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Zum Ende der Seite springen Qualen bis in die Gene
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peutetre peutetre ist weiblich
ist auch nur ein Mensch ;o)


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Dabei seit: 09.04.2005
Beiträge: 28.211
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Qualen bis in die Gene Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Mindestens 100.000 Kinder sind jedes Jahr allein in Deutschland von Misshandlungen bedroht oder betroffen - von Prügel, Vernachlässigung oder sexuellem Missbrauch. Dass die Opfer noch lange später leiden, ist klar. Doch nun wurden Spuren der Gewalt sogar im Erbgut gefunden.


Es gibt Verletzungen, die wachsen sich nicht einfach aus. Natürlich wissen wir das alle. Und es ist auch nicht wirklich verwunderlich, dass bleibende, nie ganz zu behebende Schäden gerade auch die Kleinsten und Schutzlosesten unter uns treffen können. Kinder also und Babys. Wie auch sollten sie sich gegen körperliche oder auch "nur" psychische Gewalt wehren können?

Schon seit längerem gibt es unter Experten den Verdacht, dass schwere Verletzungen der kindlichen Seele - auch solche durch körperliche Misshandlungen - nicht einfach früher oder später spurlos verschwinden, nur weil irgendwann das Elend vorbei ist, das sie hervorgerufen hat. Wir reden hier nicht nur von den spektakulären Einzelfällen, die immer wieder einmal grausam die Nachrichten beherrschen. Nimmt man die berüchtigte Dunkelziffer hinzu, reichen die Schätzungen der Sachverständigen von rund 100.000 Kindern unter sechs Jahren bis zu über einer halben Million, die bei uns vor ihrem familiären Umfeld geschützt werden müssten, weil schlimmstenfalls nicht nur das "Kindeswohl", wie es im Juristendeutsch heißt, sondern sogar das Leben der Kleinen in Gefahr ist.

Wie tief sitzt das Trauma?
Nach psychologischen Beobachtungen liegt der Verdacht nahe, dass Missbrauch im Kindes- und Jugendalter den Opfern nicht nur akut erheblichen Stress bereitet. Solche Schädigungen können auch die Art und Weise beeinträchtigen, wie ein Mensch auch noch später im Leben mit Stress jeglicher Art umgeht. Wie tief das früh erlittene Trauma tatsächlich sitzt, entdeckten jetzt Wissenschaftler um den Psychiater und Neurologen Michael J. Meaney von der McGill University in Montreal.

Das Team hatte Gelegenheit, auf die "Quebec Suicide Brain Bank" zuzugreifen, in der auf minus 80 Grad Celsius abgekühlte Hirnproben von Menschen aufbewahrt werden, die ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben und deren Geschichte nach standardisierten psychologischen Verfahren rekonstruiert werden konnte. Insgesamt wurden Proben von 24 verschiedenen Gehirnen aus der Gewebebank untersucht, wobei genau die Hälfte dieser Suizidopfer im Kindesalter misshandelt worden war. Diese Proben wurden nun mit anderen verglichen, die aus Gehirnen von ebenfalls plötzlich, aber nicht durch Selbsttötung Verstorbenen stammten. Somit gab es Daten aus einer "neutralen" Kontrollgruppe, von denen sich ein möglicher gemeinsamer Effekt des Suizids bei allen anderen Proben abheben konnte.

Um der Stressreaktion besondere Aufmerksamkeit zu schenken, untersuchte das Team um Meaney den "Glucocorticoid-Rezeptor". Der Zungenbrecher steht für eine chemische Andockstelle im Gehirn, über die Botenstoffe (nämlich Glucocorticoide genannte Hormone der Nebennierenrinde) aufgenommen werden und damit sehr vereinfacht gesagt zu einer "Abregung" des gestressten Menschen führen. Ist dieses körpereigene Signalsystem stark ausgeprägt, sind Menschen durch Aufregungen nicht so leicht aus der Bahn zu werfen.

Wie alle anderen Funktionsträger unseres Körpers sind auch diese Rezeptoren des Gehirns in unserem Erbgut angelegt. Doch reicht es nicht, die genetischen Pläne einfach nur in uns zu haben. Die so angelegten Empfangsstellen müssen auch wirklich "gebaut" werden. Anders gesagt: Die passenden Abschnitte im Erbgut müssen aktiviert werden, damit sie tun, was sie tun sollen. Misslingt das ganz oder werden zu wenige dieser Rezeptoren installiert, werden davon Betroffene besonders stressempfindlich und seelisch instabil - guter Nährboden für psychische Erkrankungen.

Eine derartige Unterentwicklung der Stressreaktion entdeckten die kanadischen Forscher nun tatsächlich im Erbgut, das von Suizidopfern stammte, die als Kinder misshandelt worden waren. Nur bei ihnen, nicht bei allen anderen Proben, wurde der genetische Abschnitt für die Glucocorticoid-Rezeptoren auffallend schwach aktiviert. Ganz ähnliche Störungen waren bereits im Laborexperiment bei Ratten beobachtet worden, denen man absichtlich die mütterliche Pflege verweigert hatte. Nun also zeigt sich dieser bleibende negative Effekt einer kindlichen Misshandlung bis tief hinunter ins Erbgut zum ersten Mal auch beim Menschen.

Was wird an die folgende Generation weitergegeben?
Das Bestürzende an diesen Befunden sind nicht die genetischen Einzelheiten, die Experten vielleicht nicht einmal verwundern. Was wirklich berührt und nicht nur Fachleute betrifft, ist die wachsende Gewissheit, dass nie wieder gut zu machen ist, was Kindern in den ersten Jahren an Brutalität angetan wird. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen und auch nicht in erster Linie darum, wer was und warum getan hat. Die unverzichtbare und unaufschiebbare Aufgabe der Gesellschaft - von uns also - muss es sein, jedes einzelne Baby und Kind vor einem Schicksal zu bewahren, dem es womöglich ein Leben lang nicht mehr entkommen kann. Schlimmer noch: das es vielleicht sogar mit seinem eigenen Erbgut auf die folgende Generation überträgt. Auch dafür, dass Erfahrungen genetisch weitergegeben werden können, gibt es inzwischen beunruhigende Belege aus dem Labor.

Es dürfen darum keine Entschuldigungen mehr gelten, wie wir sie schon so oft in grausamen Fällen von Missbrauch oder Vernachlässigung zu hören bekamen. Keinen noch so gut gemeinten Verweis auf das staatlich garantierte Erziehungsrecht der Eltern und auch keinen hilflosen Fingerzeig auf zu wenig Personal in den Behörden und leere Kassen der Kommunen. Weder ein falsches Freiheitsverständnis noch eine wirtschaftlich prekäre Lage können entschuldigen, dass das Leben von Kindern verpfuscht wird, bevor es auch nur richtig beginnen konnte. Das ist die wichtigste Lehre aus der neuen kanadischen Studie.


Literatur:
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der Technischen Universität Dortmund 2006: KomDat - Jugendhilfe, Sonderausgabe 9. Jg.
Holt, S. et al. 2008: The impact of exposure to domestic violence on children and young people: A review of the literature, Child Abuse and Neglect 32, 797-810
Bundeskriminalamt (Hg.) 2007: Gewalt gegen Kinder, Gewalt von Kindern in Deutschland - Zusammenstellung von Daten aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2007
McGowan, P. O. et al. 2009: Epigenetic regulation of the glutocorticoid receptor in human brain associates with childhood abuse, Nature Neuroscience, DOI: 10.1038/nn.2270
Ney, P. G. et al. 1994: The Worst Combinations of Child Abuse and Neglect, Child Abuse and Neglect 18, 705-714



Quelle: http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/...glich23.02.2009


__________________
Liebe Grüße
Silvia



Mit den Wölfen heulen gilt denen als Ausrede, die mit den Schafen blöken.
Hans Reimann

23.02.2009 21:24 peutetre ist offline E-Mail an peutetre senden Homepage von peutetre Beiträge von peutetre suchen Nehmen Sie peutetre in Ihre Freundesliste auf

Reica Reica ist weiblich
gehört zum Inventar


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Dabei seit: 31.05.2005
Beiträge: 20.946
Bundesland: Rheinland-Pfalz


Wie frühkindliche Bindung Gehirn und Verhalten beeinflusst Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Wie frühkindliche Bindung Gehirn und Verhalten beeinflusst

Magdeburger Neurowissenschaftler präsentieren neueste Ergebnisse der Hirnforschung auf "6. Magdeburger Tag der Erziehung"

Magdeburger Neurowissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bieten am 18. März 2009 wieder Hirnforschung zum "Anfassen". Zum "6. Magdeburger Tag der Erziehung" werden Mediziner, Biologen und Psychologen unter dem Motto "Neurobiologische und entwicklungspsychologische Aspekte der frühkindlichen Bindung" komplexe Prozesse im menschlichen Gehirn allgemein verständlich und populärwissenschaftlich präsentieren. Besonders im Vordergrund stehen Störungen des kindlichen Sinnes- und Wahrnehmungssystems. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Lehrer, Erzieher und Sonderpädagogen, aber auch an interessierte Eltern.

Was: 6. Magdeburger Tag der Erziehung "Die Bedeutung frühkindlicher Bindung für die Entwicklung von Gehirn und Verhalten"

Wann: 18. März 2009, 14.00 Uhr bis ca. 18.30 Uhr

Wo: Otto-von-Guericke-Universität, Campus der Medizinischen Fakultät, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, Theoretischer Hörsaal, Haus 28

Bitte Voranmeldung unter michael.gruss@ovgu.de oder Fax 0391 67-55002!

Eine stabile, liebevolle emotionale Bindung zwischen Kind und Eltern ist das Fundament für die optimale Entwicklung des Kindes. Sie bedeutet Schutz, Fürsorge und Einbindung in eine Kultur. Emotionale Verwahrlosung und die daraus resultierenden Bindungsstörungen stellen demnach einen hohen Risikofaktor für das Entstehen von Angsterkrankungen, Empathie- und Bindungsunfähigkeit sowie Sprachentwicklungs- und Lernstörungen dar. Die Veranstaltung soll die Natur der frühkindlichen Bindung und die sie beeinflussenden Faktoren sowohl aus dem Blickfeld der Grundlagenforschung als auch unter dem Aspekt der praktischen Anwendbarkeit im täglichen Umgang mit Kindern beleuchten.

PD Dr. Jörg Bock vom Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird über Auswirkungen frühkindlicher Bindungs- und Trennungserlebnisse auf die Hirnentwicklung sprechen. PD Dr. Fabienne Becker-Stoll, Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik, München, wird darüber informieren, wie der Aufbau einer engen Bindung zwischen Eltern und Kindern, aber auch zwischen Erziehern und Kindern als Grundlage einer gesunden Entwicklung der Heranwachsenden gelingt. PD Dr. Eva Möhler, Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Saarland-Heilstätten GmbH, Saarbrücken, wird klinische Einblicke in den Zusammenhang von Bindung und Stresserfahrungen geben. Frank Natho, Leiter des Instituts für Fortbildung, Supervision und Familientherapie, Halberstadt, wird über das Problematik des kindlichen Erlebens einer Trennung von der Familie berichten und eine methodische Anregung zur Trauerarbeit geben.

Im Anschluss an die Vorträge können die Teilnehmer mit den Wissenschaftlern diskutieren.

Diese vom Institut für Biologie an der Fakultät für Naturwissenschaften vor einigen Jahren ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe findet auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der "Internationalen Brain Awareness Week" statt, einer Initiative, bei der weltweit Neurowissenschaftler einem interessierten Teilnehmerkreis die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung in allgemein verständlicher Form präsentiert.

Die Veranstaltung ist vom Landesinstitut für Lehrerfortbildung Sachsen-Anhalt (LISA) als Weiterbildung anerkannt.

Ansprechpartner: Dr. Michael Gruß, Fakultät für Naturwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Biologie, Fax: 0391 67-55002, E-Mail: michael.gruss@ovgu.de


URL dieser Pressemitteilung: http://www.idw-online.de/pages/de/news303775


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Liebe Grüße von Reica



Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.....also auf Kosten unserer Kinder!!!
05.03.2009 08:28 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
Dieser am 05.03.2009 um 08:28 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Reica wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

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