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elpa elpa ist weiblich
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Buchempfehlung: Die Patchwork-Lüge Diesen Beitrag editieren/löschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag einem Moderator melden   Zum Anfang der Seite springen

Ich möchte euch ein Buch empfehlen, das ich gerade ausgelesen habe und das mich sehr beeindruckt hat:
http://www.amazon.de/Die-Patchwork-L%C3%...18688524&sr=8-1

LG elpa

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Sage nicht "ich kann nicht" bevor du nicht den ersten Schritt gegangen bist....
15.10.2011 16:23 elpa ist offline E-Mail an elpa senden Beiträge von elpa suchen Nehmen Sie elpa in Ihre Freundesliste auf
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Bibichanoum Bibichanoum ist weiblich
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Die Autorin hat sooo recht! Ich komme mir manchmal wie ein Anachronismus vor: ich bin seit Ewigkeiten verheiratet, meine Eltern sind seit Ewigkeiten verheiratet, meine Schwiegereltern sind seit Ewigkeiten verheiratet, keiner geschieden. Als ich damals geheiratet habe, gab es sogar Freundinnen, die mir die Freundschaft aufkündigten, weil das ja so "spießig" sei. Das ich es wichtig fand, für Kinder (egal ob LK oder PK) eine sichere Basis zu haben, fanden die ebenfalls abwägig.

Ich fand die Rezension zum Buch hier klasse:

http://www.amazon.de/gp/pdp/profile/A35V...ef=cm_cr_dp_pdp

__________________
"Familie kann man sich aussuchen, Verwandtschaft hat man!" (U.I.)
15.10.2011 20:05 Bibichanoum ist offline E-Mail an Bibichanoum senden Beiträge von Bibichanoum suchen Nehmen Sie Bibichanoum in Ihre Freundesliste auf
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Ulti
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http://www.welt.de/kultur/literarischewe...work-Luege.html

http://www.ndr.de/kultur/literatur/bucht...tchwork111.html

http://www.brigitte.de/liebe/familie/pat...-luege-1102022/
Vorwurf 5 u. 6 ist schon heftig.

Was ich bis jetzt gelesen habe, da kommt mir das Buch sehr in eine Richtung geschrieben vor. Nur schwarz ist gut, alle anderen Farben sind nichts.

Sollte man lieber jahrelang in einer unglücklichen Beziehung ausharren?
"Patchwork-Familien" gab es schon immer. Sogar in vergangenen Jahrhunderten. Da hat der Witwer mit Kinder die Witwe mit Kinder geheiratet. Scheidungen gab es damals ja noch nicht u. meist die Frauen waren nicht immer glücklich in der Ehe.
Nur das Wort ist neu.

Außerdem ist für manche Kinder eine Trennung der Eltern das Beste, was ihnen passieren konnte, anstatt zuzuschauen, wie sich die Eltern prügeln.

Patchwork-Familie ist sicher keine Verherrlichung, aber die Möglichkeit, doch noch einmal mit einem anderen Partner glücklich zu werden.
Jeder heiratet wohl erst einmal, weil er denkt, das ist für immer. Wenn man aber den/die Falsche/n erwischt, bin ich dankbar für die Möglichkeit der Scheidung.
Und oftmals merkt man erst im Laufe der Jahre, dass sich Partner auseinander entwickeln, auch wenn es zu Beginn der Ehe super gepasst hat.
15.10.2011 20:38
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la_merle
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Zitat:
Original von Ulti
http://www.welt.de/kultur/literarischewe...work-Luege.html

http://www.ndr.de/kultur/literatur/bucht...tchwork111.html

http://www.brigitte.de/liebe/familie/pat...-luege-1102022/
Vorwurf 5 u. 6 ist schon heftig.

Was ich bis jetzt gelesen habe, da kommt mir das Buch sehr in eine Richtung geschrieben vor. Nur schwarz ist gut, alle anderen Farben sind nichts.

Sollte man lieber jahrelang in einer unglücklichen Beziehung ausharren?
"Patchwork-Familien" gab es schon immer. Sogar in vergangenen Jahrhunderten. Da hat der Witwer mit Kinder die Witwe mit Kinder geheiratet. Scheidungen gab es damals ja noch nicht u. meist die Frauen waren nicht immer glücklich in der Ehe.
Nur das Wort ist neu.

Außerdem ist für manche Kinder eine Trennung der Eltern das Beste, was ihnen passieren konnte, anstatt zuzuschauen, wie sich die Eltern prügeln.

Patchwork-Familie ist sicher keine Verherrlichung, aber die Möglichkeit, doch noch einmal mit einem anderen Partner glücklich zu werden.
Jeder heiratet wohl erst einmal, weil er denkt, das ist für immer. Wenn man aber den/die Falsche/n erwischt, bin ich dankbar für die Möglichkeit der Scheidung.
Und oftmals merkt man erst im Laufe der Jahre, dass sich Partner auseinander entwickeln, auch wenn es zu Beginn der Ehe super gepasst hat.


Das kann ich unterschrieben.

Ich bin auch nicht dafür, dass man (Ehe)Partner wechselt wie die Unterhose. Die heutige Wegwerfgesellschaft vermittelt ein Stück weit, dass alles ersetzbar ist, auch Menschen. Und deshalb scheinen viele Menschen nicht mehr an sich selbst arbeiten zu wollen, sondern "entsorgen", was nicht (mehr) ins eigene Lebenskonzept passt.

ABER, und jetzt kommt das große ABER, es kann für Kinder besser sein, die Eltern trennen sich, als wenn sie in einer unglücklichen Ehe "der Kinder wegen" oder aus anderen "Gründen" verharren.
Meine Eltern haben sich getrennt, als ich ca. 19 Jahre alt war. Und ehrlich gesagt: Ich war absolut froh darüber. Jahrelang vorher gab es tägliche Diskussionen und Streitereien zwischen meinen Eltern. Zwar war nie Gewalt im Spiel (weder verbale noch körperliche), aber ich habe als Teenager sehr darunter gelitten, dass meine Eltern sich nicht (mehr ) zu verstehen schienen.
Als meine Mutter sich neu verliebt hatte, und mir das erzählte (noch bevor mein Vater davon wusste), ermutigte ich sie sogar dazu, sich von meinem Vater zu trennen.
Seit dem Tag der Trennung haben meine Eltern nicht mehr gestritten und sie haben bis heute, 20 Jahre später, noch einen guten Kontakt miteinander.
Beide Eltern sind neu verheiratet, bereits ein halbes Jahr nach der Trennung hat auch mein Vater eine neue Partnerin gefunden, und beide Paare passen jetzt einfach besser zueinander.

Seit der Trennung verlief unser gesamtes Familienleben sehr harmonisch, was davor nicht der Fall war. Ich habe mich damals gefreut, gleich zwei Elternpaare bekommen zu haben. Die Scheidung war eine echte Bereicherung für die ganze Familie und eine Art "Erlösung" für uns Kinder.

Daher würde ich sagen: Alles ist relativ, und wenn zwei Menschen absolut nicht zusammen passen, auch wenn sie das einmal dachten, dann finde ich Trennung die bessere Lösung.
Ich erlebe beide Eltern in ihren Ehen seit 20 Jahren glücklich, was sie während meiner Kindheit nicht waren. Und das belastet Kinder, finde ich, mehr, als eine Trennung im Guten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von la_merle: 15.10.2011 20:56.

15.10.2011 20:54
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Moosglöckchen
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Ich habe das Buch nicht gelesen, schliesse mich aber grundsätzlich Ultis Worten an. Die Ehe um der Ehe aufrechterhalten? Nein. Wenn die Basis nicht mehr stimmt und die Liebe nicht mehr da ist, bin ich für eine Trennung. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Auch mit Kindern.

Meine Eltern waren 26 Jahre verheiratet, jetzt lange getrennt und mittlerweile richtig gut befreundet – auch die neuen Partner. Wir feiern sogar Weihnachten etc. zusammen. Es kann gelingen.

Ein Trauschein ist für mich persönlich generell nicht wichtig.
15.10.2011 21:09
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Bibichanoum Bibichanoum ist weiblich
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Nee, so ist das auch nicht gemeint von der Autorin, denke ich. Nicht um jeden Preis eine marode Beziehung aufrecht erhalten, und darin auszuharren, und wenn das noch so schrecklich ist.

Es geht eher darum, mit Beziehungen achtsamer umzugehen und sich genau zu überlegen, mit wem man wann Kinder bekommt und was eine unsichere Beziehung für Kinder bedeutet.

Was ich nicht ganz verstehe, ist die Angst vieler Menschen, sich längerfristig zu binden. Ich habe mindestens 3 Freundinnen, die wunderhübsch und Akademikerinnen sind, aber denen es auch mit Mitte 30 nicht gelungen ist, einen Mann zum Heiraten zu finden. Jetzt sind sie so langsam in der Phase, dass sie sich vom eigenen Kinderwusch verabschieden (ohne Dauerpartnerschaft wollen sie keine Kinder) und sich darauf vorbereiten, Stiefkinder aufzuziehen, von wem auch immer.

Das finde ich traurig. Nichts gegen Menschen, zu deren Lebenskonzept keine dauerhafte Bindung passt, aber es ist verwunderlich, dass es viele Menschen gibt, denen es nicht mehr gelingt, eine Person für eine feste Partnerschaft zu finden.

@ulti: bis ins 19. Jahrhundert gab es auch Personen, die nicht heiraten durften, obwohl sie gewollt hätten:

http://www.zum.de/psm/decker/decker72.php

Die Erlaubnis zur Eheschließung war schon immer ein Machtinstrument.

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15.10.2011 21:42 Bibichanoum ist offline E-Mail an Bibichanoum senden Beiträge von Bibichanoum suchen Nehmen Sie Bibichanoum in Ihre Freundesliste auf
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Bibichanoum Bibichanoum ist weiblich
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@Moosglöckchen

Wie wichtig ein Trauschein ist, merkt man erst dann, wenn Internationales Privatrecht ins Spiel kommt, was bei "Normalbürgern" in Deutschland keine Rolle spielte. Auf die rechtliche Sicherheit und die Rechte, die damit verbunden sind, möchte ich nie wieder verzichten, genauso wie auf meinen "richtigen" Pass = Pass eines Landes, das international einen guten Ruf hat.

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elpa elpa ist weiblich
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Themenstarter Thema begonnen von elpa

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Ich denke, das wichtigste für mich an diesem Buch ist, daß bei Trennungen zu leichtfertig davon ausgegangen wird, daß die Kinder sich schon daran gewöhnen, daß jetzt alles für sie auseinanderbricht. Wir haben viele solche Kinder inzwischen im Bekanntenkreis, und sie tun mir leid, weil sie so durchgeplant sind. Ich glaube, daß vielen Eltern, die sich trennen, gar nicht klar ist, wie sehr die Sicherheit der Kinder und auch ihre Unbeschwertheit durcheinander geraten.

Irgendwo steht in diesem Buch: Den Kindern ist es egal, wie glücklich ihre Eltern sind, ob sie guten Sex haben oder eine gute Beziehung - im Gegenteil, wenn sich die Mutter neu verliebt könnte dem Kind ja auch noch diese Sicherheit abhanden kommen.
Am schlimmsten finde ich, daß viele Eltern meinen, wenn sie nur den Tagesablauf der Kinder gut genug organisieren, dann wird es nicht so sehr leiden.

Die Kinder leiden immer. Und es passiert nicht allzu häufig, daß beide Eltern sich nach der Trennung noch gut verstehen.

Besonders schlimm ist es, wenn Pflegekinder zur "Trennungsmasse" gehören traurig
LG elpa

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15.10.2011 21:50 elpa ist offline E-Mail an elpa senden Beiträge von elpa suchen Nehmen Sie elpa in Ihre Freundesliste auf
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Naemi27
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Hallo,

ich denke man sollte nichts verallgemeinern.

Und ja, ich finde es auch zumindest erstaunlich wie stark sich das Bild von "Familie" verändert. Ich bin ganz klar der Meinung, dass niemand in einer unglücklichen Beziehung (Ehe) verharren sollte um igendwelchen gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden.
Auch denke ich, dass Kinder kein Grund sein sollten eine marrode Beziehung aufrecht zu erhalten. ABER Kinder sollten ein Grund sein genau zu schauen, ob die Beziehung eventul noch zu retten ist - auch im Sinne der Kinder, denn für diese ist es nie einfach, wenn die Eltern sich trennen.

LG
Naemi
15.10.2011 21:53
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Ulti
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Wisst ihr, wie schwierig eine Scheidung ist?
Was da alles dran hängt?
Da überlegt man sich schon ohne Kinder, ob man das macht.
Und gerade die Paare ohne Kinder, bei denen man deutlich sieht, dass da nichts mehr ist, jeder seinen eigenen Weg IN DER EHE geht, die halten durch u. bleiben verheiratet.
Wahrscheinlich, weil sie auf keine Kinder Rücksicht nehmen müssen.
Eine Scheidung ist nicht eben mal so nebenbei erledigt u. Ballast abgehängt, weil man keinen Bock mehr hat.

Und genauso sehe ich sie hier dargestellt.

Das ist es aber nicht. Oftmals hängen da schon Jahre der Überlegung dran. Ein ständiges Auf u. Ab, Hoffnung schöpfen, wieder enttäuscht, bis sich die Waage -nach mehrmaligem Hin u. Her pendeln- von Positiv ins absolut Negative neigt u. die Trennung als letztes Mittel angewendet wird. Manchmal immer noch mit der Hoffnung, dass diese Schuss vor den Bug den Partner zum Denken anregt, wenn nicht schon vorher ein anderer Partner ins Spiel kam.
Und auch die Kinder bekommen dieses Leben DAVOR mit.

Wenn man dann nach diesen Jahren doch noch den richtigen Partner findet, auch wenn der selbst Kinder mit in die Ehe bringt, so sehe ich die Patchwork-Familie als etwas postives, wenn es gut zwischen allen funktioniert.
Aber auch hier gibt es so viele Facetten, dass ich das Buch nicht als Maßstab gelten lassen kann.
Denn dort wird die Patchwork-Familie als etwas "gut geredetes" beschrieben.
Und es gibt solche, die wirklich gut laufen, genauso wie es welche gibt, die schlecht laufen.
15.10.2011 22:22
Dieser am 15.10.2011 um 22:22 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Ulti wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

Sasa Sasa ist weiblich
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Ich kenne das Buch nicht, habe aber die Autorin im Fernsehen gesehen, als sie an einer Talkrunde zum Thema teilnahm.

Ich kenne auch etliche, mittlerweile Anfang Vierziger-Akademikerinnen, die allesamt noch Single sind. Eine davon ist eine sehr gute Freundin von mir, mit der das Ausgehen zu Teeniezeiten eine Plage war. Man lernte zwar eine Menge Jungs kennen- aber alle wollten nur wissen, wie meine Freundin heißt großes Grinsen Ihr war aber irgendwie keiner "gut genug". Und unter diesem "nicht gut genug"- das kann vieles sein: nicht den richtigen Beruf, nicht den richtigen Lebensstil, nicht das passende "Drumherum".... leiden wohl einige Damen...ich hatte oft das Gefühl, dieses Wunderwesen von Mann, was diese Damen suchen, existiert nicht.

Und- so "anspruchvollen Frauen", denke ich, würde eine Patchwork-Familie absolut nicht liegen. Ich denke mir- da mir da die Erfahrung fehlt- daß man in dieser Familienkonstellation noch mehr Kompromisse eingehen muß. Ich finde es oft schon schwierig, sich mit meinem Mann über die Erziehung unserer stets bei uns aufgewachsenen Töchter zu einigen- wenn nun beide Seiten noch "Eigengewächse" mitbringen, die sich jeweils an den Erziehungsstil der anderen Seite gewöhnen müssen, macht es das sicher nicht leichter.


Trotz alledem- ich denke, eine Ehe um jeden Preis aufrechtzuerhalten, ist Unsinn. Nur- man sollte auch nicht wegen jedem kleinen Streit hinwerfen.

Meine Schwiegermama ist in einer ganz seltsamen Patchwork-Konstellation aufgewachsen. Sie hat jede Menge Geschwister, von denen aber nur drei denselben Vater haben und nur sie und ihre jüngere Schwester die gleiche Mutter. Nun war ihr Vater beileibe kein Hallodri, er hatte einfach nur das Pech, daß ihm seine Ehefrauen, bis auf die Letzte, alle sehr früh verstarben....

Die Erste starb in den letzten Kriegstagen und hinterließ den Witwer und zwei kleine Söhne, die während der kriegsbedingten Abwesenheit des Vaters von der Nachbarin, ebenfalls Witwe, aufgezogen wurden. Diese Nachbarin heiratete er kurz nach seiner Rückkehr, sie brachte ebenfalls zwei Kinder mit. Sie starb durch einen Treppensturz, als meine Schwiegermama fünf und ihre jüngere Schwester noch ein Baby war. Eine andere Witwe, ebenfalls mit Kindern, nahm sich der mutterlosen Kinder an, und, man ahnt es bereits, der Vater heiratete sie ebenfalls und sie bekamen noch ein weiteres Kind. Damit war die Familie mittlerweile sehr groß geworden.

Nur werden die Voraussetzungen der jeweiligen Hochzeiten, wollen wir mal vermuten, wohl anders sein als heute. Sympathie und Achtung sowie Respekt werden vorhanden gewesen sein, die jeweiligen Witwen- allesamt Kriegerwitwen, die ihre Kinder ohne erlernten Beruf nur mit ihrer Rente durchbringen mussten- wussten sich "versorgt", der Vater meiner Schwiegermama war Polizist, was zwar kein großes Einkommen, aber eine sichere Stellung bedeutete (überdies, so stellte ich beim Durchblättern alter Alben fest, war er durchaus gutaussehend Augenzwinkern , Männer im "passenden Alter" waren umständehalber rar geworden, und dann mußte man bedenken- damals kam man auch in einer Großstadt schnell ins Gerede. Also mußten "geordnete Verhältnisse" her. Und - der Opa meines Mannes war kein begnadeter Hausmann, das steht mal fest großes Grinsen - er musste ja auch irgendwie die Versorgung seiner Kinderschar sicherstellen. Immerhin gab es damals schon "die Fürsorge", die bei stunden- und tagelang sich selbst überlassenen Kindern einschritt.

Ich denke, es gab nach Kriegsende und in der Nachkriegszeit viele solcher "Vernunftehen", die nicht alle unglücklich waren.

Ich fragte meine Schwiegermama mal, wie sie es empfunden habe, eine neue Mutter vorgesetzt zu bekommen. Damals wurden die Kinder in diesem Punkt eher weniger nach ihrer Meinung gefragt. Sie habe sich gefreut, sagte sie, denn dann hätte sie endlich wieder ganz normal spielen dürfen- vorher hätte sie sich- als Fünfjährige!- um das Baby kümmern müssen, wenn der Vater nicht da war....

Das Verhältnis zu ihrer Stiefmutter war gar nicht "stiefkindlich", und alle Kinder dieser kunterbunten Familie empfinden sich als "echte Geschwister" und pflegen bis heute sehr engen Kontakt.

Von daher- so neu sind Patchworkfamilien nun auch nicht.

__________________
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
15.10.2011 22:27 Sasa ist offline Beiträge von Sasa suchen Nehmen Sie Sasa in Ihre Freundesliste auf
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Moosglöckchen
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@Bibichanoum
Da hast du recht. Für unsere ADO war unser Trauschein auch wichtig, Mir ging es aber um die emotionale Sicherheit – und da ist mir der Trauschein nicht wichtig,

Wenn ich meinen Partner (verheiratet hin oder her) nicht mehr liebe, werde ich diese Beziehung nicht weiter leben bzw. aufrecht erhalten. Das heisst nicht, gwillt zu sein gleich alles zu werfen, aber ich bin auch nicht gewillt auf Dauer unglücklich zu leben.

Das überträgt sich auch auf Kinder. Die Kleinen haben so feine Antennen. Eine Trennung ist so oder so für alle schlimm, schlimmer ist aber jahrelanges Unglück, Spannungen, Kälte und Brodelndes unter der Oberfläche.

Ich schliesse mich Ulti, Sasa und Naemi an – Familie hat schon so viele Facetten und verändert sich stetig. Nicht immer ist das schlecht.
16.10.2011 08:03
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Bibichanoum Bibichanoum ist weiblich
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Mit emotionaler Sicherheit allein kann man leider weder einen Aufenthaltstitel im Notfall sichern noch transnational außereuropäisch leben, die Gesetze sind einfach zu stark.

Ich glaube, ein Kind benötigt beides: emotionale und rechtliche Sicherheit. Toll ist es, wenn es gelingt, das mit einem Menschen als Partner hinzubekommen.

Genau deswegen strebe ich auch die ADO von Mausi an: um ihr die Sicherheit und Freiheit geben zu können, wenn sie sich international "bewegt". Noch ist sie klein, aber spätestens, wenn sie als Teenager 1 Jahr in die USA will, und das JA einschreitet, weil die das ABR haben, ist auch die formale Zugehörigkeit zu einer Familie, die ohne JA agieren kann, von größter Bedeutung für sie.

Zum Thema Scheidung: eine Freundin von mir (Anwältin für Familienrecht) sagt immer: "man kann nicht nur ein Leben lang verheiratet sein, man ist auch ein Leben lang geschieden". Gemeint ist damit der juristische Rattenschwanz mit gegenseitig Rentenansprüche aufrechnen etc. Ich denke, man sollte sich genau überlegen, wen man wirklich heiratet, und manchmal auch so klug sein, einfach ohne Trauschein zusammenzuleben, auch wenn man gerne heiraten möchte.

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16.10.2011 08:21 Bibichanoum ist offline E-Mail an Bibichanoum senden Beiträge von Bibichanoum suchen Nehmen Sie Bibichanoum in Ihre Freundesliste auf
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Moosglöckchen
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Ich meinte (hatte mich verschrieben und konnte nicht mehr editieren): Familie ahtte schon immer viele Facetten...

Darüberhinaus gibt es so viele Familiendramen und Unglück innerhalb von gerade sehr konservativen Familien (Thomas Manns Buddenbrooks fällt mir da gerade ein), dass man dann auch das gesamte Modell in Frage stellen könnte. Ich finde das sehr Schwarz/Weiss gedacht.

Es gab mal einen schönen Slogan von einem Familienbertaungszenturm: Familie ist, was ihr draus macht.

Das unterschreibe ich so.
16.10.2011 08:23
Dieser am 16.10.2011 um 08:23 Uhr verfasste Beitrag gibt nur die Meinung von User Moosglöckchen wieder, nicht die der Boardadministration. Sollte dieser Beitrag Ihre Rechte verletzen bitten wir um Benachrichtigung

elpa elpa ist weiblich
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Vielleicht noch einmal als Denkanstoß: Fast alle argumentieren hier aus der Sicht derjenigen, die schon eine Trennung hinter sich haben (ich übrigens auch, glücklicherweise gab es damals noch keine Kinder), auf jeden Fall aus der "Täter-Ebene" (bitte nicht angegriffen fühlen, ein besseres Wort fiel mir gerade nicht ein).
Was ich wichtiger finde, ist, wie es den Kindern verkauft wird - und was diese anschließend daraus machen. Besonders wenn es Kinder betrifft, die noch sehr abhängig von ihren Eltern sind.
Gibt es hier auch noch andere erwachsene Kinder aus Trennungsfamilien, die über ihre Erfahrungen berichten können?
LG elpa

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16.10.2011 08:33 elpa ist offline E-Mail an elpa senden Beiträge von elpa suchen Nehmen Sie elpa in Ihre Freundesliste auf
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Moosglöckchen
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@Bibi
Die Wichtigkeit in Bezug auf Gesetze streite ich gar nicht ab. Schade, dass es so ist.

Ich denke einfach, wie es auch Ulti schon schrieb, dass sich die wenigsten Paare leichtfertig trennen. Scheidungen und Trennungen in denen Kinder involviert sind, sind meist ein längerer Prozess.

Für mich sind juristische Rattenschwänze auch keine Gründe, sich nicht zu trennen, wenn es nicht mehr geht. Lieber geschieden als unglücklich in einer Ehe gefangen.

@elpa
ja, das sehe ich auch so, es kommt mehr darauf an, wie man mit einer Trennung umgeht (in Bezug auf die Kinder). Ob man ohne wenn und aber Eltern bleibt.

Ich bin z. B. nicht geschieden und sehr glücklich verheiratet. Ich kenne meinen Mann seit ich 16 bin und weiß aber auch: ich kann im Fall der Fälle alleine. Auch finanziell.

Als meine Eltern sich trennten war ich im Grundschulalter. Ich habe schon lange vorher diese "negativen Schwingungen" empfangen und fand die Trennung natürlich nicht schön. Sehr gelitten habe ich allerdings nicht. Was daran lag, dass ich NIE das Gefühl hatte einen Elternteil zu verlieren. Ich war IMMER geliebtes Kind – und bin das heute noch. Kein Gezerre, keine Machtkämpfe und wenn meine Eltern emotional sehr angreifbar waren haben sie mir das gesagt. Kindgerecht, aber ehrlich. Auch in ganz konkreten Situationen.

Mittlerweile sind Jahre vergangen und ich bin froh über die Trennung. Meine Eltern haben tolle Partner und die haben tolle Kinder. Wir mögen uns.

In meinem Umfeld gibt es Patchwork, das super funktioniert und Ehen die schlecht laufen. Alleinerziehende und eingefleischte Singles, die glücklich sind und so weiter. Völlig individuell.

Für mich gibt es die "Patchwork-Lüge" genauso wenig wie die "richtige Familie". Wenn Familien (völlig wumpe in welcher Konstellation) glücklich sind und gerne leben, wie sie leben, dann ist das für mich eine "richtige Familie". Dafür muss man mMn. nicht mal miteinander verwandt sein. Oder verheiratet.

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16.10.2011 11:36
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Rika
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Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 17 war, nach jahrelangen Auseinandersetzungen, schlechter Stimmung etc. habe ich es damals als Segen empfungen. Doch damit gab es dann auch mein Elternhaus nicht mehr, man traf sich nie als ganze Familie und jedes Jahr Weihnachten stand ich vor dem Problem, wo ich Heiligabend hinfahre, zu Papa oder zu Mama. Meine Eltern wollten sich im Guten trennen, doch noch Jahre später hat meine Mutter Unfriede gestiftet. Als mein Vater auf meiner Hochzeit eine Rede hielt, hat sie lautstark alles ins Lächerliche gezogen, was er sagte.
Ich glaube, meine Brüder haben nicht so unter den Nachwehen gelitten, wie ich.
Ich genieße es, wenn wir jetzt Weihnachten zu den Eltern meines Mannes fahren. Dort treffen sich (noch) am ersten Weihnachtstag wirklich alle Kinder plus Anhang. Mir gibt das ein wenig dieses Gefühl der heilen Familie zurück, die ich so lange nicht mehr erlebt habe.
Meine vielleicht etwas sentimentalen Worte sind jetzt weder eine Proklamation für noch gegen die Ehe. Vielleicht ist der faire und ehrliche Umgang miteinander das Wichtigste. Und der ist weder in einer kaputten Ehe, noch (in der Regel) nach einer Trennung vorhanden.
16.10.2011 16:39 Rika ist offline Beiträge von Rika suchen Nehmen Sie Rika in Ihre Freundesliste auf
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Sasa Sasa ist weiblich
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Ich könnte mir vorstellen, daß es wichtig wäre, sich dann zu trennen, wenn man noch nicht angefangen hat, sich gegenseitig zu "zerfleischen". Nur- in den seltensten Fällen sind sich Beide einig- es geht nicht mehr als Ehepaar. Einer bleibt immer irgendwie mit verletzten Gefühlen zurück.
Dann gießen oft die Anwälte, die man für eine Scheidung ja nun mal braucht, mit ihren Schriftsätzen Öl ins Feuer. Der Empfänger des jeweiligen Schreibens vergißt meist, daß dieser Brief zwar im Auftrag des Noch-Partners, aber eben mit der Wortwahl des Anwaltes geschrieben wurde und denkt sich oft, was hat denn den/die gebissen....Vor einer Woche noch konnte man sich einigermaßen zivilisiert über die zu klärenden Dinge in irgendeinem Cafe unterhalten, ist wirklich bemüht, fair zu bleiben, und dann kommt ein Brief, der durchblicken lässt, man sei eine grünäugige, berechnende Schlange/ ein sadistischer, kaltherziger Vollidiot....obwohl der getrenntlebende Partner einfach an einen Anwalt geraten ist, der dazu neigt, jede Einzelheit der Scheidung in ein eigenes Verfahren zu legen ( was dem Anwalt mehr einbringt- an einer einvernehmlichen Scheidung wird längst nicht so viel verdient, als wenn man die Scheidung, das Sorgerecht, den Trennungsunterhalt, den Versorgungsausgleich, die Zuweisung der Ehewohnung samt anteiligen Hausrat in einzene Verfahren aufteilt).
Verständlicherweise empört sucht man dann seinerseits einen Anwalt auf, der eine passende Antwort aufsetzt, was für gleiche Irritationen beim Noch-Ehepartner sorgt Augenzwinkern

Eine Chance auf eine einigermaßen saubere Scheidung, die möglichst wenig Verletzungen auf beiden Seiten hinterläßt, haben wohl die Paare, die ihre nach-ehelichen Angelegenheit erstmal auf eigene Faust regeln, sprich: wer bliebt in der Wohnung, wer zieht aus, was nimmt der "weichenende Partner" mit, wie regelt man das mit den Kindern - mit gutem Willen könnte man sogar die Unterhaltssätze ohne Anwalt hinbekommen, es gibt Mediatoren und überdies ist die Düsseldorfer Tabelle im Internet einsehbar- dann beginnt man offiziell das Trennungsjahr und sucht sich erst gegen Ende desselben- oder dann, wenn man geschieden werden will, ich kenne getrenntlebende Paare, die seit etlichen Jahren getrenntleben und es gar nicht so eilig haben mit der Scheidung-einen Anwalt.

Das sind nicht meine persönlichen Erfahrungen- ich bin seit 21 Jahren in erster Ehe verheiratet großes Grinsen - aber das, was ich an Fazit nach etlichen Jahren als Anwaltsgehilfin "mitnahm" Augenzwinkern

__________________
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
16.10.2011 17:03 Sasa ist offline Beiträge von Sasa suchen Nehmen Sie Sasa in Ihre Freundesliste auf
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sorbe
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Ich habe einmal - vor nicht sehr langer Zeit - ein interview mit der autorin gesehen. und so wie ich das ganze verstanden habe, ging es da ehr um die schwirigkeiten, die in einer neu gewürfelten familie entstehen können. eben zwischen allen beteiligten. Und teilweise fand ich, hatten die in der runde sitzenden gar nicht so unrecht.
mein gefühl sagt mir, dass es eine harte arbeit ist, allen beteiligten gerecht zu werden und trotzdem gut miteinander zu leben.

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16.10.2011 18:26
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la_merle
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Zitat:
Original von Rika
Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 17 war, nach jahrelangen Auseinandersetzungen, schlechter Stimmung etc. habe ich es damals als Segen empfungen. Doch damit gab es dann auch mein Elternhaus nicht mehr, man traf sich nie als ganze Familie und jedes Jahr Weihnachten stand ich vor dem Problem, wo ich Heiligabend hinfahre, zu Papa oder zu Mama.


Bei uns wurde das immer recht praktisch geregelt: Da es drei Weihnachtsfeiertage gibt (inklusive Heilig Abend) waren wir immer an einem Tag bei meiner Mutter mit Mann und am anderen bei meinem Vater mit Frau.
So machen wir das seit fast 20 Jahren, und das funktioniert super. Auch an Ostern handhaben wir das so.
Und dabei sprechen sich alle untereinander ab, also es wird von jeweils dem einen "Elternpaar" bezüglich der Wahl des Tages auch auf die Pläne des anderen Elternpaars inklusive Sippe Rücksicht genommen.
Es gab nie Probleme.

Und wenn eines von uns Kindern Geburtstag hat, klappt es auch prima, wenn beide Elternpaare erscheinen.
Gott sei Dank gab es bei uns nie Zickereien oder ähnliches.

Ich habe die Scheidung meiner Eltern auch als Segen empfunden damals. Einfach auch, weil jeder die Chance bekam, nochmal einen Partner zu finden, der besser passt.
Allerdings weiss ich nicht, wie es mir gegangen wäre, wenn sich meine Eltern getrennt hätten, wenn ich jünger gewesen wäre.

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16.10.2011 19:36
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la_merle
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Zitat:
Original von Sasa
Ich könnte mir vorstellen, daß es wichtig wäre, sich dann zu trennen, wenn man noch nicht angefangen hat, sich gegenseitig zu "zerfleischen". Nur- in den seltensten Fällen sind sich Beide einig- es geht nicht mehr als Ehepaar. Einer bleibt immer irgendwie mit verletzten Gefühlen zurück.
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Meine Eltern haben auch schon viel gestritten, als meine Mutter ging (wegen einem anderen Mann).
Allerdings haben die Streitereien aufgehört, als die Trennung im Raum stand. Meine Eltern hatten sogar denselben Anwalt: Den heutigen Mann meiner Mutter. großes Grinsen
Es gab keinen Rosenkrieg o.ä. Die Trennung/ Scheidung meiner Eltern lief vorbildlich ab, und ich habe viel vom souveränen Verhalten meines Vaters gelernt damals.

So kann eine Trennung also tatsächlich auch zur Bereicherung für alle werden.

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16.10.2011 19:39
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holzwespe
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Zitat:
Original von sorbe
Ich habe einmal - vor nicht sehr langer Zeit - ein interview mit der autorin gesehen. und so wie ich das ganze verstanden habe, ging es da ehr um die schwirigkeiten, die in einer neu gewürfelten familie entstehen können. eben zwischen allen beteiligten. Und teilweise fand ich, hatten die in der runde sitzenden gar nicht so unrecht.
mein gefühl sagt mir, dass es eine harte arbeit ist, allen beteiligten gerecht zu werden und trotzdem gut miteinander zu leben.


Ja das stimmt. Aber dann liegt es vor allem an der Person wo die Kinder leben, dass sie 1. es schafft, dass der neue Partner einen guten Kontakt mit den Kindern aufbauen kann - und 2., dass auch der andere Elternteil noch weiterhin stark mit einbezogen wird.

Wir hatten Glück - meine Kinder hatten meinen neuen Partner von Anfang an akzeptiert, aber das lag wohl auch daran, weil sie immer wieder mitbekommen haben, dass es teilweise heftige Ausbrüche von seiten meines Ex gegeben hat... So ganz ist es nicht, dass den Kindern das egal ist, ob Mama und Papa sich lieben, oder aber sich gegenseitig fast umbringen (jetzt mal übertrieben dargestellt, aber ihr wisst schon was ich meine)... Wenn jeder Tag nur Geschimpfe zuhause ist und Streit, bekommen das die Kinder voll ab und so gut gefällt denen das auch nicht.

Bei uns ist es so, dass der Papa schon noch mit einbezogen wird - aber er hält sich auch (gerne zu seinem eigenen Vorteil) charmant mehr oder weniger aus der "Neuen Familie" raus... die Kinder sind gerne bei uns - freuen sich aber auch wenn sie bei Papa sind...
Wenn der neue Partner den Kindern das gefühl gibt, dass er sie liebt, dann ist das überhaupt kein Problem... jeder muss daran arbeiten dann gelingt es.

lg
16.10.2011 20:30
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