernsehen war zu diesem Thema mal eine Talkshow. Eine seriöse großes Grinsen . Da war ein kleinwüchsiger Schauspieler- ich komm jetzt nicht auf den Namen. Er sagte, er habe seine Mutter gefragt, ob sie ihn bekommen hätte, wenn sie vorher von der Behinderung gewußt hätte. Sie habe lange überlegt und gesagt: Weiss ich nicht. Heute, wo Du erwachsen bist, würde ich sagen ja, natürlich. Es war nicht schwieriger, Dich großzuziehen, als Deine gesunden Geschwister. Aber- das wusste ich ja vorher nicht...

Das ist, glaube ich, ein großes Problem für viele Eltern. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, daß einige Ärzte dann durchblicken lassen, eine späte Abtreibung sei besser, als ein krankes Kind aufzuziehen....
Als unsere Große unterwegs war, war ihr Kopf monatelang viel zu klein. Ich hätte eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen sollen, um genaueres raus zu finden. Ich ging damals zu einer "eher alternativen" Beratungsstelle, die stellten, im Gegensatz zu Pro Familia, eher die Risiken der Fruchtwasseruntersuchungen in den Vordergrund. Ich beschloß damals, nein, mache ich nicht. Diese Einstellung fanden einige Ärzte sehr verantwortungslos...

Andererseits muß jede Frau das selbst entscheiden. Ich kenne eine Frau, die eine schwerstbehinderte Schwester hat, um die sie sich liebevoll kümmert. Sie hat in der Schwangerschaft eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, um diese Behinderung ( ist genetisch bedingt ) bei ihrem Kind auszuschließen, weil sie kein Risiko eingehen wollte....

Eine Entscheidung pro oder contra muß jeder für sich, aber gut überlegt, treffen. Daher bin ich ebenfalls für eine vorgeschriebene Bedenkzeit....

__________________
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
20.12.2008 14:24 Sasa ist offline Beiträge von Sasa suchen Nehmen Sie Sasa in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 20.12.2008 um 14:24 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Sasa wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

suri suri ist weiblich
Hauptschüler


images/avatars/avatar-69.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 20.10.2005
Beiträge: 1.056


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Die Probleme fangen schon viel früher an.

Wem wird denn wirklich genau vor einer Fruchtwasseruntersuchung gesagt: "Es geht darum, ein behindertes Kind zu entdecken und gegebenfalls zu töten???" Es gibt immer noch Frauen die glauben sie tun ihrem Kind etwas gutes mit der Untersuchung.

Der nächste Punkt ist der:
was würden denn all jene, die sagen, sie könnten nicht mit einem behinderten Kind leben machen, wenn das Kind z.B. unter der Geburt einen Sauerstoffmangel erleidet und daraufhin behindert ist? Weggeben? Oder wird der nächste Schritt sein, behinderte Neugeborene "einzuschläfern"????

Was würden sie tun, wenn ihr Kleinkind einen Unfall hat und danach behindert ist? oder eine Krankheit etc...

Das Leben ist voller Risiken, und wir haben leider KEINEN Anspruch auf eine heile Welt.

Wir haben selbst ein behindertes Kind- ich weiß also schon, wovon ich rede.

LG;
Suri

__________________
Suri

2 Pflegekinde darf ich ins Leben begleiten, beide haben ein großes gesundheitliches Päckchen zu tragen.

20.12.2008 14:53 suri ist offline E-Mail an suri senden Beiträge von suri suchen Nehmen Sie suri in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 20.12.2008 um 14:53 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User suri wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

umm
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

man kann ja nicht unbedingt vorher sagen wie man reagieren würde.
aber rein theoretisch:

NIEMALS würde ich ein kind egal mit welcher behinderung abtreiben.
ich würde auch niemals größere untersuchungen wie eben die fruchtwasseruntersuchung vornehmen lassen.

ich verstehe auch frauen, die sich nicht vorstellen können mit dem kind zu leben, aber sollten sie ihm nicht trotzdem das leben lassen? keine ahnung verwirrt
20.12.2008 14:54
Dieser am 20.12.2008 um 14:54 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User umm wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Calluna Calluna ist weiblich
Chef


images/avatars/avatar-2000.png
[meine Galerie]


Dabei seit: 31.05.2005
Beiträge: 5.769
Bundesland: Nordrhein-Westfalen


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ich schließe, und habe das immer getan, Abtreibung für mich persönlich aus!
Kinder sind Geschenke (ob man sagt von Gott oder von der Natur), ich würde auch ein behindertes Kind austragen.

Jede Frau hat aber das Recht, sich selber für oder gegen zu entscheiden.
Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, das Kind auszutragen und es zur Adoption oder zur Pflege freizugeben. Darauf müßte auch hingewiesen werden.
Es gibt viele Familien, die es sich zutrauen oder sogar wünschen, einem Kind mit Behinderung
ein gutes Leben zu ermöglichen.

Eine legale Abtreibung dürfte es aber meiner Meinung nach nicht nach der 18.SSW geben.
Bis dahin können (meines Wissens nach) schwere Behinderungen festgestellt worden sein.
Die Dreitagesfrist finde ich gut und richtig,
aber nach der 18. Woche bin ich absolut dagegen.

Unser PS hat einen kleinen Bruder, der in der 23. SSW geboren wurde (mit noch einem Zwilling).
Der Kleine hat überlebt, ist geistig behindert, aber ein sehr fröhliches Kind.
Er ist jetzt 3 Jahre und geht in den Integrativkiga.

Calluna

__________________
http://www.familienhilfe-sbano-uganda.de/
20.12.2008 15:14 Calluna ist offline Beiträge von Calluna suchen Nehmen Sie Calluna in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 20.12.2008 um 15:14 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Calluna wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Sasa Sasa ist weiblich
Professor


images/avatars/avatar-95.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 21.10.2006
Beiträge: 8.949
Bundesland: Niedersachsen


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ich könnte auch nicht damit leben, ein Kind abgetrieben zu haben. Auch in der Frühschwangerschaft nicht. Aber- das ist meine Einstellung, jede muß ihren eigenen Weg finden.
Ich gebe Calluna recht, wenn eine Abtreibung, dann so früh wie möglich!

Ich könnte es mir auch nicht vorstellen: Eine Abtreibung in der späten Schwangerschaft . Man nimmt doch eine Beziehung zu dem Kind auf, fühlt die Bewegungen...

Unsere jüngste wurde mit Notkaiserschnitt nach einer Plazentalösung geboren. Gleich nach der Geburt sagte man uns, sie habe unbeschreibliches Glück gehabt, oft sterben die Kinder schon im Mutterleib. Uns wurde gesagt, wir müssten sie gut beobachten, es wurden viele Untersuchungen gemacht, um Sauerstoffmangelschäden auszuschließen. Sie ist kerngesund! Aber erst in solchen Momenten bedenkt man wirklich, welches Glück es ist, ein gesundes Kind zu haben.

Suri, so sehe ich das auch. Natürlich sind die normalen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wirklich, auch eine gute Beratung bzgl. Rauchen und Alkohol- wie oft wird da noch gesagt, ach, das kleine Gläschen Sekt, ab und an mal ein Bier..

__________________
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
20.12.2008 17:31 Sasa ist offline Beiträge von Sasa suchen Nehmen Sie Sasa in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 20.12.2008 um 17:31 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Sasa wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Kalle
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Calluna
Jede Frau hat aber das Recht, sich selber für oder gegen zu entscheiden.
Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, das Kind auszutragen und es zur Adoption oder zur Pflege freizugeben. Darauf müßte auch hingewiesen werden.
Es gibt viele Familien, die es sich zutrauen oder sogar wünschen, einem Kind mit Behinderung
ein gutes Leben zu ermöglichen


Mich macht dieses Thema traurig, denn wer entscheidet, ob ein Kind behindert ist oder nicht?? Wir konnten es nicht beeinflussen, denn unser Kind ist behindert und wir sind durch die Hölle gegangen!!! Wir haben manchmal gedacht: " Welche Schmerzen soll unser Kind noch ertragen?" Wir haben dann durch diese ganzen Krankenhausaufenthalte gesehen, anderen geht es noch schlechter!!! Wir haben wirklich schlimme Krankheiten sehen müssen, leider auch sterbende Kinder und das macht hart!!! Unser Kind ist stark geworden, durch unsere Hilfe und uns ist kein Weg zu weit es untersuchen zulassen!!!
Dieses Jahr war echt ein hartes Jahr für uns, aber wir haben es gemeinsam geschafft und Nordlichter, passt nur auf wir kommen wieder!!! großes Grinsen großes Grinsen
20.12.2008 20:14
Dieser am 20.12.2008 um 20:14 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Kalle wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Jekar04 Jekar04 ist weiblich
Privatschüler


images/avatars/avatar-40.jpg
[meine Galerie]


Dabei seit: 17.03.2007
Beiträge: 1.902


Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Also ich bin auch gegen Spätabtreibungen.

Und wenn ich ein Kind bekomen würde das Behindert ist und es wurde nicht erkannt, oder ist während der Geburt geschädigt worden, dann würde ich mich dem auch stellen, und denke auch das man an den Aufgaben wachsen kann.

Allerdings wenn ich jetzt nochmal Schwanger werden würde, würde ich auch alle Untersuchungen machen lassen, und wenn es frühzeitig erkannt wird auch kein Behindertes Kind bekommen.

Wär es das Erste, wär es noch anders, denn dann entscheide ich nur für mich, aber nun muss ich auch an meine schon vorhandenen Kinder denken, und will die nicht mit einem Behindertem Geschwisterkind belasten.
Klar haben viele Behinderte viel Lebensfreude und vermissen nichts usw. aber man selber? Und die Geschwister?

Respekt vor allen die sich bewust für ein besonderes Kind entscheiden und damit Leben und immer für es da sind.

__________________
Liebe Grüße

*Das Lächeln ist ein Licht im Fenster der Seele. Ein Zeichen das das Herz zu Hause ist*
(Reinhard Becker)
20.12.2008 21:05 Jekar04 ist offline Beiträge von Jekar04 suchen Nehmen Sie Jekar04 in Ihre Freundesliste auf
Dieser am 20.12.2008 um 21:05 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Jekar04 wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Kalle
unregistriert
Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
[i]Original von Jekar04[/i

Allerdings wenn ich jetzt nochmal Schwanger werden würde, würde ich auch alle Untersuchungen machen lassen, und wenn es frühzeitig erkannt wird auch kein Behindertes Kind bekommen.

Wär es das Erste, wär es noch anders, denn dann entscheide ich nur für mich, aber nun muss ich auch an meine schon vorhandenen Kinder denken, und will die nicht mit einem Behindertem Geschwisterkind belasten.
.


Das kann ich dir nicht glauben, denn die Geschwister lieben sich, auch wenn eines "Behindert" ist!!! großes Grinsen Na klar mussten die Anderen zurückstecken, aber heute gehen sie durch dick und dünn!!! großes Grinsen Wir sind Stolz auf unsere Kinder und nehmen alle so wie sie sind!!! Es müssen viele noch umdenken lernen, denn die Gesellschaft hat nur ein Problem mit einer Behinderung!!!


LG
Kalle
20.12.2008 23:49
Dieser am 20.12.2008 um 23:49 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Kalle wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Pflegeeltern.de » Das schwarze Brett » Medien » Streit um Spätabtreibung
Das Forum von Pflegeeltern für Pflegeeltern
sitemap

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH Style By D€NiS™