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Zum Ende der Seite springen Vernachlässigung/ Verwahrlosung
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Reica Reica ist weiblich
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Vernachlässigung/ Verwahrlosung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Vernachlässigung

Wo verwahrloste Kinder endlich Liebe bekommen

40 Kilometer südwestlich von Berlin ist die Welt noch in Ordnung. In Beelitz, dort, wo der Spargel wächst, wo es noch ein ländliches Idyll mit Misthaufen und Pferdekoppeln gibt, erholen sich seit Kurzem verletzte Kinderseelen. Im Kindercamp der "Dimicare Anneliese Langner Stiftung" bekommen verwahrloste Kinder das, was sie im Alltag so schmerzlich vermissen: Zuwendung.


Im Kindercamp der "Dimicare Anneliese Langner Stiftung" auf einem Ponyhof bekommen vernachlässigte und misshandelte Berliner Großstadtkinder eine Woche lang das, was sie im Alltag so schmerzlich vermissen: Zuwendung.
Acuns* Kindheit zu Hause in Kreuzberg ist durch körperliche Gewalt geprägt. Der Fünfjährige hat am ganzen Körper blaue Flecken. Die offizielle Version: Acun falle oft die Treppe hinunter. Nun sitzt der Junge im Kindercamp in der Musikgruppe zusammen mit fünf anderen Kindern im Alter zwischen vier und sechs Jahren im Kreis. Krampfhaft hält sich Acun an seinem Stofftier fest. Während die anderen Kinder sich schon mal trauen, ohne Schmusetier zu singen, zu hopsen und zu musizieren, gibt Acun seines nicht aus der Hand. Es gibt ihm Halt und Sicherheit. Die Initiatorin und Sponsorin des Kindercamps, Anneliese Langner, ist dennoch positiv überrascht. Denn Acun habe schon große Fortschritte gemacht, versichert sie. Im ersten Kindercamp habe er keinen Ton gesprochen. Immerhin, das tut der Junge jetzt.

In der Bastelgruppe bauen heute sechs Kinder unter Anleitung von zwei Erzieherinnen Klanginstrumente aus Pappe und Glühbirnen. Diese Arbeit soll die Konzentration üben, und sie überfordert Jasmin. Das sechsjährige Mädchen wird plötzlich kreidebleich und muss sich übergeben. Auch Jasmin erfährt zu Hause nur wenig Zuwendung. Ihre Mutter ist 28 Jahre alt und hat schon jetzt keinen gesunden Zahn mehr im Mund. Offenbar kann sie sich nicht einmal ausreichend um sich selbst kümmern.
Der Bastelunterricht wird kurz unterbrochen. Zwei türkische Jungen, beide aus sogenannten sozial schwachen Familien, nutzen den unbeobachteten Moment und dreschen mit den selbst gebastelten Klanginstrumenten aufeinander ein.
Diese Kinder im Kindercamp sind anders als der Nachwuchs, der normalerweise Reiturlaub auf einem Ponyhof wie diesem verbringt. Martin Lückenhaus (44), Eigentümer der Anlage, erlebt, dass viele der vernachlässigten Großstadtkinder keinen Bezug zueinander haben. Oder zu Lebewesen überhaupt. Auffällig sei der erbarmungslose Umgang mit Tieren. "Sie quälen und misshandeln die Tiere", erzählt Martin Lückenhaus. Auf dem Ponyhof in Beelitz leben 120 Tiere: Ponys, Pferde, Hunde, Ziegen, Kaninchen und andere. Auf dem Voltigierpferd Leo lernen die Kinder, wie man sich auf einem Pferderücken sicher fühlen kann. Es funktioniert: Sie überwinden ihre Ängste, bekommen dadurch Selbstvertrauen und von den Erziehern Lob für gelungene Reitübungen. Es geht um die Überwindung der eigenen, sehr engen Grenzen.

Tiere mit schwerem Schicksal

Dabei haben auch die Tiere zum Teil schwere Zeiten hinter sich. Zum Beispiel der 28 Jahre alte Kakadu Kaspar, der im Foyer des Ponyhofes herzzerreißend schreit und sich die Federn einzeln ausrupft. Ein echter Sozialfall, wie Eigentümer Lückenhaus erzählt. Kaspars Frauchen ist gestorben, er leidet unter dem Verlust. Zudem ist er auf Frauen fixiert - nähern sich Männer seiner Voliere, macht sich Kaspar ganz klein vor Angst. Keiner weiß, was da einmal vorgefallen ist.
Auch der 17-jährige Schimmelwallach Leo galt als aggressiv und unberechenbar, bis er sich mit der Zeit auf dem Hof dann doch zu einem kinderlieben Pferd entwickelte. Wo der Ziegenbock Cäsar eigentlich herkommt, weiß auch niemand. Eines Tages stromerte er ziellos durch den Ort und fand auf dem Ponyhof ein neues Zuhause. Inzwischen geht er an der Leine mit den Kindern spazieren.
So einfach ist die Sozialisation der vernachlässigten Kinder hingegen nicht. Sie kommen aus sozial schwachen Familien, die von Hartz IV leben, in denen Alkohol und Gewalt an der Tagesordnung stehen. Einige lebten in vermüllten Wohnungen und sind nun im Heim untergebracht. Andere Kinder haben körperlichen Missbrauch erlitten.
Die traumatischen Schicksale hinterlassen ihre Spuren. Die meisten Kinder sind verhaltensauffällig. Sie können sich kaum konzentrieren, denn zu Hause wird nie mit ihnen gespielt oder gebastelt - oft übernimmt allein der Fernseher die Erziehungsaufgabe. Diese Kinder sprechen oft laut, weil Mutter und Vater (soweit in der Familie überhaupt vorhanden) nur brüllen. Sie essen mit den Händen, weil zu Hause kein Besteck benutzt wird. Sie sind aber auch anhänglich und nehmen die Erzieher oft in den Arm, weil sie daheim zu wenig körperliche Zuwendung bekommen.
Bei diesen ganzen Defiziten kann eine Woche keine Wunder bewirken. Doch Anneliese Langner ist überzeugt, dass sieben Tage pädagogisches Kindercamp das Leben der Kinder verändern können. Absichtlich bietet sie das Kindercamp nur Kindern im Alter zwischen drei und zehn Jahren an, weil sie in diesen jungen Jahren noch formbar seien, sagt sie. Und auch auf die Nachbetreuung lege sie viel Wert. Zeige sich, wie bei der kleinen Jasmin etwa, ein besonderes musisches Talent, dann finanziert Langner mit ihrer Stiftung nach dem Camp den Musikunterricht. Sogar das Musikinstrument wird von der privaten Stiftung finanziert.

"Ich möchte etwas zurückgeben"

Auch Hochbegabung wird gefördert. Vorausgesetzt, die Eltern sind einverstanden. "Ohne Hilfe und Unterstützung der Eltern können wir gar nichts machen", sagt Langner. Es gibt tatsächlich Erwachsene, die keine Förderung ihrer Kinder wünschen. Vielleicht, weil sie darin eine Überforderung für das Kind sehen. Oder weil sie der Gedanke stört, ihr Kind könnte einmal mehr aus seinen Talenten machen, als sie es selbst getan haben.
Die Kindercamps werden komplett von Langners Stiftung finanziert, 500 Euro pro Kind pro Woche. Und wenn, wie beim jüngsten Camp, niemand eine warme Strumpfhose dabeihat, dann fährt Anneliese Langner ins Dorf und besorgt Wollstrumpfhosen für alle.
"Ich möchte etwas zurückgeben", begründet die Diplompädagogin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern ihr Engagement. Sie war als Unternehmerin in Hamburg und Umgebung tätig. Jetzt will sie für eine gute Idee Geld und Zeit einsetzen: Kindern, die einen schweren Start hatten, den Weg erleichtern, ihnen die gleichen Chancen bieten, wie sie andere Kinder haben. Die Kinder sollen Selbstvertrauen und Mut bekommen, sie sollen lernen, dass Fleiß erfolgreich machen kann und Kommunikation ein Mittel gegen Aggression ist.
Anneliese Langner gibt nicht einfach das Geld irgendwo hin, sondern sie ist vor Ort, in Beelitz, im Kindercamp. Sie sieht sich die Arbeit der Erzieher an, und sie beobachtet die Kinder, erspäht Talente und Ängste.
Dimicare heißt die Stiftung, die sie 2007 gegründet hat. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "kämpfen". "Das Leben ist auch ein Kampf", sagt Anneliese Langner. "Lieber kämpfen als den Kopf in den Sand stecken. Es geht doch darum, nicht zu resignieren, sondern stark zu sein, für seine Würde und Rechte und mit Mut für die eigenen Wünsche und Perspektiven einzustehen."
Langner legt besonderen Wert darauf, dass Dimicare eine operative Stiftung ist. "Inzwischen gibt es auch die 'Freunde der Dimicare-Stiftung', die unser Anliegen großzügig unterstützt. Im Kuratorium engagiert sich zum Beispiel die Landespastorin von Schleswig-Holstein, Petra Thobaben. Darauf sind wir sehr stolz."
Neben den Kindercamps hat Dimicare noch weitere Schwerpunkte, die einen großen Teil des Engagements ausmachen: Dazu gehört eine Notfallnummer (Tel. 018 05-08 68 68 ), über die misshandelte Frauen und Kinder in extrem belasteten Lebenssituationen schnell, unbürokratisch und kostenfrei um Hilfe bitten können. Anneliese Langner: "Täglich lesen wir Berichte über Tragödien, die sich in Familien abspielen. Die Behörden sind oft überfordert. Sozial benachteiligte Kinder und deren Mütter geraten schneller in einen Kreislauf von Armut, Verwahrlosung und Missbrauch, wenn sie als Rat- oder Schutzsuchende keinen Ansprechpartner finden." Die Dimicare-Stiftung wolle Kindern und deren Mütter helfen, einen neuen Anfang für ein lebenswertes Dasein zu finden.
Die dritte Säule sind Elternseminare, in denen Eltern die Grundsätze der Erziehung neu betrachten lernen und einen Elternführerschein in Tageskursen angeboten bekommen, um ihre Kinder besser zu verstehen und auch Selbsterfahrungen annehmen können.

Die einfachsten Dinge sind unbekannt

Auch das dritte Kindercamp in Brandenburg hat die Hamburgerin mit dem Herz für Berliner Kinder organisiert, komplett ohne staatliches Geld. Dieses Mal sind es 20 Schulkinder, die eine Woche Respekt, Selbstachtung, Liebe und Vertrauen lernen. Geschickt werden die Kids meist von Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen. "Es geht nicht darum, dass die Kinder eine Woche Ferien machen, sondern darum, ihnen Denkanstöße zu geben", sagt Langner. Sechs Erzieher kümmern sich um die Kinder, geben ihnen pädagogischen, sprachlichen und künstlerischen Unterricht. Bewusste Ernährung, Körperhygiene, Zähne putzen, Haare waschen, Zahnarzt- und Friseurbesuche gehören auch zu dem Wochenprogramm. Musikwissenschaftler Michael Schenk zeigt den Kindern Töne, die sie stets umgeben. Leise Töne wie Herzklopfen, Bauchgrummeln, Geräusche beim Laufen und Atmen. Durch das intensive Hören lernen die Kleinen, sich selbst zu spüren, sich wahrzunehmen, aber auch zuzuhören und andere ausreden zu lassen. Schenk: "Für die Kinder ist das eine ganz neue Welt, denn sie leben entweder isoliert oder in einer Gruppe unterdrückt. Sie können viel entdecken, erfahren, erleben, und sie werden sich auch später daran erinnern", sagt er. Solche Erfahrungen könne man "mitnehmen in sein Leben".

(* Namen der Kinder geändert)



Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin/article1...e_bekommen.html

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Liebe Grüße von Reica



Wir leben auf Kosten unserer Zukunft.....also auf Kosten unserer Kinder!!!
08.03.2009 06:38 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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putzig55 putzig55 ist weiblich
Professor


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Hallo Reica
Hab ich das richtig verstanden,die Kinder sind eine Woche da in dem Camp und gehen dann wieder zurück in die vorherige Situation?Wenn das so ist,bin ich mr aber sehr im Zweifel,ob diese Aktion viel bewirken kann.

LG Marita

__________________
Kinder sind wie Schmetterlinge im Wind,manche fliegen höher und besser als andere,aber alle fliegen,so gut sie eben können.Sie sollten nicht um die Wette fliegen müssen ,denn
Jeder ist einzigartig
Jeder ist speziell
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08.03.2009 12:05 putzig55 ist offline E-Mail an putzig55 senden Beiträge von putzig55 suchen Nehmen Sie putzig55 in Ihre Freundesliste auf
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Braun Braun ist weiblich
Doktor


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Wieviel Sinn macht es ,Kindern zu zeigen,wie das Leben sein sollte,wenn sie dann in ihre ganz private Hölle zurückgeschickt werden?
Sieben Tage reichen doch nicht mal,um sie aufzufüttern.
Es wäre sinnvoller,wenn diese Frau sich in Kinderarchen engagieren würde,vor Ort und für die Kinder ständig präsent,nicht nur 7 Tage.

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HB
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Falls Du denkst das Leben ist ein Theater,
dann spiele darin eine Rolle die Dir Spaß macht.
08.03.2009 12:50 Braun ist offline E-Mail an Braun senden Beiträge von Braun suchen Nehmen Sie Braun in Ihre Freundesliste auf
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Ulti
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Hallo,
da gebe ich euch recht.
Was sollen sieben Tage im Leben einer Kindheit bringen??

ZITAT:
Doch Anneliese Langner ist überzeugt, dass sieben Tage pädagogisches Kindercamp das Leben der Kinder verändern können. Absichtlich bietet sie das Kindercamp nur Kindern im Alter zwischen drei und zehn Jahren an, weil sie in diesen jungen Jahren noch formbar seien, sagt sie

Oh ja, formbar sind sie, aber wie Gummi. Der schnellt auch zurück, wenn man ihn los lässt. traurig

Naja, 500,- Euro pro Kind u. Woche??!!

Wir PE machen das günstiger großes Grinsen
Und eine Woche intensive Betreuung bringen wir allemal, oder Augenzwinkern

Wofür man in Deutschland doch alles Geld ausgibt. Ein Sieben-Tage-Pflaster, dass zu Hause wieder abgerissen wird.

Einen wahren Sinn sehe ich nicht darin, ausser dass das Helfersyndrom dieser Dame bedient wird.
Für diese 500,- Euro pro Kind, könnte man am Wohnort mehr erreichen.
Wie Braun schon schreibt: Arche

LGr ulti
08.03.2009 13:08
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molly42 molly42 ist weiblich
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Ich denke wie Ihr.

Aber ich finde auch, was dort läuft, ist doch allemal besser als garnichts.

Niemand kann allein die Welt verbessern, aber etwas Kleines tun kann jeder !
08.03.2009 16:39 molly42 ist offline Beiträge von molly42 suchen Nehmen Sie molly42 in Ihre Freundesliste auf
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IljasMom
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Für die Heimkinder unter diesen Kindern sehe ich ja noch einen Sinn, aber bei den Kindern die danach in genau diese schlimmen Situationen zurück müssen bezweifel ich wie ihr dass es was bringen kann ihnen eine heile Welt zu zeigen, die sie in ihren Situationen kaum begreifen können und wie man liest sie ja auch überfordern oder verängstigen kann.

Was ich aber gut finde ist dass die Stiftung nachträglich auch entdeckte Beganbungen fördert, wie zB mit Musikunterricht und Instrument.

Der Ansatz dieser Aktion ist sicher nicht schlecht, doch meiner Meinung nach ist es mit einer Woche absolut nicht getan und kann auch nichts wirklcih verändert werden.

Anja
08.03.2009 17:51
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szm
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Die Frage ist doch die, wie kommen diese Kinder überhaupt dorthin. Demnach muss es im Vorfeld doch schon jemanden (von amts wegen?) geben, der sich darum gekümmert hat, denn interesselose Eltern werden es ja wohl nicht gewesen sein. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass die Kinder nach dieser einen Woche nicht in das alte Umfeld zurück kommen, denn sonst wäre diese eine Woche nicht sonderlich hilfreich;ungefähr nach dem Motto: So könnte es laufen - aber nicht für dich....
08.03.2009 18:03 szm ist offline Beiträge von szm suchen Nehmen Sie szm in Ihre Freundesliste auf
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Reica Reica ist weiblich
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Vernachlässigtes Kleinkind - Mutter meldet sich Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Vernachlässigtes Kleinkind - Mutter meldet sich

Von der Berliner Mutter, die ihre 16 Monate alte Tochter offenbar über Tage allein zurückließ, gibt es eine erste Spur. Sie holte bei der Polizei die Schlüssel für ihre Wohnung ab. Im Fall eines Fünfjährigen, der in einer abgedunkelten Wohnung gefunden wurde, laufen ebenfalls Ermittlungen gegen die Mutter.


Nach der Befreiung eines Kleinkindes aus einer völlig verdreckten Wohnung in Charlottenburg hat sich die Mutter des Mädchens zwischenzeitlich bei der Polizei gemeldet. Wie eine Polizeisprecherin am Sonnabendabend sagte, habe sich die Frau beim zuständigen Abschnitt den dort hinterlegten Schlüssel für die Wohnung abgeholt, aus der das 16 Monate alte Mädchen am Freitag gerettet worden war.

Jetzt wird sich das Fachkommissariats für Kindesmisshandlung und -vernachlässigung beim Landeskriminalamt (LKA) mit der jungen Frau befassen. In der kommenden Woche soll sie vernommen werden. Ein Ermittlungsverfahren wurde bereits eingeleitet. Geklärt werden muss dabei vor allem, wie oft und wie lange die 21-Jährige ihre 16 Monate alte Tochter allein gelassen hat.

Kind lag nackt auf dem Fußboden

Ein Tag lang war die Frau verschwunden. Ein Kriminalbeamter erklärte, das zeitweise Verschwinden sei nicht einmal ungewöhnlich. „Es wäre ja nicht das erste Mal, dass eine Mutter ein Kleinkind längere Zeit allein lässt. Und der Zustand des Kindes und der Wohnung lässt zumindest die Vermutung zu, dass das auch hier der Fall ist“, sagte der Beamte weiter.

Laut Polizei hatten Nachbarn bemerkt, dass in der Wohnung im Charlottenburger Norden der Fernseher tagelang ununterbrochen in Betrieb war. Die Beamten, die zunächst ein Verbrechen befürchteten, stießen in der völlig vermüllten Wohnung auf das Kind, das nackt auf dem verdreckten Fußboden lag und erhebliche Mangelerscheinungen aufwies. Der Fußboden der Einzimmerwohnung war mit Müll, Schmutz, Essensresten und benutzten Windeln übersät. Abgestellte Müllsäcke waren bereits von Fliegen und Maden befallen.
Nach einer umfangreichen Untersuchung im Krankenhaus war das 16 Monate alte Mädchen noch am Freitagabend in die Obhut des Jugendamtes gegeben worden. Dort wird in der kommenden Woche über das weitere Schicksal des Kindes entschieden.

Trennung von Eltern und Kinder die letzte Möglichkeit

Im zuständigen Jugendamt hofft man indes trotzdem, in den nächsten Tagen ein Gespräch mit der Mutter führen zu können. Davon hänge letztlich auch die Entscheidung ab, wo das Kind in Zukunft untergebracht ist, sagte ein Mitarbeiter. Wie diese Entscheidung ausfalle, sei noch völlig offen. In Frage komme sowohl eine Unterbringung des Mädchens in einer Pflegefamilie, als auch eine künftige intensive Betreuung von Mutter und Kind durch das Amt. „Grundsätzlich ist eine Trennung von Eltern und Kinder die letzte Möglichkeit. Aber wenn eine erhebliche Gefährdung des Kindeswohls vorliegt, kann nicht anders entschieden werden“, sagte ein Sozialarbeiter.

Fünfjähriger bleibt in der Obhut des Jugendamtes

In einem zweiten Fall von Vernachlässigung, der ebenfalls am Freitag bekannt wurde, befindet sich das Kind weiter in der Obhut des Jugendamtes. Bewohner eines Hauses in Mitte hatten die Polizei alarmiert, weil sie den Fünfjährigen in einer Nachbarwohnung hatten weinen hören.
Das Kind war allein zu Hause und hatte sich gefürchtet, weil in der gesamten Wohnung der Strom abgestellt und die Rollläden herunter gelassen waren. Auch in diesem Fall laufen gegen die Mutter Ermittlungen wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht.


Gerade in den vergangenen Wochen hatte es wieder einmal eine Häufung der Fälle vernachlässigter Kleinkinder und Säuglinge gegeben. Allein in den letzten 14 Tagen leitete das LKA fünf Ermittlungsverfahren gegen Mütter beziehungsweise Eltern ein.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/berlin/article1...eldet_sich.html

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15.03.2009 05:15 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinderschutz Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinderschutz
Verwahrlostes Kind - Kritik an Behörde nimmt zu

Ein 16 Monate altes Kind holten Polizisten vergangenen Freitag aus einer gänzlich verdreckten Charlottenburger Wohnung. Nun werden immer mehr Stimmen laut, die Behördenmitarbeitern eine Mitschuld an dem Fall geben. Zudem seien zu viele Stellen zuständig, die zu wenig miteinander kommunzierten.


Kinderschutz-Experten haben im Falle des von der Polizei geretteten verwahrlosten Kleinkindes in Charlottenburg Vorwürfe gegen den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Bezirksamts erhoben. „Wenn eine konkrete Gefährdung vorliegt, wie in diesem Fall, muss das Amt dranbleiben“, sagte Beate Köhn vom Kindernotdienst in Berlin. Der jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Mirco Dragowski, fordert eine umfassende Aufklärung des Vorfalls: „Vor allem sollte man der Frage nachgehen, welche Stellen wann versagt haben.“

Wie berichtet war es bei der Betreuung einer auffällig gewordenen 21 Jahre alten Mutter durch Sozialarbeiter offenbar zu einer schweren Behördenpanne gekommen. Denn obwohl die Mutter sich monatlich beim Kinder- und Jugendgesundheitsdienst melden sollte, war sie dieser Aufforderung nicht mehr nachgekommen. Zuletzt hatte sie ihrer Sozialarbeiterin gesagt, dass sie nach Hellersdorf umziehen werde. Daraufhin hatte sich offenbar niemand mehr um die Mutter und ihre Tochter gekümmert.

Das letzte Mal, dass ein Behördenmitarbeiter die Mutter und das Kleinkind in Augenschein nahm, war am 30. Juli 2008. Vergangenen Freitag hatten Polizeibeamte dann das 16 Monate alte Kind aus einer völlig verdreckten Wohnung gerettet. Nachbarn hatten sich über einen lauten Fernseher beschwert, der seit drei Tagen ununterbrochen lief. Feuerwehrmänner brachten das Kind zunächst in ein Krankenhaus. Es wird mittlerweile durch das Jugendamt betreut. Gegen die Mutter läuft ein Ermittlungsverfahren wegen der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht. Sie ist auf freiem Fuß.
Wahrscheinlich hätte es zu dieser Gefährdung des Kindes nicht kommen müssen, wenn nicht die Behördenpanne passiert wäre.

"Dem Kind geht es so weit gut"

Auch aus einem anderen Bezirk gab es Kritik. „Bei solch einem bekannten Fall sollte man sich nicht auf das Gefühl verlassen. Es muss nachgefragt werden, auch wenn es dafür keine rechtliche Grundlage gibt“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes Tempelhof-Schöneberg, Brigitte Hoppe-Graf.
Die zuständigen Behördenleiter in Charlottenburg gaben sich am Dienstag bedeckt. Reinhard Naumann (SPD), Jugendstadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf, wollte zu dem Fall nichts mehr sagen. Die für den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst zuständige Stadträtin, Martina Schmiedhofer (Grüne), teilte mit: „Wir sind noch in der Aufarbeitung und werden uns nächste Woche dazu äußern. Dem Kind geht es so weit gut.“

Offenbar gibt es aber Fehler im Meldesystem. Dass sich die junge Mutter mit der einfachen Ankündigung, umziehen zu wollen, aus der Beobachtung durch die Sozialarbeiter in Charlottenburg entziehen konnte, hängt mit der Organisation der Berliner Jugendämter zusammen. Bei einem Umzug wechselt auch die Zuständigkeit der Sozialarbeiter von einem Bezirk auf den anderen. Einheitlich ist in Berlin nur geregelt, dass die Bezirke vom Landeseinwohneramt die Umzugsmeldungen von Kindern bis zum sechsten Lebensjahr erhalten. Diese Familien erhalten von ihrem neuen Bezirk einen Begrüßungsbrief. Darin liegt auch ein Formular mit einer Einverständniserklärung, dass die Behörde die Gesundheitsakte des Kindes aus dem anderen Bezirk anfordern darf.
„Das geht nur mit dem Einverständnis der Eltern. Diese Regelung entfällt sogar, wenn die Kinder in die Schule gehen. Es ist ein Manko, dass es auch kein standardisiertes Verfahren gibt, um mit den Umzüglern Kontakt aufzunehmen“, sagte Brigitte Hoppe-Graf. Bei Eltern, die die Einverständniserklärung nicht zurückschicken, werde zwar noch einmal angefragt. Doch dann endet die Kontaktaufnahme.

Tempelhof-Schöneberg wird als Vorbild genannt

Inzwischen wird der Ruf nach einer besseren Vernetzung der Ämter und Jugendhilfe-Vereine, die sich um Kinderschutz kümmern, laut. Es gebe viele unterschiedliche Dienste. Doch die Vielfalt sei noch lange keine Gewähr dafür, dass sie auch miteinander kommunizierten und es klare Verfahrensabläufe gebe, sagte die Gesundheitsstadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Sibyll Klotz (Grüne). Vorbild für die Arbeit mit problematischen Müttern könne ein Modellprojekt sein, das in Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg angesiedelt sei. Jugendämter, Schule und jugendpsychiatrische Dienste kümmern sich dabei gemeinsam um gefährdete Kinder.

In Tempelhof-Schöneberg besuchen die zehn Sozialarbeiter 2700 bis 3000 Neugeborene jährlich. Hinzu kommen pro Monat etwa 30 bis 40 Fälle, die vom Jugendamt gemeldet werden, sowie noch einmal 30, die von außen, beispielsweise von Nachbarn, gemeldet werden. Bis zu 400 Familien nutzen in Tempelhof-Schöneberg die Sprechstunde des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes. Davon benötigen 100 eine regelmäßige Begleitung.
Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) erwartet durch das neue Kinderschutzgesetz eine Verbesserung der Situation. „Wir wollen erreichen, dass alle Eltern die Früherkennungsuntersuchungen U1 und U9 wahrnehmen“, sagte Lompschers Sprecherin Marie-Luise Dittmar.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/berlin/article1...e_nimmt_zu.html

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18.03.2009 05:10 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kind in Not: Mutter hatte Amt getäuscht Frau kündigte Umzug an, Behörde prüfte nicht nach Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kind in Not: Mutter hatte Amt getäuscht Frau kündigte Umzug an, Behörde prüfte nicht nach

Das 16 Monate alte Mädchen, das die Feuerwehr vergangenen Freitag aus einer völlig verwahrlosten Wohnung in Charlottenburg gerettet hat, beschäftigt die Behörden. Derzeit wird vom zuständigen Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und Jugendamt geprüft, ob die Vernachlässigung hätte vermieden werden können.

Die 21-jährige Mutter hatte der zuständigen Sozialarbeiterin mitgeteilt, dass sie nach Hellersdorf umziehen werde. Damit fiel sie offenbar aus dem Zuständigkeitsbereich der verantwortlichen Behörde in Charlottenburg-Wilmersdorf. Bis heute ist die junge Frau nicht umgezogen, doch die Ankündigung reichte anscheinend aus, um sich einer weiteren Betreuung durch das Jugendamt zu entziehen.

Weder der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst noch das Jugendamt in Charlottenburg-Wilmersdorf wollten sich am Mittwoch zu dem Fall äußern. Man könne frühestens Anfang nächster Woche Fragen beantworten, sagte Jugendstadtrat Reinhard Naumann (SPD), wenn die für den Fall zuständige Sachbearbeiterin wieder in Berlin sei.

„Wegen des Datenschutzes gibt es keine standardisierten Verfahren bei dem Wechsel von Bezirken“, sagte Sibyll Klotz (Grüne), Stadträtin für Gesundheit und Soziales in Tempelhof-Schöneberg. Akten könnten nur weitergegeben werden, wenn die Betroffenen (in diesem Fall die Mutter) zustimmten. Erst wenn der Verdacht bestehe, dass das Wohl des Kindes gefährdet ist, könnten Informationen bei einem Umzug weitergegeben werden, sagte Beate Köhn, die Sprecherin vom Kindernotdienst Berlin.

Marie-Luise Dittmar, die Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, will sich zu dem konkreten Vernachlässigungsfall nicht äußern. Die Bezirke seien zuständig. Generell hofft sie, dass nach der Einführung des geplanten Kinderschutzgesetzes weniger Kinder durch das Netz der Behörden fallen werden. Das im Dezember vom Senat verabschiedete Kinderschutzgesetz sieht verbindliche Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder von der Geburt bis zum sechsten Lebensjahr vor. Wer nicht zu den Untersuchungen kommt, erhält Besuch vom Gesundheitsamt. Es bestehe aber weiter das Problem, dass die Behörden personell unterbesetzt seien, sagte Beate Köhn vom Kindernotdienst.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2754467

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19.03.2009 04:07 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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"So eine Wohnung haben wir noch nicht gesehen" Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

"So eine Wohnung haben wir noch nicht gesehen"

Im Fall des verwahrlosten Charlottenburger Kleinkindes hat sich gestern das zuständige Bezirksamt nicht geäußert. Es besteht der Verdacht, dass es bei der Betreuung der 21-jährigen Mutter zu einer Behördenpanne gekommen ist.


Ein Feuerwehrmann, der bei der Öffnung der Wohnung am Freitag in Charlottenburg-Nord dabei war, sagte: "So eine Wohnung haben wir noch nicht gesehen."

Feuerwehrmänner und Polizisten hatten das 16 Monate alte Mädchen nach einem Anruf von Nachbarn, die sich über einen seit drei Tagen laufenden Fernseher beschwert hatten, aus der völlig verdreckten Wohnung gerettet. Gegen die Mutter läuft ein Ermittlungsverfahren. Das Mädchen ist in Obhut des Jugendamtes. Ihm gehe es gut, hieß es gestern aus dem Bezirksamt. In der Behörde versucht man weiterhin zu klären, warum die Mutter, die sich eigentlich jeden Monat beim Kinder- und Jugendgesundheitsdienst melden sollte, aus der Betreuung gefallen war - mit der einfachen Begründung, sie wolle umziehen. Zuletzt hatten die Mitarbeiter des Sozialamts am 30. Juli Kontakt zu der Frau. In der nächsten Woche will das Bezirksamt die Umstände des Falls veröffentlichen. Zuständig für den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst ist Gesundheitsstadträtin Martina Schmiedhofer (Grüne). Das Jugendamt leitet Jugendstadtrat Reinhard Naumann (SPD).

Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) wollte sich zum aktuellen Fall nicht äußern. Ihre Sprecherin verwies aber darauf, dass mit dem geplanten Kinderschutzgesetz die "Umzugslücke" bei der Betreuung von Kindern geschlossen werden soll. Mit Inkrafttreten des Gesetzes soll das Landeseinwohneramt die Meldedaten auch bei Umzügen weiterleiten. Bisher ist das freiwillig. Im Charlottenburger Fall war es aber gar nicht zum Umzug gekommen. Die Sozialarbeiterin war offenbar nur davon ausgegangen, dass die Mutter weggezogen war. Wieso es keine weiteren Nachforschungen gab, war auch gestern nicht zu klären.
Beate Köhn vom Berliner Notdienst Kinderschutz sagte, dass sie sich nicht zum aktuellen Fall äußern wolle und geäußert habe, weil sie über den Verlauf des Falles keine Kenntnis habe. Grundsätzlich gelte: Wenn eine konkrete Gefährdung vorliege, müsse das Amt dranbleiben. Die Kinderschutzexpertin sagte auch, wenn es in einer Jugendbehörde aber zu einer Überlastung komme und deswegen Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß den Fällen nachgehen könnten, müssten Überlastungsmeldungen angezeigt werden, um auf die Probleme aufmerksam zu machen.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/printarchiv/ber...ht_gesehen.html

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19.03.2009 04:13 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Zehn Kinder vor Verwahrlosung gerettet Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kreis Pinneberg: Arztbesuche als Pflicht - Gesundheitsamt zieht positive Bilanz

Zehn Kinder vor Verwahrlosung gerettet

Gesetz schreibt Kontrollen vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr vor. Mütter werden dazu schriftlich aufgefordert.


Kreis Pinneberg -
Lara in Hamburg, Kevin in Bremen, Tim in Elmshorn. Die Zahl vernachlässigter Kinder, die auf tragische Art zu Tode kommen, nimmt zu, wie aktuelle und ältere der spektakulärsten Fälle suggerieren. Im Kreis Pinneberg konnten dank eines neuen Kinderschutzgesetzes etwa zehn Kinder vor akut drohender Verwahrlosung bewahrt werden. "Auf diese Familien wären wir ohne die neue Regelung nicht aufmerksam geworden", zieht Angelika Roschning vom Kreis-Gesundheitsamt Bilanz.

Als erstes Bundesland hat Schleswig-Holstein vor einem Jahr ein neues Kinderschutzgesetz geschaffen. Es schreibt vor, dass alle Kinder vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr regelmäßig von einem Kinderarzt untersucht werden. Diese Vorsorge-Untersuchungen werden von den meisten Eltern gerne wahrgenommen, weil sie den Entwicklungsstand ihres Nachwuchses aus fachlicher Sicht beleuchten und Fehlentwicklungen aufdecken. Seit April 2008 werden nun alle Mütter zentral vom Familienbüro in Neumünster schriftlich aufgefordert und nochmals erinnert, ihre Kinder für die U4 bis U9-Untersuchungen (sechs Monate bis sechs Jahre) anzumelden. Auf einem Vordruck muss der Arzt die Behandlung bestätigen, was per Antwortkarte nachzuweisen ist.

Erst wenn dieser Termin versäumt wurde, wird das Jugendamt aktiv. "Seit August 2008 wurden uns 609 solche Fälle gemeldet", berichtet Angelika Roschning vom Fachdienst Gesundheit. Eine Arzthelferin stellte fest, dass es oft eher harmlose Gründe waren: keine Zeit, Termin vergessen oder Unkenntnis. Manche wollten auch nur den Behörden-Apparat auf die Probe stellen, ärgert sich Angelika Roschning. "Ich appelliere an alle Eltern, diese unnütze Beschäftigung der Bürokratie zu unterlassen. Das lässt uns Zeit für wirklich dringende Fälle."

Und davon gibt es genug. Denn in 20 Fällen bestand der Verdacht, dass das Wohl der Kinder in Gefahr war. Mitarbeiter des Jugendamtes suchten diese Familien auf und machten sich ein Bild von den Verhältnissen. In etwa zehn Fällen bestand akuter Handlungsbedarf. Die Mütter waren wegen finanzieller, sozialer oder psychischer Probleme nicht in der Lage, ihre Kinder alleine zu versorgen. Auch Suchtverhalten spielte eine Rolle, dass die Kinder nicht ausreichend zu essen oder anzuziehen hatten oder unter hygienisch erbärmlichen Zuständen leben mussten.

Für diese Notfälle hat der Kreis ein Netzwerk an Hilfsleistungen geschaffen (siehe Kasten).

Letztlich aber bestehe "das Risiko, dass wir zu spät kommen", warnt Jugend-Fachbereichsleiter Jörg Steinbrenner vor dem Glauben, der Staat könnte für umfassende Sicherheit sorgen. "So tragisch das ist. Wir können nur das Netz dichter knüpfen. Wenn einer mit krimineller Energie sein Kind schädigt, kriegen wir das nicht unbedingt mit."



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/19/1090527.html

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19.03.2009 06:32 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinderschutz "Das war eine Fehleinschätzung" Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinderschutz

"Das war eine Fehleinschätzung"


Im Fall des am Freitag geretteten verwahrlosten Kleinkinds aus Charlottenburg-Nord und einer möglichen Behördenpanne haben sich jetzt erstmals die für den Kinder- und Jungendgesundheitsdienst (KJGD) und das Jugendamt zuständigen Stadträte des Bezirksamts geäußert.

Gegenüber dieser Zeitung schilderten Gesundheitsstadträtin Martina Schmiedhofer (Grüne) und Jugendstadtrat Reinhard Naumann (SPD) detailliert den Vorgang.

Am Freitag hatten Polizisten und Feuerwehrmänner um 13 Uhr ein 16 Monate altes Kleinkind aus einer verdreckten Wohnung geholt, nachdem sich Nachbarn über einen seit drei Tagen lärmenden Fernseher beschwert hatten. Das Kind wurde kurzzeitig in einem Krankenhaus versorgt. Es hatte ein Windelexem, war aber nicht dehydriert. Um 13.30 Uhr trafen die Polizeiexperten vom LKA 125 ein, die sich um verwahrloste Kinder kümmern. Von der völlig verdreckten Wohnung machten Kriminaltechniker Fotos. Gegen die Mutter läuft nun ein Ermittlungsverfahren.

21-Jährige in Not

Wie konnte es dazu kommen? Gesundheitsstadträtin Martina Schmiedhofer (Grüne) schilderte den Freitag aus der Sicht des KJGD. Die 21 Jahre alte Mutter hatte schon lange den Wunsch, einen Beruf zu erlernen. Im Januar begann sie eine Ausbildung als Bäckereihilfsverkäuferin in Hellersdorf. Das brachte Probleme mit sich. Denn die junge Mutter musste um sechs Uhr in der Bäckerei sein; um fünf Uhr musste sie das Haus verlassen. Wegen dieser Arbeitszeiten hatte sie keinen Krippenplatz für ihr Kind, sondern sich eine private Betreuung organisiert. Doch als die Betreuung nicht mehr funktionierte, erschien die Mutter anfangs mehrere Tage nicht bei der Arbeit, weil sie sich um ihr Kind kümmern musste. "Dann passierte das, wofür sich die junge Frau wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang schämen wird", sagte Schmiedhofer gestern. Weil sie Angst hatte, ihren Ausbildungsplatz zu verlieren, fuhr sie morgens zur Arbeit und ließ ihre 16 Monate alte Tochter allein in der Wohnung zurück.

Um 16 Uhr kam die Mutter von der Arbeit zurück nach Charlottenburg-Nord und sah Polizei und Feuerwehr vor ihrem Haus. In ihrer Panik flüchtete sie zu ihren Eltern, die in der Nähe wohnen. Am nächsten Montag kam sie zunächst allein, am Dienstag kam sie mit ihrem Vater zum Jugendamt. Dort war sie keine Unbekannte.

Schon vor ihrer Schwangerschaft wurde die junge Frau wegen hoher Mietschulden vom Bezirksamt betreut. Als sie schwanger wurde, kümmerten sich Sozialarbeiterinnen intensiv um sie. "Es gab mehrere Hausbesuche, auch unangemeldete", sagte Jugendstadtrat Naumann. "Zeitnah nach der Geburt" habe es eine enge Betreuung durch Sozialarbeiterinnen gegeben. "Es gab keine medizinischen Auffälligkeiten", sagte Naumann. Die Mitarbeiterinnen hatten den Eindruck, dass die Beziehung zwischen Mutter und Kind gut gewesen sei. Doch die 21-Jährige kam nicht allein zurecht.

Anfang 2008 gab es Unterstützung durch die Familienhilfe. "Dann hat die Mutter signalisiert, dass sie die Hilfe nicht mehr brauche", so Naumann. Trotzdem blieb in der Behörde offenbar eine gewisse Skepsis. "Es gab im Sommer letzten Jahres die Einschätzung, dass es noch zu früh war, die Mutter ganz aus der Anbindung herauszulassen", so Schmiedhofer. Deswegen habe es die Vorstellungspflicht gegeben. Die Behörde verlangte, dass die Mutter ihr Kind einmal im Monat vorstellt. "Es gab eine solche Auflage durch das Jugendamt", sagte Naumann.

Die letzte kinderärztliche Untersuchung beim KJGD fand am 30. Juli statt. Im Herbst kamen laut Naumann die Mitarbeiter zu der Einschätzung, dass das Kind ordentlich versorgt ist. "Das kam dadurch, dass die Mutter mit viel Energie ihre Pläne für die Ausbildung angegangen ist. Zudem gab es eine Vereinbarung mit den Großeltern des Kleinkindes, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen", sagte Schmiedhofer. Die beiden Stadträte sprachen gestern in Bezug auf das Eltern-Mutter-Kind-Verhältnis von einem "stabilen familiären Zusammenhang". "Es gab eine gute Prognose", so Naumann. "Dafür gab es harte Fakten."

"Im Nachhinein betrachtet war das eine Fehleinschätzung", räumte gestern Stadträtin Schmiedhofer ein. Es habe auch ein abschließendes Gespräch gefehlt.

Aber wieso wurde nicht nachgefragt? Dass eine Ausbildung und das gleichzeitige alleinige Erziehen eines Kleinkindes auch zu erheblichem Stress führen kann, hätte doch die Behörden aufmerksam machen müssen. Die Grünen-Politikerin: "Man muss unterscheiden, ob eine Frau mit ihrem Leben nicht klarkommt, oder ob sie falsch mit ihrem Kind umgeht." Im Fall der 21-Jährigen kamen die Behörden zu dem Ergebnis, dass das Kind nicht in Gefahr war. "Das Kind hat sich altersmäßig entwickelt", sagte Naumann. "Ein kräftiges Kind", ergänzte Schmiedhofer. "Wir hatten den Eindruck, dass alles auf einem guten Weg ist."

Dass die Mutter angedeutet habe, nach Hellersdorf umzuziehen, habe keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Behörde gehabt, betonten gestern die Stadträte. Zuvor war der Verdacht aufgekommen, dass die Akte wegen des möglichen Umzugs in einen anderen Bezirk in Charlottenburg geschlossen worden war. Es war aber nach Angaben beider Stadträte die positive Einschätzung der Lebenssituation, die zu der Entscheidung führte, dass die Behörde sich nicht mehr um die Mutter und ihre Tochter kümmerte.

"Wir sind aufgrund unserer personellen Ressourcen regelmäßig am Anschlag. Die Erwartung, dass wir auch nach einer positiven Entwicklung von zehn Monaten noch Hausbesuche machen können, können wir schlichtweg nicht erfüllen. Gerade, wenn es keine Auffälligkeiten gibt", sagte Naumann. Für die Jugendbehörden sei die "Krisensituation" am Freitag unvorbereitet gekommen.
Als die Polizisten und Feuerwehrmänner am Freitag die Wohnung betraten, zerriss dieses Behörden-Bild von einer fürsorglichen Mutter. Zitat aus dem Polizeibericht: "Das Kind war nackt, total verschmutzt und in einem katastrophalen Pflegezustand. Die Wohnung war verdreckt, der Fußboden mit Müll, Schmutz (...) und Essensresten bedeckt, zudem fand sich dort eine große Anzahl benutzter Windeln. Abgestellte Müllsäcke waren bereits mit Fliegen und Maden befallen. Kindgerechte Lebensmittel waren nicht vorhanden."

Politiker unter Druck

Die Stadträte waren in den vergangenen Tagen nach Bekanntwerden des Falles und der möglichen Versäumnisse der Behörden unter Druck geraten. So hatte der jugendpolitische Sprecher der FDP im Abgeordnetenhaus, Mirco Dragowski, eine Aufklärung und eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Vorfälle gefordert. Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hatte am Mittwoch im "Berliner Rundfunk" gesagt: "Die Ausrede ist mir zu dünn. Ohne eine Prüfung riecht dieser Fall nach Schlamperei."

Dem hielt der Jugendstadtrat, der sich zusammen mit seiner Kollegin Schmiedhofer entschlossen hatte, nun an die Öffentlichkeit zu gehen, gestern entgegen: "Es gab keine Behördenpanne in Bezug auf die Krisensituation am Freitag."

In den nächsten Tagen sollen die junge Mutter und ihre Tochter in einer Mutter-Kind-Einrichtung untergebracht werden. Darauf einigten sich das Jugendamt und die 21-Jährige nach Gesprächen am Montag und Dienstag. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Mutter ihre Ausbildung absolvieren kann und das Kind währenddessen betreut wird.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/printarchiv/ber...schaetzung.html

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20.03.2009 04:49 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinder aus verdreckter Wohnung befreit Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinder aus verdreckter Wohnung befreit

In Berlin ist schon wieder ein schwerer Fall von Kindesvernachlässigung bekannt geworden. In Marzahn befreite die Polizei am Freitagmittag zwei Kinder im Alter von sechs und fünf Jahren aus einer extrem verdreckten Wohnung. Der 29 Jahre alte Lebensgefährte der Kindsmutter wurde festgenommen. Das Mädchen und sein jüngerer Bruder kamen in die Obhut des zuständigen Jugendamtes.

Der Behörde müssen gravierende Probleme in der Familie bekannt gewesen sein: Nach Polizeiangaben hatten die Beamten den 29-Jährigen zur Vollstreckung eines Haftbefehls wegen der Verletzung der Fürsorgepflicht aufgesucht. Beim Betreten der völlig verwahrlosten Dreizimmerwohnung mussten die Polizisten feststellen, dass auf den Fußböden Abfall, Schmutzwäsche und Haushaltsgegenstände verstreut lagen. In der Küche fanden sich etliche verschimmelten Behälter, über die sich Fliegenschwärme hergemacht hatten. In der gesamten Wohnung, in der sich zu diesem Zeitpunkt die 27 Jahre alten Mutter, ihr Lebensgefährte und die Kinder aufhielten, hatte sich ein übler Gestank breit gemacht.

Der gesundheitliche Zustand der Kinder war hingegen unauffällig. Nähere Angaben für die Gründe des vorliegenden Haftbefehls macht die Polizei nicht. Die Fachdienststelle der Kripo leitete gegen beide Erwachsenen ein Verfahren wegen der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht ein.

Erst am 13. Februar war in Charlottenburg ein gravierender Fall von Kindesvernachlässigung bekannt geworden, als das 16 Monate alte Mädchen einer 21-Jährigen nackt, allein und schlechten hygienischen Zustand aus einer Wohnung befreit worden war. Nachbarn war ein seit Tagen laufender, lauter Fernseher aufgefallen und hatten die Rettungskräfte alarmiert.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/berlin/polizeib...ng_befreit.html

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28.03.2009 05:35 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Polizei rettet vier Kinder aus Verwahrlosung Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Polizei rettet vier Kinder aus Verwahrlosung

Polizisten haben am Sonnabend vier Kinder aus einer verdreckten Wohnung in Mitte gerettet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nachbarn hatten einen Unglücksfall vermutet und die Polizei alarmiert, nachdem sie ein schreiendes Kind am Fenster bemerkt hatten. Vor Ort fanden die Beamten eine Wohnung vor, die so stark verdreckt war, dass Gefahr für die Gesundheit der Kinder bestand: Überall lag Hundekot eines jungen Kampfhundwelpen und zwischen Kleidungsstücken lagen Essenreste. In der Küche fanden die Polizisten Töpfe mit stark verschimmelte Speisen waren. Auch im Kühlschrank waren die wenigen Lebensmittel mit Schimmel übersäht.

Die Jungen im Alter von zwölf und 16 Jahren und die beiden sieben- und zwölfjährigen Mädchen wurden dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben. Der 47-Jährige Vater und der 44-jährige Mutter müssen sich höchstwahrscheinlich wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht verantworten.



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/berlin/polizeib...wahrlosung.html

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29.03.2009 17:15 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kinderverwahrlosung, Verwahrlostes Mädchen ruft um Hilfe Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Kinderverwahrlosung

Verwahrlostes Mädchen ruft um Hilfe


Die Berliner Polizei hat vier Kinder aus einer verwahrlosten Wohnung in Wedding geholt, nachdem eines der Kinder lautstark um Hilfe gerufen hatte. Gegen die Eltern der Kinder wurde nun ein Verfahren wegen Kindervernachlässigung eingeleitet.

Erneut müssen Beamte des Landeskriminalamts (LKA) gegen Eltern ermitteln, die ihre Kinder vernachlässigt haben. Gegen einen 47-Jährigen und dessen 44 Jahre alten Frau aus Wedding wurden Verfahren eingeleitet, zwei Jungen und zwei Mädchen im Alter zwischen sieben und 16 Jahren wurden dem Kinder- und Jugendnotdienst übergeben.

Die Mieterin eines Mehrfamilienhauses an der Soldiner Straße hatte am Sonnabend gegen 14.15 Uhr die Polizei alarmiert, weil dort in einer Erdgeschosswohnung ein zwölfjähriges Mädchen am Fenster stand und mehrfach weinend um Hilfe rief. Den später eintreffenden Beamten berichtete das völlig aufgelöste Kind, dass seine erst sieben Jahre alte Schwester das Haus verlassen habe, ohne jemandem Bescheid zu sagen.

In den Räumen bot sich den Polizisten ein schrecklicher Anblick: In allen vier Zimmern befand sich Hundekot eines Kampfhunde-Welpens, Essensreste schimmelten in Töpfen in der Küche und im Kühlschrank. Schmutzwäsche lag neben Schularbeiten der Kinder und weiteren Essensresten auf dem Boden. Unzählige Fliegen waren in der Luft, Spinnen in der Küche. Nach Angaben eines Beamten hatten die Einsatzkräfte beim Betreten der Wohnung ob eines beißenden Geruchs mit Würgekrämpfen zu kämpfen. „Trotz dieses Chaos waren die Kinder selbst nicht besonders schmutzig, auch ihre Kleidung war halbwegs in Ordnung.“
Wenig später, gegen 15 Uhr, erschien schließlich die Mutter mit einem ihrer Söhne und gab an, die Wohnung jetzt aufräumen zu wollen. Als die Polizisten die Kinder nach ihrem Vater fragten, berichteten diese schließlich, dass er sich die meiste Zeit über in Internet-Cafés aufhalte und schlafe, wenn er zu Hause sei.

Weil eine Gesundheitsgefährdung der Kinder wegen der Lebensumstände nicht auszuschließen war, wurden sie der Obhut der zuständigen Behörden übergeben. Nach Informationen dieser Zeitung sollen sich die Eltern darüber „eher unbeeindruckt“ gezeigt haben. Die Ermittlungen gegen das Ehepaar dauern an, das Schicksal der Kinder ist noch ungewiss.

Laut einem Beamten müsse der aufmerksamen Anwohnerin dafür gedankt werden, dass sie auf das Mädchen reagiert und die Polizei angerufen hatte. „So ist den Kindern ein noch länger andauerndes Martyrium erspart worden.“



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.morgenpost.de/berlin/article1...t_um_Hilfe.html

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30.03.2009 04:29 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Kalle
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RE: Kinderverwahrlosung, Verwahrlostes Mädchen ruft um Hilfe Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Die LE bekommen wieder eine Chance oder einen Einzelfallhelfer!!!! traurig
30.03.2009 07:33
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„Immer mehr Kinder verwahrlosen“ Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

„Immer mehr Kinder verwahrlosen“

200 Familien nahmen in den vergangenen zwei Jahren die Unterstützung des Hürther Jugendamtes wahr. Viele Kinder und viele Eltern sind überfordert, die Folge ist schleichende Verwahrlosung.


Hürth - Thomas Gunkel, Leiter der Dr.-Kürten- Förderschule für Lernbehinderte in Hürth, erlebt es jede Woche: Kinder, die mit Blessuren in den Unterricht kommen. Kinder, die jeden Morgen zu spät kommen, weil sie verschlafen haben. Kinder, die ohne Frühstück in den Unterricht kommen. „Wir beobachten eine schleichende Verwahrlosung.“ Da kommt ein Schüler mit einem blauen Auge in den Unterricht, der Vater hat ein Spielzeug nach ihm geworfen. Oder ein Zwölfjähriger kommt ständig morgens zu spät, weil die alleinerziehende Mutter Nachtschicht macht und das Kind morgens allein aufstehen muss.

Das sei ein Zeichen für Überforderung, sagt Karolin Königsfeld von der Präventionsstelle „Frühe Hilfen für Familien“ im Hürther Jugendamt, und zugleich ein Alarmsignal für Lehrer. Doch häufig habe der Lehrer Hemmungen, etwas zu unternehmen. „Kinderschutz ist keine Aufgabe, die man gerne macht“, sagt der Präventionsbeauftragte der Stadt Dormagen, Uwe Sandvoss. Das sei eine zusätzliche Belastung, und doch müsse der Lehrer sich dieser Aufgabe stellen, wenn sich der Schüler ihm anvertraue.

Eben darum fand gestern in Hürth ein Treffen von Beratern und Lehrern statt. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Lehrer die Ansprechpartner in der Stadtverwaltung kenne, die er in einem Notfall anrufen könne. Oft gehe es darum, auszuloten, wie ernst eine Situation sei. Viele Lehrer hätten Skrupel, dem Jugendamt eine Familie zu melden, da man ja auch Gefahr laufe, vielleicht einem Elternteil zu Unrecht etwas zu unterstellen, umriss Bürgermeister Walther Boecker das Problem.

Um Hemmungen zu nehmen und Ansprechpartner kennenzulernen, war die Diskussionsveranstaltung in der Dr.-Kürten-Schule in Hürth initiiert worden. 75 Lehrer aus den Hürther Grundschulen und Betreuer der Offenen Ganztagsschulen sollten ihre Ansprechpartner und deren Hilfsmöglichkeiten kennenlernen. Peter Bunse, Schulrat des Rhein-Erft-Kreises, Dormagener und das Hürther Jugendamt zeigten auf, wie Ämter helfen können. Es war die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung eines Kinderschutzkonzeptes, eines Frühwarnsystems für die Primarstufe.

Neben der Vermittlung von Basiswissen - etwa der gesetzlichen Grundlagen - und der Darstellung der Aufgaben des Jugendamtes ging es vor allem darum, ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. „Der Leidensdruck wird immer größer. Es gibt immer mehr Fälle, in denen Kinder aus problematischen Familien kommen“, sagte Bunse. In Hürth habe es in den letzten zwei Jahren rund 200 Fälle gegeben, in denen Familien vom Jugendamt betreut wurden. Angefangen von „Pekip-Kursen“, in denen Eltern unter Anleitung in spielerischer Form ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern aufbauen, über Ferienfreizeiten für einkommensschwache Familien bis hin zum Kursus in Haushaltsorganisation.

Der Anspruch ist hoch. Gabriele Mainzer, Leiterin des Jugendamtes: „Wir versuchen, für jede Familie ein passgenaues Angebot zu finden.“



Quelle, Rechte und weitere Informationen http://www.ksta.de/html/artikel/1238410144252.shtml

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01.04.2009 04:52 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Vernachlässigte Kinder: So beugt der Kreis vor Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Fall Lara: Stormarner Behörden gut vernetzt

Vernachlässigte Kinder: So beugt der Kreis vor

Leiter des Jugendamtes lobt das neue Kinderschutzgesetz. 550 Mal schalteten Bürger die zuständigen Stellen ein.


Ahrensburg -
Gewalt und Verwahrlosung: Das ist für viele Kinder Realität. Zirka fünf Prozent der Kleinkinder in Schleswig-Holstein gelten nach einer Schätzung des Kieler Sozialministeriums als gefährdet. Für den Kreis Stormarn gerechnet wären das rund 2000 Kinder, die in Verhältnissen leben, in denen Eltern allein nicht mehr klar kommen, sagt Ingo Loeding, Geschäftsführer des Stormarner Kinderschutzbundes. Hauptursachen für diese Entwicklung sind für ihn die wachsende Kinderarmut und das Zerbrechen der Familiensysteme.

"Wir brauchen ein Klima des Hinschauens. Wir wollen alle Kinder von Anfang an in den Blick bekommen", sagte Schleswig-Holsteins Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) bei der Einführung des neuen, bundesweit wegweisenden Kinderschutzgesetzes. Ein Baustein: Das sogenannte "verbindliche Erinnungswesen". Das Kontrollsystem soll Fälle wie den von Lara aus Hamburg verhindern. Der neun Monate alte Säugling war im März tot im Elternhaus gefunden worden. Das kleine Mädchen war verhungert. Im Kreis Stormarn hat das Kontrollsystem bereits Wirkung gezeigt. "In zwei Fällen waren wir froh, dass wir Kindern und Eltern Hilfe anbieten konnten", Kreisjugendamtsleiter Wilhelm Hegermann. "Auf diese Familien wären wir ohne die neue Regelung nicht aufmerksam geworden." Seit April 2008 werden alle Eltern von Kindern unter sechs Jahren vom Familienbüro in Neumünster schriftlich aufgefordert, ihren Nachwuchs für die U4- bis U9-Untersuchungen anzumelden. Wer die Vorsorgeuntersuchung schwänzt, wird einmal erinnert. Kommt die vom Arzt abgestempelte Karte dann nicht zurück, wird das Jugendamt aktiv. "Wir statten der Familie dann einen Besuch ab, weil wir zunächst davon ausgehen müssen, dass eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte", sagt Wilhelm Hegermann. In rund 80 Prozent der 650 Fälle, die dem Jugendamt seit August 2008 vom Landesfamilienbüro gemeldet wurden, waren es jedoch eher harmlose Gründe: Zeitmangel, Termin vergessen, der Arzt im Urlaub. Manchmal sei auch die Erinnungskarte einfach nicht fristgerecht abgeschickt worden, sagt der Kreisjugendamts-Leiter. Das seien handwerkliche Fehler, die nachbessert werden müssten, weil sie Zeit binden, die für wirklich dringende Fälle dann fehle. Davon gibt es genug. Denn auch die Bürger sind sensibler als noch vor ein paar Jahren, sehen genauer hin und melden sich beim Jugendamt. 550 Anrufe gehen dort Jahr für Jahr ein. Das bestätigt auch Ingo Loeding. 700 Meldungen habe es im vergangenen Jahr über das Kinder- und Jugendtelefon gegeben. "Auch das ist eine Art von Frühwarnsystem, das uns hilft, das Schlimmste zu vermeiden", sagt Hegermann. In rund 500 Fällen gibt das Jugendamt zurzeit Erziehungshilfen. Der Bedarf an Unterstützung sei sehr unterschiedlich. Manchmal reiche es schon, wenn man die Eltern beim Behördengang begleite oder bei der Suche nach einem Kindergartenplatz zur Seite stehe. Doch es gibt auch die Fälle, in denen das Kindeswohl so stark gefährdet ist, dass das Jugendamt den Eltern das Kind wegnehmen muss. 35 solcher "Inobhutnahmen" hat es 2008 gegeben.

"Der Schutz von Kindern ist eine gesellschaftliche Aufgabe", sagt Wilhelm Hegermann. Das scheint in Stormarn gut zu funktionieren. Was ihn besonders freut: "Wenn Menschen sich bei uns melden, dann haben sie das wohl überlegt und einen ernsten Verdacht."



Quelle, Rechte und weitere Informationen http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/09/1117122.html

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Wenn Eltern überfordert sind... Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Wenn Eltern überfordert sind...

Zahl der Inobhutnahmen von Kindern steigt - Hilfe für Familien


WETTERAUKREIS (pd). Die Schlagzeilen sind erschütternd: Da schüttelt ein überforderter Vater das schreiende Kleinkind so lange, bis es stirbt. Die Mutter lässt ihr Kind verhungern und hält sich derweil für Wochen bei Freunden auf. Kinder werden geschlagen, getreten, sexuell missbraucht, emotional vernachlässigt oder herabgewürdigt... Im Wetteraukreis mussten in den vergangenen Jahren zunehmend Kinder in Obhut genommen werden, so der Erste Kreisbeigeordnete Oswin Veith. In einer Serie stellt der Kreis die Voraussetzungen für die Inobhutnahme, die Arbeit des Sozialen Dienstes und die Möglichkeiten der Unterbringung vor. "Das Jugendamt ist verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn das Kind oder der Jugendliche um Obhut bittet. Gleiches gilt, wenn eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert", heißt es in Paragraf 42 des Sozialgesetzbuches VIII.

Der achtjährige Marc kommt nur noch selten in die Schule, das Frühstück erbettelt er sich von seinen Mitschülern. Er wirkt verschüchtert und ängstlich. Das einst so fröhliche Kind beteiligt sich kaum am Unterricht und ist auch in den Pausen in sich gekehrt, für sich allein. Dem Klassenlehrer fällt Marcs Veränderung auf, vor allem die rapide Gewichtsabnahme. Ein Gespräch mit den Eltern kommt nicht zustande. Schließlich wendet er sich an den Fachdienst Jugendhilfe...............



Quelle, Rechte und weitere Informationen: http://www.kreis-anzeiger.de/sixcms/deta...l=1133846&_dpa=

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04.05.2009 04:31 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Betten des Kindernotdienstes sind überbelegt Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Verwahrlosung

Berlin- Betten des Kindernotdienstes sind überbelegt


Im vergangenen Jahr musste der Kindernotdienst 815 Kinder aus ihren Familien holen - die meisten davon in Neukölln. Normalerweise sollen die Kinder maximal drei Tage beim Notdienst bleiben. Doch die Plätze in anderen Einrichtungen sind knapp. So bleiben Jugendliche bis zu drei Wochen.
Der Kindernotdienst musste im vergangenen Jahr in 815 Fällen Kinder aus ihren Familien herausholen und in Obhut nehmen. Das geht aus dem Jahresbericht des Notdienstes Kinderschutz hervor, der gestern vorgestellt wurde. Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, greifen die Sozialpädagogen ein und nehmen die Kinder mit.
Die häufigsten Gründe sind Überforderung der Eltern, Verwahrlosung sowie körperliche Gewalt. Auslöser sind häufig psychische Probleme der Eltern oder Alkohol- und Drogenabhängigkeit. „Wir stellen fest, dass immer mehr junge alleinerziehende Mütter tablettenabhängig sind, weil sie mit ihrer Situation überfordert sind“, sagt Monika Herrmann (Grüne), Jugendstadträtin von Friedrichshain-Kreuzberg. Der Bezirk ist für den Notdienst zuständig...................



Weiterlesen, Quelle und Rechte: http://www.morgenpost.de/berlin/article1...eberbelegt.html

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19.05.2009 05:50 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Arnsberg- Zahl der Fälle von Gewalt und Missbrauch in Familien steigt drastisch Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen



Zahl der Fälle von Gewalt und Missbrauch in Familien steigt drastisch

Nachbarn, Lehrer und Erzieherinnen werden immer sensibler, was die Misshandlung oder Verwahrlosung von Kindern angeht. In Arnsberg und Sundern ist in den letzten Jahren die Zahl der Meldungen deutlich gestiegen.


Und in deren Folge auch die Zahl der Kinder, die aus Familien herausgenommen wurden.

Die Berichte über Kindstötungen, Misshandlungen und Verwahrlosungen von Kleinkindern sind nicht ohne Resonanz in der Bevölkerung geblieben.

„Die gesellschaftliche Haltung hat sich geändert”, sagt Christa Tritschel-Schütte vom Jugendamt der Stadt Arnsberg. „Die Menschen sind aufmerksamer geworden”, bestätigt auch ihr Kollege aus Sundern, Jugendamtsleiter Klaus Pingel. Die Zahl der Meldungen, in denen Bürger die Jugendämter auf mögliche Misshandlung von Kindern hinweisen, „hat deutlich zugenommen.”

Fast doppelt soviele Meldungen wie im Vorjahr ..............



Weitere Informationen, Quelle und Rechte: http://www.derwesten.de/nachrichten/stae...129/detail.html

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17.06.2009 06:19 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Wenn der Teddybär verschimmelt Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Wenn der Teddybär verschimmelt

Eine Mutter lässt ihre drei Kinder verwahrlosen - und wird zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt


Augsburg - Wie konnte es zu all dem kommen, will Richter Bernhard Kugler wissen. Wie konnte es dazu kommen, dass sich der Abfall im Kinderzimmer 20 Zentimeter hoch türmte? Dass gebrauchte Windeln herumlagen und in der ganzen Wohnung Katzenkot verteilt war? Dass Maden von Essensresten im Backofen lebten, Teddybären verschimmelten - und mittendrin Denise P. mit ihren drei kleinen Kindern wohnte? Jugendrichter Kugler vom Amtsgericht Augsburg sagt, es hätten sich ihm "die Haare aufgestellt" beim Anblick der Fotos, die Bilder gingen "über das normale Ausmaß dessen hinaus, was man als Jugendrichter so sieht".

"Ich war am Ende, ich hätte mir Hilfe suchen sollen", sagt Denise P. da - und ergänzt unter Tränen: "Ich war dumm." Jedenfalls war P. sehr jung. Als die heute 24-Jährige ihr erstes Kind bekam, war sie 17 Jahre alt. Sebastian heißt der Junge. Als er gefunden wurde, konnte der damals Vierjährige nicht sprechen, sondern nur Tierlaute von sich geben, wog zehn Kilogramm und hatte die Krätze. Auch Manuel und Marie, die anderen beiden Kinder, waren ungewaschen und ungepflegt, geistig zurückgeblieben und hatten Sprachdefizite.

Am Dienstag saß Denise P. gemeinsam mit dem mittlerweile getrennt lebenden Vater der Kinder, Klaus-Dieter L., in Augsburg auf der Anklagebank - einander angesehen haben sie während der gesamten Verhandlung nicht. Sie mussten sich wegen Verletzung ihrer elterlichen Erziehungs- und Fürsorgepflicht verantworten. Als der Vater vor zwei Jahren aus der gemeinsamen Wohnung in Langweid am Lech auszog, wollte er die Kinder zu sich nehmen, da Denise P. die Wohnung schon zuvor immer wieder verwahrlosen ließ. Doch das Jugendamt soll ihn abgewiesen haben, da er ganztags arbeite, erklärte L."s Rechtsanwalt.

Als L. bei einem späteren Besuch der Zustand der Wohnung und der Kinder auffiel, schaltete er das Jugendamt ein und nahm die Kinder zu sich. Sie sollen nach Angaben des Gerichtes inzwischen wieder wohlauf sein. L. erhielt vor einem Jahr das Sorgerecht. Dennoch hätte er früher einschreiten müssen, urteilte das Gericht. L. räumte das ein, das Verfahren gegen den 28-jährigen Kraftfahrer wurde gegen Zahlung einer Geldbuße von 1000 Euro eingestellt....................



Alle Informationen, Quelle und Rechte: http://www.sueddeutsche.de/N5c38d/294077...rschimmelt.html

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24.06.2009 06:18 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Notwohnung: Ein Schlupfwinkel für die Kleinsten Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Notwohnung: Ein Schlupfwinkel für die Kleinsten

Missbrauchte oder vernachlässigte Kinder finden hier ein Zuhause auf Zeit


NÜRNBERG - Vernachlässigt, missbraucht oder geschlagen - für viele Kinder ist das trauriger Alltag. in der Nürnberger Kindernotwohung finden sie Schutz. Doch es ist nur ein Zuhause auf Zeit...

Heute spielt der vierjährige Lukas (alle Namen von der Redaktion geändert) den Vater. Statt im geräumigen Familienauto kommt er mit einem roten Dreirad, steigt breitbeinig ab, imitiert mit geschürzten Lippen das Schlagen einer Autotür. Die Kinder flitzen ihm auf sonnenwarmem Rasen entgegen, ducken sich, um neben dem Kleinsten nicht aus der Rolle zu fallen. «Papa, wir haben Pizza gebacken», kräht ein siebenjähriger Blondschopf und präsentiert stolz eine orangefarbene Frisbeescheibe, die bis zum Rand voll ist mit geklopftem Sand, Grasbüscheln und Gänseblümchen. Eine heile Welt – zumindest im Spiel.

Denn die Welt der Drei- bis Zwölfjährigen, die in der Kindernotwohnung des Jugendamtes und des Jugendhilfeverbandes Schlupfwinkel e.V. Zuflucht gefunden haben, ist eine andere. Unterversorgt und verwahrlost, manchmal geschlagen oder missbraucht, werden sie von der Polizei oder vom Jugendamt aus ihren Familien geholt und hierher gebracht. Bisweilen bitten Kinder oder überforderte Eltern auch selbst um Hilfe. So finden jährlich rund 150 Kinder den Weg in die Reutersbrunnenstraße, wo sie versorgt werden, bis der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) oder das Familiengericht entscheiden, was mit ihnen geschieht: Sind die Eltern nach einem Gespräch bereit, sich regelmäßig zum Beispiel von Sozialpädagogen unterstützen zu lassen, können viele wieder nach Hause, andere kommen dagegen im Heim oder bei Pflegeeltern unter. Eine solche Entscheidung kann Tage, im Einzelfall aber auch Monate dauern.

Doktorspiele als Zeichen von Missbrauch

Wie bei der neunjährigen Julia, die schon seit einem halben Jahr hier lebt. Während die anderen Kinder Familie spielen, sitzt sie von bunten Spielsachen umringt auf einem Baumstamm. Mit ihrem schwarzen Lederstiefel, der seltsam groß wirkt an dem schlaksigen Mädchenkörper, malt sie gedankenverloren Kreise in den Sand. Bis sie den Kopf hebt und halb desinteressiert, halb bittend fragt, ob sie mitspielen darf. Der Kleine nickt, und Julia, als würde sie einen Schalter umlegen, setzt einen kindlichen Gesichtsausdruck auf und sagt mit hoher Stimme: «Danke Papa.»

Nicht immer sind ihre Spiele so unschuldig, erzählt Erzieherin Tatjana Gems. Manchmal gibt das Mädchen die Aufreizende, verwendet obszöne Wörter, verführt andere zu Doktorspielen. Ob sie zu Hause missbraucht wurde, darüber will die Betreuerin nicht urteilen. «Das ist Sache des zuständigen Psychologen. Aber klar ist – dieses Kind hat Dinge gesehen und gehört, die es nicht hätte sehen und hören dürfen.»................



Weiterlesen, Quelle und Rechte: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1024161&kat=10

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26.06.2009 07:56 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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Johannesstift kümmert sich um vernachlässigte Minderjährige im Kreis Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Johannesstift kümmert sich um vernachlässigte Minderjährige im Kreis

ZOOTZEN - Um vernachlässigte Kinder und Jugendliche kümmert sich in Oberhavel künftig das Johannesstift. Das sieht eine Vereinbarung zwischen der Jugendhilfeeinrichtung mit Sitz in Zootzen und dem kreislichen Jugendamt vor. Der vorerst auf zwei Jahre befristete Vertrag soll in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden und bis Oktober in Kraft treten.

Wie Norbert Schröder, Leiter der Jugendhilfe, gestern informierte, werde das Johannesstift nicht nur zwei Wohnplätze in seinem Kinder- und Jugendhaus in Zehdenick bereithalten, sondern darüber hinaus die gesamte Inobhutnahme (nach Sozialgesetzbuch VIII)) von in Not geratenen Minderjährigen organisieren. Dazu gehört neben der Krisenintervention auch die Vermittlung zwischen Jugendamt, Jugendhilfe und Erziehungsberechtigten sowie die Klärung von Problemen.

Bislang hat der Landkreis die Inobhutnahme in Eigenregie organisiert. Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren wurden und werden auch weiterhin von sogenannten Bereitschaftsfamilien aufgenommen. Drei solcher Familien gibt es im Landkreis, mit sechs Plätzen. Die Über-Zwölfjährigen wurden in anderen Einrichtungen untergebracht. 2008 entschieden sich die Behörden in 40 Fällen für die Inobhutnahme – wegen Vernachlässigung, Misshandlung oder auch Missbrauch von Minderjährigen. „In Zehdenick saßen die Eltern in der Kneipe, während das dreijährige Kind zu Hause geschrien hat“, nannte Schröder ein Beispiel. Auch wenn ein 16-Jähriger in Fürstenberg von der Polizei aufgegriffen wird und sagt, dass er nicht wieder nach Hause geht, sind die Behörden zur Inobhutnahme verpflichtet.............



Weiterlesen, Quelle und Rechte: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/b...e-im-Kreis.html

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14.07.2009 08:18 Reica ist offline E-Mail an Reica senden Homepage von Reica Beiträge von Reica suchen Nehmen Sie Reica in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Reica: Reica1
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